VonSebastian Oppenheimerschließen
Keine Trendwende in Sicht: Elektroautos sind in Deutschland aktuell alles andere als Verkaufsschlager. Im Mai brachen die Neuzulassungen massiv ein.
Seit Jahresbeginn verkaufen sich Elektroautos in Deutschland nur sehr schleppend. Hauptgrund dafür ist die im Dezember 2023 gestrichene Förderung durch die Umweltprämie – ohne den Zuschuss sind die Stromer für viele potenzielle Käufer einfach zu teuer. Im April blieben die E-Auto-Neuzulassungen zwar etwa auf Vorjahresniveau – doch andere Antriebsarten (Plug-in-Hybride, Diesel, Benziner) konnten stark zulegen. Die Zahlen für den Mai 2024 schauen noch düsterer aus: Es wurden deutlich weniger Elektroautos zugelassen als im Vorjahresmonat.
Neuzulassungen im Sinkflug: E-Auto-Absatz bricht im Mai um 30 Prozent ein
Laut Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wurden im Mai 29.708 E-Autos neu zugelassen – im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang um 30,6 Prozent. Während Elektroautos auf einen Anteil von 12,6 Prozent der gesamten Neuzulassungen kamen, waren es bei den Benzinern 37,9 Prozent: 89.498 Autos (plus 2,1 Prozent) waren mit diesem Antrieb ausgestattet. Auch Diesel konnten mit 44.893 Neuzulassungen leicht zulegen (plus 3,2 Prozent), ihr Anteil lag bei 19 Prozent. Außerdem wurden 71.451 Fahrzeuge mit Hybridantrieb neu zugelassen (minus 0,3 Prozent), darunter 14.038 Plug-in-Hybride (plus 5,9 Prozent).
Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023




Mehrere Zehntausende Elektroautos als Ladenhüter – Rabatte könnten bald folgen
In Deutschland stehen inzwischen mehrere Zehntausend Elektroautos auf Halde – was Experten zufolge bald deutliche Rabatte zur Folge haben dürfte. Erschwingliche Stromer, wie beispielsweise der neue Citroën C3 sind bislang noch Mangelware.
Längst nicht jeder Autobauer hat inzwischen den kompletten Fokus auf E-Fahrzeuge gelegt – einer Studie zufolge bremsen einige Hersteller den Umstieg auf E-Mobilität sogar aus. Speziell die japanischen Autobauer setzen sich demzufolge am härtesten dagegen ein. Nicht ohne Grund: Laut der Analyse sind sie am schlechtesten auf den Übergang zur E-Mobilität vorbereitet. Gerade erst kündigten Toyota, Mazda und Subaru die Entwicklung einer neuen Generation von Verbrennungsmotoren an. Aber auch Mercedes hat seine Elektro-Pläne eingedampft und verkündet, den Dieselmotor weiterentwickeln zu wollen.
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