VonSebastian Oppenheimerschließen
Aktuell verkaufen sich E-Autos schlecht. VW-Markenchef Thomas Schäfer will aber nicht von einer E-Mobilitätskrise sprechen – er sieht nur ein „Zwischentief“.
Als Autohändler aktuell Elektroautos zu verkaufen, ist kein leichtes Unterfangen: Die deutschen Kunden sind sehr zurückhaltend – im Mai brachen die Neuzulassungen von E-Autos um 30 Prozent ein. Es sind in erster Linie die hohen Preise für E-Autos nach der Streichung des Umweltbonus, die potenzielle Kunden zögern lassen. Auf die schwachen Absatzzahlen reagieren die Autobauer unterschiedlich – Mercedes beispielsweise verwarf Pläne für eine vollelektrische Generation von Baureihen ab 2028. Bei Audi dagegen hält man an der reinen E-Strategie fest, wie CEO Gernot Döllner kürzlich betonte. Bei der Konzern-Schwestermarke VW bleibt man ebenfalls voll auf Elektro-Kurs.
„Zwischentief“: VW-Markenchef Thomas Schäfer sieht das E-Auto nicht in der Krise
In einem Interview mit der Autogazette sagte VW-Markenchef Thomas Schäfer: „Es wird gerade viel Stimmung gegen die E-Mobilität gemacht.“ Dennoch sei die E-Mobilität „der einzig richtige Weg“. Er will angesichts der aktuellen Problematik auch nicht von einer Krise sprechen, sondern bezeichnet die Situation als „Zwischentief“. Den Grund für die Nachfrageschwäche sieht er nicht nur in der gestrichenen Förderung, sondern auch in den aktuell hohen Strompreisen.
Forderungen, das geplante Verbrenner-Aus zu kippen, stoßen bei Schäfer auf Ablehnung
Von Forderungen, das für 2035 geplante Verbrenner-Aus zu kippen, hält der VW-Markenchef nichts. Man habe das Modellportfolio auf die E-Mobilität ausgerichtet und massiv in Batterietechnologie investiert. Nun zu glauben, man könne „einfach auf die Pausentaste zu drücken, um dann irgendwann wieder zu starten“ sei unrealistisch. Zwar hätten in bestimmten Anwendungsfällen auch E-Fuels und Wasserstoff ihre Berechtigung – langfristig werde sich aber die Elektromobilität „klar“ durchsetzen. Er selbst sei ein großer Elektrofan: „Elektrisch fahren macht wirklich Spaß!“ Erst kürzlich hatte der rein elektrisch angetriebene VW ID.7 als erstes Auto überhaupt im ADAC-Test die Bestnote bekommen.
Top 10 Neuzulassungen: Die beliebtesten Elektroautos der Deutschen im Jahr 2023




Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Glaubt man einer kürzlich veröffentlichten Studie, so bremsen aber auch die Autohersteller selbst den Umstieg auf die E-Mobilität aus. Der Analyse zufolge setzen sich vor allem die japanischen Autobauer dagegen ein – weil sie am schlechtesten auf den Übergang zur Elektromobilät vorbereitet seien. Gerade erst kündigten die Hersteller Toyota, Mazda und Subura die Entwicklung einer ganz neuen Verbrenner-Generation an.
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