Fernweh trifft Fanliebe

Von Set-Jetting bis Konzert-Hopping: Lassen Sie sich von diesen fünf Reisetrends inspirieren

Ob Gourmeturlaub oder Flugreisen zum Konzert des Lieblingssängers: Die folgenden fünf Reisetrends nehmen einen zunehmenden Stellenwert ein.

Der Sommer rückt immer näher: Höchste Zeit, den nächsten Urlaub zu planen. Doch wo soll es hingehen: Mal wieder nach Italien an den Strand? Ein Städtetrip nach Paris? Oder nach Österreich in die Berge? Wer dieses Jahr mal etwas anderes ausprobieren möchte, kann sich von aktuellen Reisetrends inspirieren lassen. Damit wird der Urlaub garantiert nicht langweilig!

1. Set-Jetting

Haben Sie schon einmal davon geträumt, durch die Straßen von New York zu schlendern wie Carrie Bradshaw in „Sex and the City“? Oder würden Sie gerne die imposanten Locations aus „Game of Thrones“ bestaunen, die sich unter anderem in Kroatien und Island befinden? Dann ist Set-Jetting genau das richtige für Sie. Dieser Trend führt Reisende an die Drehorte und Kulissen ihrer Lieblingsfilme und -serien.

Es ist nie zu früh, um Urlaubspläne zu schmieden.

Vor Ort können Sie sich von den stimmungsvollen Schauplätzen in den Bann ziehen lassen. Ob es sich um die eleganten Kulissen aus „Bridgerton“ handelt oder um die traumhaften Strände aus „The White Lotus“: Set-Jetting ermöglicht es Reisenden, geliebte Geschichten auf eine ganz neue Weise zu erleben. In einem neuen Reisetrendreport von Expedia und der Ferienhausplattform FeWo-direkt gaben 51 Prozent der deutschen Reisenden an, bereits eine Reise zu einem Ort recherchiert oder gebucht zu haben, den sie aus einem Film oder einer Serie kennen.

2. Destination Dupes

Dabei handelt es sich um Reiseziele, die im Flair beliebten und oft überlaufenen Reisezielen ähneln. Die Zwillingsziele sind in der Regel allerdings weniger bekannt, günstiger und nicht so überfüllt. Sie bieten Reisenden die Möglichkeit, ein ähnliches Erlebnis zu wesentlich besseren Konditionen zu haben. Auf TikTok ging der Begriff „Dupe“ – abgeleitet vom englischen Wort „Duplicate“ - ursprünglich für Kosmetika viral. Inzwischen wird der Ausdruck auch im Tourismus verwendet, um Alternativen aufzuzeigen.

Laut dem Expedia-Reisetrendreport ziehen es 53 Prozent der Deutschen in Betracht, eine Zwillingsdestination zu besuchen. 58 Prozent der Reisenden hoffen dabei, auf weniger andere Touristen zu treffen. Reisen Sie beispielsweise nach Australien, dann können Sie Sydney links liegen lassen und stattdessen Perth an der Westküste einen Besuch abstatten. In den USA ist Memphis ein attraktiver Dupe für Nashville, während Touristen in Thailand Pattaya statt Bangkok besuchen können. Auch für beliebte europäische Reiseziele wie Venedig oder Amsterdam gibt es charmante Alternativen. Allerdings bietet es sich an, schnell zu sein: Expedia zufolge haben sich die Suchanfragen für einige dieser Destination Dupes innerhalb nur eines Jahres mehr als verdoppelt.

Fünf Sehnsuchtsorte auf der Welt und fünf ähnliche deutsche Alternativen

Blick vom Bright Angel Trail auf den Grand Canyon.
Beginnen wir unsere Reise in Arizona im Südwesten der USA. Hier liegt der weltbekannte Grand Canyon, der Jahr für Jahr Millionen von Besuchern begeistert. Seit Urzeiten gräbt sich der Colorado River hier in den Stein und hat so das Naturwunder erschaffen. © Steven Love/Imago
Die Breitachklamm bei Oberstdorf im Allgäu.
Ganz so bombastisch wie der Grand Canyon ist die Breitachklamm im Allgäu vielleicht nicht. Trotzdem können Besucher hier die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas erkunden. Auch hier hat sich ein Fluss – die Breitach – über Jahrtausende in den Fels gegraben. Vor allem die Enge der Breitachklamm beeindruckt jährlich rund 300.000 Besucher.  © Norbert Neetz/Imago
Kamele mit bunten Decken lagern vor den Pyramiden von Gizeh.
Jünger als Grand Canyon und Breitachklamm, aber doch älter als alle anderen Einträge dieser Liste: die Pyramiden von Gizeh. Vor über 4.000 Jahren wurden sie zu Ehren verschiedener Pharaonen erbaut. Jahr für Jahr strömen Touristenmassen in die Nachbarstadt von Kairo, um das letzte noch existierende antike Weltwunder mit eigenen Augen zu bestaunen.  © Franz Neumeier/Imago
Das Mausoleum des Grafen Ernst zu Münster im Herbst.
Auch in Deutschland gibt es Mausoleen. Am nächsten an die ägyptischen Pyramiden kommt das Mausoleum des Grafen Ernst zu Münster bei Hildesheim in Niedersachsen. Es wurde 1839 vom Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves errichtet. Mit elf Metern Höhe reicht es zwar nicht ganz an die Pyramiden in Gizeh ran, doch für Pyramidenfans lohnt sich trotzdem ein Besuch.  © Julian Stratenschulte/dpa
Schwere Regenwolken über dem Sydney Opera House.
Das Opernhaus in Sydney steht wie kein anderes Gebäude für Australien. Wem kribbelt es bei diesem Anblick nicht unter der Haut, mal an das andere Ende der Welt zu fliegen und das Traumreiseziel zu erkunden? © Marica van der Meer/Imago
Die Elbphilharmonie in Hamburg.
Wie das Opernhaus in die Bucht von Sydney ragt die Elbphilharmonie in die Elbe hinein und ist der jüngste Eintrag auf dieser Liste. Erst 2016 fertiggestellt, hat sie sich in weniger als 10 Jahren schon zu einem Wahrzeichen Hamburgs etabliert und zieht gemeinsam mit der Speicherstadt viele Touristen an.  © Shotshop/Imago
Blick auf das Kolosseum, durch das die Sonne scheint.
Das Kolosseum in Rom steht an dieser Stelle für die unzähligen antiken Sehenswürdigkeiten der italienischen Hauptstadt. Natürlich gehört Roms Altstadt zum Unesco-Weltkulturerbe. Überhaupt liegen in Italien mit 59 Weltkulturerbestätten mehr als in jedem anderen Land der Erde. © Scott Martin/Imago
Die Porta Nigra in Trier.
Die Altstadt von Trier gehört ebenfalls zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Porta Nigra im Bild sowie das Amphitheater, Thermen, Römerbrücke, Kirchen und Basilika begeistern jährlich zahllose Fans der Antike. Falls Rom etwas weit erscheint, warum nicht mal nach Trier fahren? © Gerald Abele/Imago
Die Skyline von New York von der Freiheitsstatue aus gesehen.
Wir haben diese Liste in den USA begonnen und beenden sie in den USA. Die Wolkenkratzer Manhattans sind vielleicht nicht mehr die höchsten der Welt, trotzdem beeindruckt New York City mit einer einzigartigen Atmosphäre. Von der Freiheitsstatue bis zum Empire State Building sind viele Gebäude weltbekannt und verzaubern seit Generationen Touristen.  © Pond5 Images/Imago
Die Frankfurter Skyline bei Sonnenuntergang.
Wer bei Manhattan noch ein ‚i‘ einfügt, landet bei Mainhattan, dem Spitznamen der Stadt Frankfurt am Main. 18 der 19 höchsten Wolkenkratzer Deutschlands stehen in der hessischen Metropole. Commerzbank, Messeturm, die neue EZB und viele weitere Hochhäuser sorgen in Frankfurt für das ultimative Großstadtdschungel-Gefühl. Und das Beste: Man muss nicht den Atlantik überqueren, um Frankfurt zu besuchen.  © Florian Gaul/Imago

3. Nachhaltiges Reisen

In Zeiten von Klimawandel und Umweltverschmutzung nimmt Nachhaltigkeit einen großen Stellenwert ein – auch beim Reisen. Dem aktuellen Trendbericht von Booking.com zufolge wünschen sich über die Hälfte der befragten 27.000 Personen (53 Prozent) eine Unterkunft, die neben Komfort auch innovative Nachhaltigkeit bietet. Deshalb ist bei ausgewählten Unterkünften auf der Online-Plattform nun ein Nachhaltigkeits-Abzeichen zu finden. Vor Ort sollten der Umwelt zuliebe vor allem öffentliche Verkehrsmittel statt Mietwagen benutzt werden.

4. Konzert-Hopping

2023 stellte Taylor Swift mit ihrer „Eras“-Tour einen Rekord auf: Innerhalb eines Jahres erzielte der Pop-Superstar einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Auch Beyoncés „Renaissance“-Tour war ein großer Hit. Das passt zu dem zunehmendem Trend, für Konzerte bzw. Festivals in andere Städte oder Länder zu reisen. Der Reisetrends-Report 2024 von Skyscanner ergab: „Mehr als ein Drittel der deutschen Reisenden (35 Prozent) würde einen Kurzstreckenflug buchen, um die LieblingskünstlerInnen live zu sehen, wenn sie dadurch Geld sparen können.“

Die Expedia-Umfrage kam zu einem ähnlichen Ergebnis: „15 Prozent würden auch in ein anderes Land reisen, um einen bestimmten Künstler oder eine bestimmte Künstlerin live zu erleben, 5 Prozent sogar auf einen anderen Kontinent.“ Auch die billigeren Ticketpreise in anderen Städten sind oft ein Grund für Konzert-Hopping.

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5. Kulinarische Entdeckungsreisen

Für viele Reisende ist der Urlaub die Zeit, in der endlich ohne Reue oder schlechtes Gewissen geschlemmt werden darf. Manche planen sogar den gesamten Trip rund um kulinarische Erlebnisse. Laut der Skyscanner-Umfrage ist das bei rund der Hälfte der befragten Personen der Fall. 78 Prozent der Reisenden wünschen sich, neue Aromen und Gerichte kennenzulernen. Aus diesem Grund gibt es immer mehr kulinarische Touren oder Stadtführungen, die einen leckeren Einblick in die einheimische Küche geben.

Rubriklistenbild: ©  Fokke Baarssen/IMAGO

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