Nominierungen veröffentlicht

Eintracht Frankfurt verzichtet in der Conference League auf zwei Nationalspieler

  • schließen

Im Kader von Eintracht Frankfurt für die Gruppenphase der Conference League fehlen mit Philipp Max und Lucas Alario gleich zwei prominente Namen.

Frankfurt – Mit dem Sieg über Levski Sofia in der vergangenen Woche feierte Eintracht Frankfurt den erfolgreichen Einzug in die Gruppenphase der Conference League. Nun gab der Klub die Nominierungen für den Wettbewerb bekannt und sorgt damit für zwei Überraschungen. Der frühere deutsche Nationalspieler Philipp Max fehlt genauso im Aufgebot wie der neunfache argentinische Nationalstürmer Lucas Alario.

Eintracht Frankfurt
Gründung:8. März 1899
Deutscher Meister:1x

Chandler und Nkounkou erhalten den Vorzug vor Max

Beide Nicht-Nominierungen von Eintracht Frankfurt sind auf den ersten Blick eine Überraschung. Philipp Max wurde nach seiner halbjährigen Leihe erst im Sommer für zwei Millionen Euro fest verpflichtet und gehört zum Stamm der SGE-Elf. Die Leistungen des linken Schienenspielers waren zu Saisonbeginn etwas ernüchternd. Dazu sorgt Neuzugang Niels Nkounkou, der gleich bei seinem Debüt gegen Köln ein Tor erzielen konnte, für große Konkurrenz auf der linken Seite.

Das Trainerteam setzt dazu auf den flexiblen Junior Ebimbe, der sowohl im zentralen Mittelfeld als auch auf den beiden Außenpositionen eingesetzt werden kann. Auch der nominierte Jens Petter Hauge kann mehrere Positionen besetzen – unter anderem die linke Schienenposition. Max ist ausschließlich für die linke Seite eine Option. Außerdem erhielt Timothy Chandler den Vorzug. Der 33-Jährige profitiert dabei wiederum von den UEFA-Regularien.

Philipp Max wird in der Gruppenphase der Conference League nicht für Eintracht Frankfurt auflaufen. Der Linksverteidiger ist zu unflexibel.

Eintracht Frankfurt stehen in der Conference League nur zwei Stürmer zur Verfügung

Demnach müssen sich in dem 25-Mann-starken Kader von Eintracht Frankfurt mindestens acht „lokale Spieler“ befinden. Das heißt, mindestens vier Profis müssen dabei von der SGE selbst ausgebildet worden sein. Vier weitere Akteure können auch von anderen deutschen Vereinen geformt worden sein, um als lokale Spieler zu gelten. Durch die Nominierung von Chandler mussten die Frankfurter mit Mehdi Loune, Harpreet Ghotra und Dario Gebuhr nur drei Kaderplätze durch Youngster aus der Regionalliga besetzen.

Mit der Nicht-Nominierung von Lucas Alario, der sich aktuell im Aufbautraining befindet, gehen die Frankfurter indes nur mit zwei nominellen Stürmern in den internationalen Wettbewerb. Nach den Abgängen von Randal Kolo Muani zu PSG und der Borré-Leihe zu Werder Bremen kommen für diese Rolle lediglich Jessic Ngankam und Omar Marmoush infrage. Der junge Angreifer Nacho Ferri aus der Frankfurter Regionalliga-Mannschaft erfüllt wiederum die Bedingungen für eine Nominierung über die sogenannte B-Liste, die vor jedem Spieltag in der Conference League angepasst werden kann. Der Spanier stünde demnach als dritter Stürmer zur Verfügung. Ob das Trainerteam um Dino Toppmöller dem Stürmer jedoch einen Platz auf der Bank zusprechen wird, ist unklar. (jsk)

Rubriklistenbild: © imago/Berm

Kommentare