DSV-Ass kassiert Hasskommentare – Biathlon-Legende zeigt kein Mitgefühl: „Amateurhaft“
VonKorbinian Kothny
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Vanessa Voigt muss bei der Biathlon-WM Hasskommentare über sich ergehen lassen. Von Legende Ole Einar Björndalen bekommt sie dafür wenig Mitgefühl.
Nove Mesto – Trotz guter Schießleistungen verpasste Vanessa Voigt mit Justus Strelow am Donnerstag eine Medaille in der Single-Mixed-Staffel. Die deutschen Biathleten hatten mal wieder mit Materialproblemen zu kämpfen. Die Stimmung im DSV-Team ist nach den Medaillen von Janina Hettich-Walz und Benedikt Doll im Einzel trotzdem deutlich besser als noch in Woche eins.
Voigt berichtet nach enttäuschenden Leistungen von Hasskommentaren
Gerade Voigt zeigte sich nach den ersten Rennen besonders emotional. Nach der Verfolgung hatte die 26-Jährige noch mit Tränen der Enttäuschung zu kämpfen, nur um zwei Tage später nach dem erfolgreichen Einzel Freudentränen zu vergießen.
Die deutsche Biathletin wurde nach dem verpatztem Auftakt zudem mit Hasskommentaren im Internet überschüttet. Voigt nahm das durchaus mit. „Ich brauche gerade eigentlich nur eine Umarmung und ein paar nette Worte und auf jeden Fall keine Nachrichten, die mich vielleicht noch mehr auf den Boden der Tatsachen drücken“, sagte die 26-Jährige im Podcast der „ARD-Sportschau“.
Biathlon-Legende Björndalen hat kein Mitgefühl mit Voigt
Von Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen erhielt die Deutsche nun dafür relativ wenig Mitgefühl. Beim dänischen Fernsehsender TV2 sagte der Norweger: „Wenn man für so etwas anfällig ist, sollte man diese Social-Media-Kanäle bei wichtigen Rennen einfach ausblenden“.
Der Rekord-Weltmeister ging sogar noch weiter und kritisierte Voigt: „Viel Zeit am Handy und in den sozialen Netzwerken zu verbringen, ist nicht das Klügste, wenn man bei einer WM ist, wo nur Leistung zählt. Sich so von negativer Kritik beeinflussen zu lassen, kommt mir sehr amateurhaft vor“.
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