BVB findet in Marktwert-Gewinner ein Musterbeispiel für die Transferplanung
VonFlorian Bajus
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Die Transferpolitik des BVB findet nicht bei allen Fans Zuspruch. Ein Spieler hat sich als Paradebeispiel für zukünftige Neuzugänge entpuppt.
Dortmund – Borussia Dortmund hat in den vergangenen Jahren einen Wandel in der Kaderplanung vollzogen. Dabei haben die Schwarzgelben erst im Winter wieder unter Beweis gestellt, dass sie in ihrer einstigen Paradedisziplin noch immer Volltreffer landen.
Neue Marktwerte: Winterneuzugang ist der größte BVB-Gewinner
Zur Erinnerung: Vor Saisonbeginn verstärkte sich der BVB mit Waldemar Anton, Serhou Guirassy, Pascal Groß, Yan Couto und Maximilian Beier. Es handelte sich überwiegend um Bundesligaspieler, von denen nur Beier dem „Shootingstar“-Status zugeordnet werden darf.
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Erfahrung war in Dortmund vermehrt das Stichwort. Deshalb kamen 2023 Ramy Bensebaini, Niclas Füllkrug und Marcel Sabitzer, 2022 waren unter anderem Niklas Süle, Sébastien Haller und Anthony Modeste verpflichtet worden.
Der größte schwarz-gelbe Gewinner des neuen Bundesliga-Marktwert-Updates von Transfermarkt.de verkörpert das Gegenteil. Er kam weder aus der höchsten deutschen Spielklasse, noch befindet er sich im besten Fußballeralter, sondern hat dieses erst vor sich. Damit reift er automatisch zum Paradebeispiel für die Transferstrategie des BVB heran.
Bei Svensson geht Kovač „das Herz auf“
Die Rede ist von Daniel Svensson. Der 23-jährige Linksverteidiger wechselte im Winter auf Leihbasis vom FC Nordsjaelland nach Dortmund, im Mai aktivierte der Bundesligist eine Kaufoption und nahm den Schweden bis 2029 unter Vertrag.
Der geschätzte Marktwert des Shootingstars ist von 5,5 Millionen Euro auf 12 Millionen Euro gestiegen. Mit dem absoluten Sprung von 6,5 Millionen Euro nimmt Svensson im Bundesliga-Ranking der Spieler mit der größten Marktwertsteigerung Platz elf ein. In relativen Zahlen ausgedrückt, ist sein Wert um satte 118,18 Prozent gestiegen.
„Bei ihm geht mir das Herz auf, ich bin glücklich und freue mich, dass es auch noch solche Spielertypen gibt, die, egal ob jung oder alt, sofort dabei sind“, schwärmte Kovač im Mai von seinem Schützling.
Svensson sei „ein sehr reflektierter, sehr intelligenter junger Mensch, der sich mit seinem Beruf so auseinandersetzt, wie ich mir das erwarte.“ Trotz seines jungen Alters sei er „vom Kopf her sehr viel weiter. Es gibt nichts, was man ihm an die Hand gibt, das er nicht sofort umsetzt“, so Kovač.
Findet Dortmund über Svensson zu alter Transfer-Stärke zurück?
Absolut Fussball, das Fußball-Portal von Home of Sports, honorierte Svenssons Entwicklung in der Rückrunde mit der Note 2,0. In zwölf von sechzehn Pflichtspielen startete der Linksverteidiger von Beginn an, ab dem 29. Bundesliga-Spieltag verpasste er keine Sekunde auf dem Rasen.
Will Dortmund im Werben um internationale Top-Talente wieder eine größere Rolle spielen, braucht es mehr Transfers der Marke Svensson. Eintracht Frankfurt gilt nach den Transfers von Randal Kolo Muani (wechselte für 95 Mio. Euro zu Paris St. Germain), Willian Pacho (wechselte für 40 Mio. Euro zu PSG) und Omar Marmoush (wechselte für 80 Mio. Euro zu Manchester City) als neuer Vorreiter in der Bundesliga – doch der BVB muss den Anspruch haben, wieder das größte Sprungbrett zu werden.