- VonNiklas Kirkschließen
Gegen Frankreich hält das DHB-Team die Begegnung bis zum Schluss spannend, hat jedoch gegen einen hochklassigen Gegner am Ende das Nachsehen.
- Handball-EM: Frankreich gegen Deutschland | 33:30 (17:15)
- In Hälfte zwei abgehängt: DHB-Team lässt im entscheidenen Moment Chancen liegen
- Der Live-Ticker der Partie zum Nachlesen
Frankreich – Deutschland 33:30 (17:15)
| Frankreich: | Bellahcene, Desbonnet – Lenne, Descat, Porte, Nahi – Tournat, Fabregas, Konan – Remili, Prandi, Richardson, Mem – N. Karabatic, Mahé, L. Karabatic |
| Deutschland: | Späth, Wolff - Dahmke, Mertens - Hanne, Heymann, Köster - Weber, Knorr, Häfner, Uscins - Steinert, Kastening - Fischer, Golla, Kohlbacher |
| 2-Minuten-Strafen: | Frankreich: 2 Deutschland: 2 |
| 7 Meter-Würfe: | Frankreich: 6/8 Deutschland: 3/4 |
| Spielort: | Berlin, Mercedes-Benz Arena |
Fazit: Das Spiel ist vorbei. Während Karabatic zum Spieler des Spiels gekürt wird, macht sich in der Berliner Arena Ernüchterung breit. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft bot über das komplette Spiel großen Kampf und einem starken Gegner Paroli. In der zweiten Hälfte kam das Team trotz eines Vier-Tore-Rückstands nochmal zurück, ließ aber in jenem Momentum zu viele Chancen ungenutzt. Somit schließt die Mannschaft die Vorrunde mit einer Niederlage und einer Hypothek für die Hauptrunde ab, was den bisher gezeigten Leistungen nicht gerecht wird. Mit vergleichbaren Leistungen wird sie ab Donnerstag jedoch eine gute Rolle bei den nächsten Aufgaben in Köln spielen können.
60. Minute: Schluss, das war es. Trotz großem Kampf verliert die deutsche Mannschaft gegen Frankreich mit 33:30.
59. Minute: Einmal mehr hat Juri Knorr heute leider kein Glück mit seinen Rückraum-Würfen. Desbonnet ist schnell unten und mit dem langen Bein zur Stelle. Die deutsche Abwehr wird jetzt alles auf eine Karte setzen.
58. Minuten: Es bleibt bei zwei, drei Toren Rückstand. Dem DHB-Team läuft die Zeit langsam davon. Jetzt scheitert auch Mertens von außen.
56. Minute: Ein Ellenbogen landet bei Köster im Gesicht, jedoch zeigen die Schiedsrichter keine Strafe an. Frankreich bekommt unterdessen den nächsten Strafwurf. Wolff kommt nicht dran und Frankreich führt mit drei Treffern.
56. Minute: Die einfach Ballverluste beim deutschen Team häufen sich. Jeder Fehler kann jetzt spielentscheidend sein. Die Franzosen nehmen nochmal eine Auszeit. Mit zwei, drei konzentrierten Aktionen könnten sie am Ziel sein.
55. Minute: Der achte Strafwurf für Frankreich, wieder Abwehr durch den Kreis. Hoffentlich wird dieses Detail am Ende nicht entscheidend.
53. Minute: Das Spiel startet mit Ballverlusten auf beiden Seiten. Auch den Franzosen ist eine gewisse Nervosität anzumerken.
52. Minute: Auszeit Deutschland. Jetzt kann die Taktik für den Schlussspurt justiert werden.
51. Minute: Wieder schlägt die Lebensversicherung der DHB-Auswahl zu. Einen Ballverlust mit anschließendem Konter beantwortet Andi Wolff mit einer spektakulären eins-gegen-eins Parade.
Deutschland gegen Frankreich: Enge Partie geht in dramatische Schlussphase
50. Minute: Aus einem vier Tore Rückstand wird erstmals wieder eine Führung! Wer hat hier in den letzten zehn Minuten den längeren Atem?
47. Minute: Knorr mit seinem dritten 7-Meter-Treffer! Die deutsche Mannschaft gleicht erstmals wieder aus!
43. Minute: Frankreich nutzt jetzt mal einen Angriff, um das Spiel zu beruhigen. Wenn die deutsche Abwehr jedoch in Position kommt, gelingt es ihr immer wieder, die französische Mannschaft zu Ballverlusten zu zwingen.
40. Minute: Nächster Ballgewinn in der Abwehr, nächster Treffer durch Kai Häfner. Die deutsche Mannschaft ist wieder auf ein Tor herangerückt!
38. Minute: Papa Häfner mit einem wichtigen Lebenszeichen. Von Halbrechts schlägt der Ball wie ein Strahl im langen Eck ein.
35. Minuten: Wahnsinn! Bei einem Tempogegenstoß passt Kastening den Ball hinter dem Rücken quer durch den Kreis auf die andere Seite, wo der deutsche Linksaußen vollendet. Ein weiterer Tempogegenstoß durch den Melsunger hat die DHB-Sieben zudem wieder auf einen Treffer herangebracht!
33. Minute: Die Mannschaft in Blau macht dagegen einen wachen Eindruck und zieht mit zwei weiteren Treffern auf 4 Tore davon.
32. Minute: Erster 7-Meter für Deutschland. Knorr, der gegen Nordmazedonien noch eine perfekte Quote erreichte, scheitert am eingewechselten Bellahcene vom THW Kiel.
31. Minute: Die Mannschaften sind zurück, es geht weiter! Erholt sich das DHB-Team von der kalten Dusche, die es vor der Pause gab?
Deutschland gegen Frankreich: Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen in Berlin!
30. Minute: Mit einem Doppelschlag setzen sich die Franzosen innerhalb von 30 Sekunden vor der Pause ab. So heißt es Halbzeit hier in Berlin. Das DHB-Team hielt lange gut mit und nimmt den Kampf kompromisslos an. Allerdings brauch das Team von Alfred Gislason für den nächsten Abschnitt andere Rezepte für die Offensive. Vor allem den Pass aus der Mitte zum Kreis haben die Franzosen erfolgreich abgeschnitten. Auf deutscher Seite überragten unterdessen wieder mal Andreas Wolff und David Späth, der auf Abruf zwei 7-Meter hielt.
27. Minute: Noch wenige Minuten in einer unfassbaren ersten Hälfte. Niemanden, der dieses Spiel verfolgt, wird eine Atempause gegönnt.
25. Minute: Endlich ein Tor für das DHB-Team. Der Melsunger Kastening verwertet einen Vorteil.
23. Minute: Späth pariert den nächsten 7-Meter! Gott sei Dank, denn eine Lösung für die offensive Ladehemmung wurde nach der Auszeit noch nicht gefunden.
22. Minute: Die erste Auszeit durch Gislason. Das DHB-Team tut sich gerade etwas schwer, die Abschlüsse zu finden. Dass es hier unentschieden steht, liegt in erster Linie an den deutschen Torhütern und einer schwierig zu knackenden französischen Abwehr.
20. Minute: Und der nächste deutsche Goalie zeigt seine Stärke. Für den dritten 7 Meter der Franzosen kommt Späth ins Tor und pariert!
18. Minute: Parade Nummer sieben von Andreas Wolff. Einige mehr werden wir wohl heute noch davon brauchen.
16. Minute: Beide Teams jetzt mit einem Spieler weniger. Es ist nach der Hälfte der ersten Halbzeit die zu erwartende intensive, enge Partie. Erfolgreiche schnelle Gegenstöße wechseln sich mit konzentrierter Defensivarbeit ab.
12. Minute: Die Überzahl ist durch eine Strafzeit gegen Steinert gewechselt. Währenddessen gehen die Franzosen erstmals in Führung.
Deutschland gegen Frankreich: Guter Auftakt der DHB-Sieben in enger Partie
9. Minute: Jetzt die erste Zeitstrafe für Frankreich. Unterdessen konnten sie mit zwei Treffern aufschließen, nachdem das deutsche Team im Block der Franzosen zweimal hängen geblieben war. Kann das DHB-Team die Überzahl ausnutzen?
7. Minute: Weiter geht es mit Wucht und Golla! Der deutsche Kreisläufer wird so heute nur schwer zu stoppen sein. Auf der anderen Seite zeigt Andi Wolff seine nächste Parade.
5. Minute: Die guten Aktionen häufen sich. Die ersten drei Angriffe der Franzosen bleiben ohne Torerfolg, die Deutschen erhöhen währenddessen auf plus drei.
3. Minute: Gegenüber scheitern die Franzosen. Ein idealer Start für die deutsche Defensive.
1. Minute: Und Knorr scheitert mit dem ersten Versuch. Im zweiten Anlauf trifft jedoch Kapitän Golla!
Anwurf: Es geht los! Die deutsche Mannschaft nimmt sich der ersten großen Aufgabe an und startet mit Ballbesitz.
Deutschland gegen Frankreich: Reifeprüfung gegen den Rekordweltmeister
Update, 20.19 Uhr: Das Teilnehmerfeld der Hauptrundengruppe 1 ist nun fast komplett. Neben Frankreich und Deutschland sind auch Ungarn, Kroatien und Island sicher dabei. Das letzte Ticket wird in parallel zu diesem Spiel in Mannheim bei der Partie Spanien gegen Österreich vergeben. Die Mannschaften sind indessen schon in der Kabine, das Warm-up ist durch und bald geht es weiter mit dem Einlauf. Wir sind pünktlich mit dem Anwurf für Sie da.
Update, 20.04 Uhr: Langsam steigt die Anspannung in der Halle. In weniger als 30 Minuten wird angeworfen. Ein Kuriosum ereignete sich beim ersten Spiel in der Berliner Arena zwischen der Schweiz und Nordmazedonien. Mehrfach musste der Hallensprecher die Fans ermahnen, keine Trillerpfeifen zu benutzen, da dies den Spielablauf störe. Auch ein Faktor für das Spiel des DHB-Teams? Pfiffe von der Tribüne gab es hier bisher nur gegen den Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz am vorgestrigen Sonntag.
Update, 19.47 Uhr: Die deutsche Mannschaft wird im Übrigen auf ihr Personal aus dem Nordmazedonien-Spiel setzen. Einzige Ausnahme: Nils Lichtlein muss abermals für den zurückgekehrten Kai Häfner Platz machen.
Update, 19.40 Uhr: Bevor es hier in weniger als einer Stunde ernst wird, ein kurzer Blick auf das, was am heutigen Spieltag noch wichtig war und wird: In Gruppe B haben die Österreicher die Chance auf den großen Coup. Mit einem Sieg im Spiel gegen Spanien wären die Österreicher weiter und würden gleichzeitig mit Spanien einen der Favoriten überraschend auf den Heimweg schicken. Außerdem jetzt auch rechnerisch sicher in Köln mit dabei: Kroatien, das sich gegen Rumänien mit 31:25 durchsetzte.
In Gruppe C werden sich unterdessen Ungarn und Island in einem vorgezogenen Hauptrundenspiel duellieren. Durch die Niederlage der Serben gegen Montenegro (29:30) ist hier bereits alles klar in der Frage, wer in die nächste Runde einzieht.
Update, 19.27 Uhr: Außerdem können wir vermelden, dass das heutige Spiel endgültig im Zeichen der kommenden Hauptrunde steht. Die Schweiz verspielt ihre letzte Chance auf ein Weiterkommen durch eine 29:27 Niederlage gegen Nordmazedonien.
Update, 19.15 Uhr: Mit bereits 75 absolvierte Duellen zählt die heutige Partie zu den Klassikern im Handball-Sport. Dabei weist die deutsche Mannschaft mit 37 Siegen, 8 Remis und 30 Niederlagen eine positive Bilanz auf. Ein paar Fakten zu den Erfolgen des heutigen Gegners: Mit sechs Weltmeistertiteln, drei goldenen Olympiamedaillen und drei EM-Siegen zählen die Franzosen zur internationalen Spitzenklasse.
Update vom 16. Januar, 18.59 Uhr: Hallo und herzlich willkommen zum Live-Ticker des heutigen Spiels. In gut 90 Minuten heißt es Frankreich gegen Deutschland in der Berliner Mercedes-Benz Arena.
Erstmeldung vom 16. Januar: Berlin – Im dritten EM-Vorrundenspiel will die deutsche Handballnationalmannschaft ihre hervorragende Leistung aus den ersten beiden Partien bestätigen und sich mit einem Sieg am Dienstag (20.30 Uhr/TV-Infos gibt es hier) gegen Frankreich, die perfekte Ausgangslage für die Zwischenrunde schaffen. Vom Ausrutscher der Franzosen gegen die Schweiz will sich das Team nicht beirren lassen.
Vor dem Spiel gegen Frankreich: Knorr fordert Mentalität, Gislason eine „riesige Leistung“
„Wir sollten Respekt haben, aber keine Angst“. So beschreibt Spielmacher Juri Knorr in der Süddeutschen Zeitung die richtige Einstellung zu Gegner Frankreich. „Das Taktische“, aber vor allem auch das „Mentale“ würden ausschlaggebend sein, wenn es für die deutschen Handballer darum geht, die hervorragende Vorrunde makellos abzuschließen. Und Knorr muss es wissen, trifft er gegen Frankreich doch gleich auf mehrere Weggefährten aus seiner Zeit beim FC Barcelona. Dika Mem, Timothey N’Guessan, Ludovic Fabregas, allesamt noch „Idole“ für den 23-jährigen.
Schnell werden mit Blick auf das „Mentale“ und den französischen Weltrekordmeister jedoch auch schmerzliche Erinnerungen wach. Januar 2023, vor gut einem Jahr als das Team von Alfred Gislason im WM-Viertelfinale gegen eben jene Franzosen antrat, versagten allzu oft die Nerven. Eine unzureichende Torausbeute bei vielen guten Chancen ließ den Traum vom Halbfinale schließlich platzen.
Für Trainer Gislason scheint das Turnier mit dem großen Prüfstein jetzt erst so richtig loszugehen. Losgelöst von den souveränen Siegen gegen die Schweiz und Nordmazedonien, aber auch vom französischen Patzer gegen die Schweiz, weiß der Isländer, dass es heute in Berlin zählt: „Wir müssen eine riesige Leistung bringen, um eine Chance zu haben“, so der 64-jährige. Alles andere spiele „gar keine Rolle“.
DHB-Gegner Frankreich: Bundesliga-Torwart rettet Punkt im zweiten Gruppenspiel
Doch auch, wenn niemand an einen nachhaltigen Leistungseinbruch bei den Franzosen glauben mag, zeigten sie im letzten Spiel ungeahnte Schwächen, vor allem in der Offensive. Konnte sich die Mannschaft um Starspieler und Urgestein Niklola Karabatic in Hälfte eins zu keinem Zeitpunkt entschlossen von den Schweizern absetzten, rettete ihnen der eingewechselte Kieler Schlussmann Samir Bellahcene mit zahlreichen Paraden in der zweiten Hälfte den Punkt. Der 28-jährige Turnierdebütant dürfte sich so für einen Starteinsatz gegen Deutschland empfohlen haben.
Dass der Druck auf die Franzosen jedoch so groß ist, dass sie um ein Weiterkommen zittern müssten, liegt wohl außerhalb des Wahrscheinlichen. Da sich die Schweizer und Frankreich im direkten Vergleich unentschieden trennten, zählt die Gesamttordifferenz für die Endplatzierung. Die Eidgenossen müssten insgesamt 23 Tore wettmachen, ihr eigenes Spiel gegen Nordmazedonien somit deutlich gewinnen und gleichzeitig auf eine herbe Niederlage der Franzosen hoffen.
Handball-EM 2024: Der deutsche Kader im Kurzporträt




Vor der Zwischenrunde der Handball-EM – Pluspunkte oder Hypothek für das Deutsche Team?
Somit wird das Duell am späten Abend wohl auch darüber entscheiden, wer die Punkte aus dem direkten Vergleich in die nächste Runde mitnehmen darf. Weiter kennt das deutsche Team dann auch endlich seine weiteren Kontrahenten. Für die Gruppe 1 sind bisher lediglich Deutschland und Ungarn fest qualifiziert.
Der DHB-Auswahl winkt somit im besten Falle der dritte Sieg im dritten Spiel, Pluspunkte für die Hauptrunde und das alles gegen einen der Hauptfavoriten auf den Turniersieg. Eine bessere mentale Vorbereitung auf die Hauptrunde in Köln kann es wohl kaum geben. Mit unserem Live-Ticker verpassen Sie keine Minute des Spiels. Anwurf ist um 20.30 Uhr. (nki)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Eibner Pressefoto/Marcel von Fehrn




