Französischer U21-Nationalspieler im Fokus

Falls Kolo Muani geht: Landsmann könnte sein Ersatz bei Eintracht Frankfurt sein

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Eintracht Frankfurt möchte wohl Elye Wahi verpflichten. Allerdings nur, wenn Stürmerstar Kolo Muani die SGE verlässt. Wahi hat ein äußerst interessantes Spielerprofil.

Frankfurt – Der Transfer-Sommer bei Eintracht Frankfurt ist heiß. Neben den aktuellen Neuzugängen Robin Koch und Mittelfeldmaschine Ellyes Skhiri haben Sportvorstand Markus Krösche und sein Team den Kader auch durch hochtalentierte Kicker wie den Ecuadorianer William Pacho und den Schweden Hugo Larsson ergänzt. Wie viele und welche weiteren Verpflichtungen anstehen, hängt vor allem von der Zukunft von Shootingstar Randal Kolo Muani ab. Ein Verbleib in Frankfurt ist ebenso unsicher wie ein möglicher Rekordabgang. Sollte der Franzose den Verein verlassen, könnte laut der französischen Sportzeitung L´Équipe Kolo Muanis Landsmann Elye Wahi von HSC Montpellier der Nachfolger werden.

Elye Wahi
Geboren:2. Januar 2003 in Courcouronnes, Frankreich
Aktueller Verein:HSC Montpeiller
Position:Stürmer

Eintracht Frankfurt gleich an zwei französischen U21-Nationalspielern interessiert

In dem Bericht heißt es, dass Eintracht Frankfurt die Fühler nach Elye Wahi ausgestreckt hat und nun versucht, den 20-Jährigen von einem Wechsel zu überzeugen. Doch auch der FC Chelsea soll großes Interesse an dem Angreifer haben.

Zuvor hatte der Präsident von HSC Montpellier, Laurent Nicollin in einem Interview mit Midi Libre bestätigt, dass „ein deutscher und ein englischer Klub“, um die Dienste des französischen U21-Nationalspielers buhlen. Zuvor berichtete die L´Équipe bereits übereinstimmend mit der Frankfurter Rundschau vom SGE-Interesse an Linksverteidiger Niels Nkounkou von AS Saint-Etienne, der ebenfalls französischer U21-Spieler ist.

Elye Wahi von HSC Montpellier verfügt über vielversprechende Eigenschaften, die ihn zu einem potenziellen Nachfolger für Eintracht Frankfurts Kolo Muani machen.

Eintracht-Ziel Wahi ragt in der Ligue 1 heraus

Frankreich ist bewiesenermaßen eine priorisierte Scoutingregion von Eintracht Frankfurt. In der letzten Spielzeit waren mit den damaligen Neuzugängen Randal Kolo Muani, Junior Ebimbe und Abwehrspieler Evan Ndicka, der jedoch mittlerweile für die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste spielt und zur AS Rom gewechselt ist, bereits drei Franzosen im Kader der SGE.

Das Interesse an Elye Wahi scheint anhand der Scoutingphilosophie eine logische Wahl der Eintracht-Verantwortlichen zu sein. Der Stürmer war vergangene Saison mit 19 Tore und sechs Vorlagen in 33 Liga-Einsätzen hinter den Ligue-1-Stars Mbappé, Lacazette, Messi und David auf Platz fünf der Scorerliste.

Elye Wahi war in der letzten Saison 19-mal für seinen Klub HSC Montpellier erfolgreich.

Wahi auf den Spuren von Eintrachts Kolo Muani?

Die Spielweise von Wahi ähnelt der von Eintracht Frankfurts Stürmerstar Kolo Muani, vor allem in der Ballbehauptung und dem effektiven Torabschluss. Anders als der SGE-Stürmer legt Wahi im Dribbling jedoch etwas mehr Wert auf seine technischen Fertigkeiten als auf Geschwindigkeit – auch wenn Wahi gleichzeitig über einen explosiven Antritt und eine herausragende Sprintfähigkeit verfügt. Daher mutet die Spielweise des jungen Profis, der im französischen Courcouronnes geboren wurde, sogar etwas spektakulärer an als die von Kolo Muani. Unter anderem erzielte Wahi in der letzten Spielzeit im Oktober gegen Olympique Lyon einen sagenhaften Treffer per Seitfallzieher. In der Rückrunde schoss Wahi gegen denselben Gegner vier Treffer. Dennoch verlor Montpellier die Partie am Ende mit 4:5.

Argumente für eine Verpflichtung lieferte der Offensivakteur in den letzten 12 Monaten zur Genüge. Nun stehen die Vereine Schlange. Lazio Rom, Union Berlin und der englische Aufsteiger Bournemouth sollen offenbar auch interessiert gewesen sein. Wahi lehnte aber wohl ab und sucht weiter nach der besten Option für seinen weiteren Karriereweg. Dazu hofft Montpellier offenbar weiterhin auf 30 Millionen Euro Ablöse. Diese Summe ist für Eintracht Frankfurt aber nur zu stemmen, wenn Kolo Muani die SGE verlässt – und selbst dann wird die Eintracht nicht wahllos mit Geld um sich werfen. Wahi könnte aber eine lohnende Investition sein. (jsk)

Rubriklistenbild: © imago/Montage

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