Eintracht Frankfurt hofft auf den Durchbruch von Stürmer Elye Wahi. Arthur Theate stimmt nicht in den Chor der Kritiker ein.
Louisville – Eintracht Frankfurt bereitet sich in den USA auf die kommende Saison vor. Arthur Theate nahm sich nach der ersten Trainingseinheit Zeit und stellte sich bei einer digitalen Pressekonferenz aus Louisville in Kentucky den Fragen der Journalisten.
Eintracht-Verteidiger Theate schützt Wahi
Der Belgier wurde vor allem bei dem Thema nach der Integration von Elye Wahi deutlich. Er hielt ein flammendes Plädoyer: „Ich würde den Aussagen, dass er noch nicht richtig integriert ist, nicht zustimmen. Jeder Spieler hat eine andere Persönlichkeit.“ Die Einbindung eines Spielers ins Teamgefüge laufe nicht immer gleichermaßen ab.
Von „Glatze gnadenlos“ bis „Imperator“: Das sind die bekanntesten Fußball-Schiedsrichter der Welt
Auch in den öffentlich zugänglichen Trainingseinheiten hinterließ der Angreifer einen unglücklichen Eindruck. Vor allem nach dem millionenschweren Abgang von Hugo Ekitiké in Richtung FC Liverpool stellt sich das Umfeld die Frage: Kann der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte noch durchstarten?
Eintacht-Stürmer Wahi fehlt das Selbstvertrauen
Wahi fehlt aktuell jegliches Selbstvertrauen. Der Franzose kommt aus einer für ihn sehr schwierigen Zeit. Er hatte innerhalb von 24 Monaten mit Montpellier, Lens, Marseille und Eintracht vier verschiedene Klubs. Wahi reiste im Winter mit einer Verletzung in Frankfurt an und zog sich nach wenigen Wochen die nächste Blessur zu.
Als Omar Marmoush im vergangenen Januar zu Manchester City wechselte, sollte Wahi dabei helfen, die gewaltige Lücke zu schließen. Ihm gelang das nicht, er blieb in 200 Einsatzminuten ohne jegliche Torbeteiligung. Das alles nagt an ihm. Vor allem Stürmer benötigen für ihren Abschluss die nötige Portion Selbstvertrauen. Dieses Selbstverständnis fehlt Wahi vollständig, daran hat auch die lange Sommerpause nichts geändert.
Bekommt er die Möglichkeit, daran zu arbeiten? Auch bei der Eintracht gibt es den Faktor Zeit nicht mehr in dem Umfang, wie noch vor einigen Jahren. Die Hessen wollen sich in der Bundesliga weiterhin im oberen Drittel etablieren und auch in der Champions League mehr als nur eine Touristen-Rolle einnehmen.
Wie fängt die Eintracht den Ekitiké-Verlust auf?
Dafür muss der Angriff nach dem Ekitiké-Verlust weiter funktionieren und die nötige Durchschlagskraft entwickeln. Für Jonathan Burkardt nahm Sportvorstand Markus Krösche deshalb auch einen Sockelbetrag von 21 Millionen Euro in die Hand und holte ihn aus Mainz. Doch reicht das Trio Burkardt, Wahi und Michy Batshuayi für den Tanz auf drei Hochzeiten in Bundesliga, DFB-Pokal und Königsklasse?
Krösche wird den Markt im Blick behalten. Aktuell sind die Preise sehr hoch, es ist viel Dampf auf dem Transfermarkt-Kessel. Die Millionen für Ekitiké füllen die Kasse, sie sollen aber nicht verschwendet werden. Ritsu Doan vom SC Freiburg soll ein Teil der Lösung werden bei der Zusammenstellung der Offensive. Auch für den Japaner könnten im Gesamtpaket bis zu 20 Millionen Euro fällig werden.
Diese Summen zeigen, in welchen Teichen die Eintracht inzwischen fischt. Auch die Hessen können sich der Dynamik bei der Preisentwicklung auf dem Transfermarkt nicht entziehen. Ein starker Wahi-Auftritt im Testkick gegen Aston Villa könnte ein Anfang dafür sein, die ersten Zweifel zu beseitigen.