Ex-Profi im exklusiven Interview

Hoeneß-Transferansage? Strunz: „Nicht der richtige Weg für den FC Bayern“

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Uli Hoeneß verursacht mit einem Statement zur Transferausrichtung des FC Bayern wohl intern Irritation. Ex-Bayern-Profi Thomas Strunz übt Kritik.

München – Knapp zwei Wochen vor Transferschluss sorgt Ehrenpräsident Uli Hoeneß mit seiner jüngsten Transferansage offenbar für Irritationen bei der sportlichen Leitung des FC Bayern. Thomas Strunz, der selbst jahrelang das Bayern-Trikot trug, ordnet die aktuelle Lage an der Säbener Straße ein.

Thomas Strunz (l.) findet die Aussagen von Uli Hoeneß (r.) „nicht förderlich“.

Der ehemalige Bayern-Profi spricht im Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, über die Transferpolitik des Rekordmeisters, Hoeneß‘ Einmischungen und die Trapattoni-Wutrede – und prognostiziert eine klare Meisterschaft für die Münchner.

Herr Strunz, Uli Hoeneß plädiert dafür, der FC Bayern sollte einen Leihspieler verpflichten. Max Eberl und Christoph Freund sollen von dieser Ansage wohl überrascht sein. Wie bewerten Sie das?
Es ist ungewöhnlich, dass der FC Bayern Spieler ausleiht. Bei Leihspielern holt man sich oft Unbekannte ins Haus – Spieler, die in der vergangenen Saison nicht performt haben. Ist das der Anspruch des FC Bayern? Ich halte Leihgeschäfte bei Vereinen auf absolutem Top-Niveau – und dazu zählt der FC Bayern definitiv – nicht für den richtigen Weg. Solche Vereine sollten vielmehr strategisch vorgehen und ihren Kader perspektivisch auf eine neue Ära vorbereiten, anstatt kurzfristig einen Kaderplatz zu besetzen.

Weltmeister, Manager-Legende, Haft – Flugzeugabsturz beendete Leben von Uli Hoeneß beinahe schon 1982

21.08.90 Hoeneß Eltern Paula und Erwin Deutschland, Ulm, 21.08.1990, Fussball, Bundesliga, Hoeneß Eltern
Uli Hoeneß kam zu Beginn des Jahres 1952 in Ulm, als Sohn von Metzgermeister Erwin Hoeneß und Ehefrau Paula zur Welt. © Pressefoto Rudel/Imago
Uli und Dieter Hoeneß
Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Dieter Hoeneß startete Ulis Fußballkarriere in der Jugendabteilung des VfB Ulm. © Pressefoto/Baumann
DFB-Schülerauswahl
Im Alter von 15 Jahren wird Uli Hoeneß (rechts neben dem Torwart im Bild) von der späteren Trainerlegende Udo Lattek zum Kapitän der DFB-Schülerauswahl ernannt. Dort stand er bereits mit seinem späteren Bayern-Buddy Paul Breitner auf dem Platz. Auf Lehrgängen teilten sich die beiden das Zimmer. © Fred Joch/Imago
Uli Hoeneß Ulm 1846 li gegen Hans Jürgen Wittfoth Stuttgart
Im Jahr 1967 wechselt Hoeneß vom VfB Ulm in die Jugendabteilung der TSG Ulm 1846 (heute SSV Ulm 1846), wo er schnell Fuß fasste und bereits mit 17 Jahren fester Bestandteil der Amateurliga-Mannschaft (damals dritthöchste deutsche Spielklasse) war. In der Saison 1969/70 war er mit 22 Treffern der beste Torschütze der Ulmer. Eine Empfehlung für höhere Aufgaben. © Sven Simon/Imago
FUSSBALL 1 BUNDESLIGA SAISON 1970 1971 1 SPIELTAG VfB Stuttgart 1 1 FC Bayern München 15 08 1970
Im Anschluss an diese torreiche Spielzeit klopfte der FC Bayern in Ulm an und Hoeneß unterschrieb bei den Münchnern einen Amateurvertrag. Bereits im ersten Spieltag der Bundesligasaison 1970/71 feierte der damals 18-Jährige sein Debüt gegen den VfB Stuttgart. Auch an der Isar etablierte er sich daraufhin schnell zum Stammspieler unter dem neuen Bayern-Coach – wer hätte es gedacht – Udo Lattek.  © WEREK/Imago
Hoeneß-Breitner-WG
Gemeinsam mit Hoeneß wechselte auch Breitner an die Isar. Zu Beginn ihrer Zeit in München lebten die Beiden in einer gemeinsamen WG. „Es klingt vielleicht blöd, aber der Uli und ich haben oft den Eindruck eines alten Ehepaars gemacht“, erzählte Breitner einige Jahre später. © Fred Joch/Imago
Uli Hoeneß and Gerd Müller Bayern Munich with the tyrophy European Cup Final
In München gewann Hoeneß alles, was es im Klub-Fußball zu gewinnen gab. An der Seite von Gerd Müller (links im Bild) wurde er dreimal Deutscher Meister und feierte einen Pokalsieg. Mit dem Bomber der Nation formte er eines der gefährlichsten Angriffsduos der Bundesligageschichte, das auch Europa – wortwörtlich im Sturm erobern sollte. Ganze dreimal in Folge holten sie den Europapokal der Landesmeister in die bayrische Landeshauptstadt. © Colorsport/Imago
Mannschaftsfoto BR Deutschland, Europameister 1972, hi.v.li.: Franz Beckenbauer, Bundestrainer Helmut Schön, Hans Georg
Nach seinem A-Nationalmannschafts-Debüt 1972 fuhr Hoeneß im selben Jahr auch mit zur Europameisterschaft in England. Im Finale des Turniers ließ die deutsche Mannschaft nichts anbrennen und sicherte sich mit einem 3:0-Sieg über die Sowjetunion den Titel. Hoeneß mitten drin. © Sven Simon/Imago
Weltmeister 1974 BR Deutschland
Nur zwei Jahre später folgt der größte Erfolg seiner Karriere. Bei der Heim-WM 1974 wird die Bundesrepublik zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. Im Finale bezwang man die Niederlande mit 2:1 aus deutscher Sicht. © Horstmüller/Imago
Uli Hoeneß (hinten, BR Deutschland) verschießt gegen Torwart Ivo Viktor (CSSR) - der finale Fehlschuss im Elfmeterschießen
Bei der Europameisterschaft 1976 wird Hoeneß zum tragischen Helden. Im Finale steht es nach 120 Minuten 2:2 zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei. Elfmeterschießen. Hoeneß tritt nach drei verwandelten deutschen Elfmetern als vierter Schütze an – und versenkt den Ball statt im Tor im Nachthimmel von Belgrad. Deutschland verliert. © Sven Simon/Imago
Uli Hoeneß FCN
Nach einer schweren Meniskusverletzung war Hoeneß nicht mehr der Alte und verlor letztendlich seinen Stammplatz beim FC Bayern. 1978 wechselte er auf Leihbasis zum 1. FC Nürnberg, konnte dort jedoch auch nicht an vergangene Leistungen anknüpfen. Nach seiner Rückkehr nach München musste Hoeneß schließlich seine Karriere 1979 aufgrund von irreparablen Knorpelschäden im Knie beenden – im Alter von nur 27 Jahren.  © Kicker/Liedel/Imago
FUSSBALL 1 BUNDESLIGA SAISON 1979 1980 Manager Uli Hoeness FC Bayern Muenchen sitzt am 29 05 1979
Doch mit dem Ende seiner aktiven Karriere beim FC Bayern, ging seine Zeit bei den Münchnern eigentlich gerade erst los. Noch im selben Jahr stieg Hoeneß ins Management des Vereins ein und wurde damit zum jüngsten Manager der Bundesliga-Geschichte. © WEREK/Imago
Hannover Hoeneß war mit seinem Freund dem Verleger Helmut Simmler auf dem Weg zu einem Fußballspiel
Im Winter 1982 hätte für den damals 30-jährigen Hoeneß alles vorbei sein können. Gemeinsam mit drei Freunden stürzte er mit einem Propellerflugzeug ab und konnte das Unglück als einziger Insasse der Maschine überleben. Später sagte Hoeneß, sich an, kaum etwas von dem Unfall mehr erinnern zu können. © Iocalpic/Imago
Uli Hoeneß
Hoeneß formte in seinem neuen Amt den FC Bayern, zu dem Verein, wie wir ihn heute kennen. Er orientierte sich am professionellen Merchandising in den USA und erschloss neue Märkte für die Münchner. Dies führte zum wirtschaftlichen Aufschwung des Klubs und Millioneneinnahmen. © Frinke/Imago
FUSSBALL CHAMPIONSLEAGUE FINALE SAISON 2000 2001 23 05 2001 FC Bayern München FC Valencia 6 5 n E
Unter der Leitung von Hoeneß stieg der FC Bayern zum erfolgreichsten Klub in Deutschland auf. Zwischen 1980 und 2008 feierte man an der Isar 16 deutsche Meisterschaften, neun DFB-Pokal-Siege sowie den Gewinn des Henkelpotts im Jahr 2001. © Ulmer/Imago
Cottbuser Fans begrüßen Uli Hoeneß
Auch neben dem Platz wusste Hoeneß immer wieder für Schlagzeilen zu sorgen und seinen Einfluss im deutschen Fußball geltend zu machen. So spielte er beispielsweise eine entscheidende Rolle in der „Koks-Affäre“ um Christoph Daum, indem er den öffentlichen Druck auf den damaligen Leverkusen-Coach erhöhte. © Camera 4/Imago
Uli Hoeneß FC Bayern München mit Ehefrau Susi und Tochter Sabine nach deren Geburt im Krankenhaus
Seit 1973 ist Hoeneß mit seiner Frau Susanne verheiratet, welche ihm zwei Kinder schenkte – Florian und Sabine. Ein Paar sind Uli und Susi bereits seit seinem 15. Lebensjahr. „Ich weiß, dass ich das, was ich bin, nie ohne meine Frau geworden wäre“, gesteht Hoeneß gegenüber der Bunten. © Fred Joch/Imago
Uli Hoeness in der Allianz Arena beim Bau in der Allianz Arena beim Bau Allianz Arena Anzug
Im Jahr 2001 startete der Bau der Allianz Arena, für welchen sich Hoeneß sehr eingesetzt hatte. Das 2005 eröffnete Stadion ist nun seit über 20 Jahren die Heimat des deutschen Rekordmeister. © HJS/Imago
Hoeneß Präsident
Auf der Jahreshauptversammlung 2009 wurde Hoeneß schließlich mit über 99 Prozent zum Präsidenten des FC Bayern gewählt. © MIS/Imago
Beckenbauer Hoeneß
Im Folgejahr übernahm Hoeneß auch das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden, welches zuvor Franz Beckenbauer innehatte. © Sven Simon/Imago
Lastwagen vor der Firma HOWE Wurstwaren KG Manager Uli Hoeneß FC Bayern München
Auch Abseits des Fußballs trieb Hoeneß sein Unwesen. Gemeinsam mit Werner Weiß gründete er 1985 die heutige HoWe Wurstwaren. Das Unternehmen beliefert unter anderem das Oktoberfest-Zelt von Feinkost Käfer und wird mittlerweile von Hoeneß Kindern geleitet. © Bernd Müller/Imago
Uli Hoeness bei der Steuerhinterziehungsverhandlung gegen Uli Hoeneß vor der 5 Strafkammer des Land
Im Jahr 2013 scheint Hoeneß seine Vergangenheit einzuholen. Durch Recherchen von Stern Online geriet der Bayern-Präsident unter Druck und erstattete schließlich Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung. „Am 20. März änderte sich dann mein Leben, morgens um sieben“, sagte Hoeneß später gegenüber der Zeit. An diesem Tag wurde sein Haus am Tegernsee durchsucht und Hoeneß vorläufig festgenommen. © Future Image/Imago
leerer Gefängnisflur Zellengang Zellenflur Gefängnisgang Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech
Im März 2014 wurde Hoeneß in sieben Fällen der Steuerhinterziehung über 28,5 Millionen Euro für schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Doch bereits nach Verbüßung der halben Haftzeit durfte Hoeneß die JVA Landsberg 2016 auf Bewährung verlassen. © Sven Simon/Imago
Uli HOENESS haelt einen Blumenstrauss Jahres Hauptversammlung 2016 des FC Bayern Muenchen e V Wahl
Noch im Jahr seiner Entlassung aus der JVA wird Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung erneut zum Präsident des FC Bayern gewählt. Das Amt hatte er im Laufe des Prozesses abgelegt. Bald übernahm er auch wieder den Vorsitz des Aufsichtsrates. © Sven Simon/Imago
Fussball 1.Bundesliga, FC Bayern Muenchen - FSV Mainz 05
2019 legte er seine offiziellen Ämter beim FC Bayern nieder, doch noch heute ist Hoeneß als Ehrenpräsident Dauergast auf der Ehrentribüne des Rekordmeisters. © Jan Huebner/Imago
Meisterfeier FC Bayern Muenchen auf dem Marienplatz
Am Samstagabend (02.08.2025) wurde Hoeneß laut der Bild aufgrund einer geplatzten Ader ins Krankenhaus eingeliefert. Ihm soll es den Umständen entsprechend jedoch gut gehen. Der deutschen Presseagentur zufolge hat er das Krankenhaus bereits wieder verlassen. © Sven Simon/Imago
Eröffnung Alter Botanischer Garten
Hoeneß gehört zu den einflussreichsten Persönlichkeiten in der Geschichte des deutschen Fußballs und schuf einst das Fundament für die bis heute anhaltende Dominanz des FC Bayern. Sein Lebenswerk hat ihm bei den Fans den inoffiziellen Titel als Mr. FC Bayern eingebracht. © Ulrich Wagner/Imago
Schadet es dem FC Bayern, dass Hoeneß sich immer noch öffentlich in die Diskussionen einmischt?
In der öffentlichen Wahrnehmung hat man das Gefühl, dass Max Eberl nicht das endgültige Heft des Handelns in der Hand hat. Alle Transfers kommen sehr früh an die Öffentlichkeit und werden diskutiert – das führt zu Unruhe. Aussagen von Uli Hoeneß haben ein ganz anderes Gewicht als von anderen, weil er den Verein über Jahrzehnte geprägt hat. Das ist nicht förderlich, aber als Max zum Verein kam, wusste er, worauf er sich einlässt. Und dem zufolge ist es Teil des Geschäfts, mit dem er umgehen muss.
Ein Thema, das zuletzt heiß diskutiert wurde, ist Nick Woltemade. Wie bewerten Sie, dass der VfB Stuttgart ihm die Freigabe verwehrt, er aller Voraussicht nach in diesem Sommer nicht zum FC Bayern wechselt?
Ich bin gespalten. Wenn ein Spieler die Chance hat, zu einem Top-Klub zu wechseln, ist das legitim, denn man weiß nie, was in Zukunft passiert. Aber die Vorgehensweise war schlecht. Es ist bitter für den VfB, wenn sie die Einigung durch die Zeitung erfahren. Bayern hätte diskret den aktuellen Verein kontaktieren müssen. Besonders problematisch war, dass der Berater den Aufsichtsrat attackierte – dort sitzen der CEO von Porsche, der CEO von Mercedes und Vorstände der LBBW. Das ist auf keinen Fall hilfreich. Man hätte es anders lösen können, dann wäre der Transfer wahrscheinlich über die Bühne gegangen.
Woltemade verlor zuletzt im Supercup gegen Bayern – auch weil Manuel Neuer mal wieder überragend hielt. Wenn Sie sich jetzt festlegen müssten: Steht Neuer bei der WM 2026 im DFB-Tor?
Manuel ist nach wie vor einer der besten Torhüter Europas. Mit ter Stegens Verletzung und den Unsicherheiten ist er definitiv eine Option. Er hat keine Anpassungsprobleme und muss nicht erst sechs Länderspiele bestreiten, um sich auf den WM-Druck vorzubereiten. Es ist noch zu früh, darüber zu sprechen, aber wenn er fit ist, ist er immer eine Option.
Richten wir den Blick weiter nach vorn. Welche Herausforderungen erwarten Trainer Vincent Kompany in der neuen Saison?
In München hat man den Druck, jedes Spiel gewinnen zu müssen – das ist bei anderen Top-Klubs wie Real Madrid, Barcelona, Liverpool oder Manchester City genauso. Die Meisterschaft ist das Minimum, in der Champions League ist die Benchmark mindestens das Halbfinale. Eine Niederlage in der Liga, wo Bayern wirtschaftlich deutlich über den anderen steht, ist nicht akzeptabel. Ob man in der Champions League mit dem aktuell zusammengestellten Kader und den Verletzten mithalten kann, wird man sehen. Es gibt noch einige Fragezeichen.
Was passiert in einer Kabine wie der des FC Bayern, wenn eine Legende wie Thomas Müller auf einmal nicht mehr da ist?
Das gibt Freiraum für andere Spieler, die bisher nicht so weit oben in der Hierarchie standen. Müller war eine absolute Identifikationsfigur, seine Art, mit schwierigen Situationen umzugehen, war vorbildlich. Junge Spieler wie Lennart Karl oder Tom Bischof werden sich jetzt an Kimmich, Neuer oder Kane orientieren. Es ist Aufgabe des Trainers, neue Hierarchien zu schaffen.
Lassen Sie uns zurückblicken auf einen prägenden Moment Ihrer Karriere: Wie haben Sie die Zeit nach der Wutrede von Giovanni Trapattoni überstanden?
Der Wendepunkt war ein Telefonat mit Ottmar Hitzfeld, der auf Trapattoni folgte. Ich wollte eigentlich ins Ausland, weil mir hier überall „Was erlaube Strunz?“ hinterhergerufen wurde, selbst beim Bäcker oder Metzger. Hitzfeld sagte mir: „Ich stehe hinter dir, du bist mein Mann.“ Das war der Moment, wo ich entschied, in Deutschland zu bleiben. Zwei Monate war es hart, es hat mir auch bisschen geschadet, aber am Ende bin ich Giovanni dankbar – er hat mich bekannter gemacht, als ich eh schon war (lacht).
Was war emotional schwieriger: 1999 das verlorene Champions-League-Finale auf der Bank oder 2001 der Titelgewinn ein halbes Jahr nach ihrem Abgang?
Eindeutig 1999. Ich hatte fast alle Spiele bis zum Halbfinale gespielt und ging davon aus, im Finale dabei zu sein. Dann sagte Hitzfeld einen Tag vorher: „Du hattest gegen Ryan Giggs in der Gruppenphase Probleme, deshalb spielt Markus Babbel.“ Das war natürlich richtig krass. Dann führen wir 1:0, gehen in die Nachspielzeit und es kippt – das war extrem hart. 2001 hatte ich im Januar aus eigenen Stücken aufgehört, das war nicht so schlimm.
Zum Abschluss: Am Freitag beginnt die neue Bundesliga-Saison mit der Partie Bayern gegen Leipzig (alle TV-Infos). Wer wird deutscher Meister?
Der FC Bayern. Alle anderen Mannschaften sind nicht so gefestigt. Leverkusen hat einen großen Umbruch, Dortmund muss erst beweisen, dass sie Bayern Paroli bieten können, Leipzig hat ebenfalls einen Riesenumbruch. Ich sehe keinen wirklichen Konkurrenten – Bayern kann sich nur selbst schlagen.

Interview: Adrian Kühnel

Absolut Fussball, das Fußball-Portal von Home of Sports, hat in Kooperation mit footitalia.com mit Thomas Strunz gesprochen

Das Interview mit Thomas Strunz fand in Kooperation mit footitalia.com statt.

Thomas Strunz spielte für den MSV Duisburg, den VfB Stuttgart und den FC Bayern. Er gewann fünfmal die Meisterschaft, zweimal den DFB-Pokal und wurde 1996 mit dem DFB-Team Europameister.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Fohlenfoto, IMAGO/Sven Simon

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