VonLars Pollmannschließen
Der BVB ist gegen den FC Barcelona Außenseiter. In der Startelf von Trainer Niko Kovač finden sich drei Änderungen. Auch die Taktik wird wohl angepasst.
Update vom 09. April, 19.57 Uhr: Die BVB-Aufstellung ist da und enthält durchaus Überraschungen! Jamie Gittens, Serhou Guirassy und Felix Nmecha ersetzen gegenüber dem 4:1 in Freiburg am Samstag Daniel Svensson, Maximilian Beier und den gelbgesperrten Pascal Groß. Damit deutet einiges auf eine Rückkehr zur Viererkette hin.
Die BVB-Aufstellung in Barcelona:
Kobel – Ryerson, Anton, Can, Bensebaini – Nmecha, Chukwuemeka, – Adeyemi, Brandt, Gittens – Guirassy
Darin würden Julian Ryerson und Ramy Bensebaini als Außenverteidiger mit den Zentrumsspielern Waldemar Anton und Emre Can vor Torhüter Gregor Kobel agieren. Die spielstarke Doppelsechs dürfte aus Nmecha und Carney Chukwuemeka bestehen, sofern der Engländer nicht als Zehner aufgeboten wird. Dann könnte auch Julian Brandt eine Reihe nach hinten rücken. Für die offensiven Impulse soll neben Gittens und Guirassy, beide in Freiburg als Joker erfolgreich, Karim Adeyemi sorgen.
Update vom 09. April, 08.50 Uhr: Spieltag in Barcelona! Borussia Dortmund ist am Abend (21 Uhr, alle TV-Infos) beim FC Barcelona der Außenseiter, „aber das macht die Sache für den Gegner nicht leichter“, wie Niko Kovač in der UEFA-Pressekonferenz erklärte. „Wir sind selbstbewusst und haben allen Grund dazu“, so der Trainer des BVB.
Personell kann Kovač abgesehen von den Verletzten Marcel Sabitzer und Nico Schlotterbeck sowie dem gesperrten Pascal Groß „aus dem Vollen schöpfen“, auch die angeschlagenen Ramy Bensebaini und Niklas Süle stehen zur Verfügung. Wie üblich wollte sich der Chefcoach am Vorabend des Viertelfinal-Hinspiels aber keine Details zur Startelf entlocken lassen.
Die spannendste Frage lautet wohl, ob Carney Chukwuemeka nach seinem starken Startelf-Debüt beim SC Freiburg erneut das Mandat erhält. „Ich glaube, dass er in der Lage ist, das Spiel von Beginn an zu machen. Ob er es machen wird, werde ich nicht verraten. Er ist ein Spieler, der uns mit seiner Qualität helfen wird. Von Beginn an oder später, das werden wir sehen“, sagte Kovač.
Erstmeldung vom 08. April: Barcelona – Borussia Dortmund steht in der Champions League vor einer Herkulesaufgabe!
Der BVB bekommt es im Viertelfinale mit dem FC Barcelona zu tun. Im Hinspiel am Mittwochabend geht es im Olympiastadion auf dem Berg Montjuïc um eine möglichst gute Ausgangslage. Dass das Camp Nou, die legendäre Heimspielstätte der Katalanen, noch immer im Umbau ist, mag dem BVB in die Karten spielen.
Die Gäste aus der Bundesliga werden über jeden Strohhalm froh sein, an den sie sich klammern können. Die Vorzeichen sprechen schließlich eine eindeutige Sprache zugunsten des Gegners. Unter Trainer Hansi Flick hat Barça die Chance aufs Triple, stellt die torgefährlichste Offensive in ganz Europa.
Schlotterbeck fehlt dem BVB Monate, Groß ist gelbgesperrt
Umso härter traf den BVB die Nachricht der schweren Knieverletzung von Nico Schlotterbeck: Der Abwehrstar kann nach Klubangaben diese Saison kein Pflichtspiel mehr absolvieren und fehlt damit logischerweise auch in Barcelona. Neben Schlotterbeck und dem ebenfalls länger verletzten Marcel Sabitzer muss Trainer Niko Kovač auch den gelbgesperrten Pascal Groß aus seinen Plänen für das Hinspiel streichen.
Am Dienstag gab es aber auch positive Nachrichten für Dortmund: Die zuletzt angeschlagenen Ramy Bensebaini und Niklas Süle nahmen am Abschlusstraining vor der Abreise nach Spanien teil. Bensebaini war beim 4:1-Sieg in Freiburg mit Hüftproblemen ausgewechselt worden, Süle wegen eines schmerzhaften Hämatoms am Beckenkamm nicht mit in den Breisgau geflogen.
Özcan oder Nmecha: Welchen Akzent will der BVB im Mittelfeld setzen?
Den Trip nach Barcelona haben beide Verteidiger angetreten. Wie schon in Freiburg, wo Schlotterbeck gelbgesperrt fehlte, dürfte Bensebaini als linkes Glied der Dreierkette dessen Position einnehmen.
Für die Position von Groß im Mittelfeld bieten sich mehrere Optionen: Salih Özcan wäre die zweikampfstarke, defensive Lösung; Felix Nmecha, der in Freiburg nach über zwei Monaten Verletzungspause von der Bank sein Comeback gab, die spielstarke Variante. Ob Nmecha schon in der Lage ist, von Beginn zu spielen, ist allerdings fraglich.
Offen auch, ob Carney Chukwuemeka zwei Startelfeinsätze binnen weniger Tage im Tank hat. Chukwuemeka war gegen den Sportclub der überragende BVB-Akteur, hatte zuvor für den Klub aber nur Joker-Einsätze absolviert. Kovač wird den Engländer nicht verheizen wollen, das Momentum ist jedoch auf Seite des Leihspielers vom FC Chelsea.
Die voraussichtliche BVB-Aufstellung in Barcelona
Kobel – Anton, Can, Bensebaini – Ryerson, Brandt, Özcan (Nmecha), Svensson – Chukwuemeka – Guirassy, Adeyemi (Beier)
In der Offensive bietet sich dem BVB plötzlich eine Art Luxusproblem: Karim Adeyemi und Maximilian Beier haben als Doppelspitze hervorragend funktioniert, Serhou Guirassy ist aber über alle Zweifel erhaben. Für den Guineer spricht auch, dass er in der Ligaphase gegen Barça einen Doppelpack schnürte.
Wahrscheinlich scheint daher, dass Guirassy Adeyemi oder Beier verdrängt, derjenige als Einwechsel-Option für Schwung sorgen soll. Theoretisch könnten Adeyemi und Beier auch einen Flügel bearbeiten, das aber wäre eine sehr offensive Ausrichtung – vermutlich zu offensiv für das schwere Auswärtsspiel in Barcelona.
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