VonChristoph Klauckeschließen
Schwere Stürze im Riesenslalom der Damen. Ski-Superstar Petra Vlhova schlägt mit Rücken und Kopf auf und wird mit dem Rettungsschlitten abtransportiert – ihre Saison ist beendet.
Update vom 20. Januar, 15.59 Uhr: Die schlimmen Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Ski-Superstar Petra Vlhova hat sich bei ihrem Sturz schwer verletzt. Die Olympiasiegerin zog sich bei ihrem Heim-Weltcup im slowakischen Jasna im ersten Riesenslalom-Durchgang einen Bänderriss im rechten Knie zu, ihre Saison ist damit vorzeitig beendet. Das bestätigte ihr Trainer Mauro Pini.
„Ich werde dafür kämpfen, so schnell wie möglich wieder zurückzukehren“, sagte Vlhova. In den nächsten Tagen soll über eine Operation entschieden werden. Das Rennen gewann übrigens die Schwedin Sara Hector vor Mikaela Shiffrin und Alice Robinson.
Ski-Superstar verletzt sich bei schwerem Sturz im Heimrennen
Erstmeldung: Jasna – „Alle verstummen, die Party ist vorbei“, sagte ARD-Kommentator Tobias Barnerssoi beim Riesenslalom im slowakischen Jasna. Wieder mal gab es mehrere schwere Stürze im Ski-Weltcup. Diesmal erwischte es mit Petra Vlhova eine der besten Skifahrerinnen der letzten Jahre – ausgerechnet in ihrem Heimrennen in der Slowakei hat sich die Slalom-Olympiasiegerin verletzt.
Petra Vlhova bei Riesenslalom in Jasna schwer gestürzt
Vlhova leistete sich im ersten Durchgang schon am neunten Tor einen folgenschweren Innenskifehler. Die 28-Jährige schlug mit Rücken und Kopf auf und landete unglücklich im Fangzaun. Danach griff sich Vlhova ans Knie.
Im Zielraum, wo Tausende Fans eine Party für ihre Heldin feiern wollten, herrschte plötzlich gespenstische Stille. Das Rennen musste unterbrochen werden. „Wirklich schade, dramatisch für die große Ski-Party in Jasna“, sagte ARD-Kommentator Tobias Barnerssoi. Derweil wurde es bei der Kitzbühel-Abfahrt mit Tränen nach Thomas Dreßens letztem Lauf ebenfalls emotional.
„Die Party ist vorbei“: Ski-Superstar verletzt sich bei schwerem Sturz im Heimrennen
Vlhova musste an der Strecke in den Karpaten behandelt werden und wurde per Ackja, dem Rettungsschlitten, abtransportiert und ins Tal gebracht. Dort winkte die 31-malige Weltcup-Siegerin unter Schmerzen dem Heimpublikum zu.
„Hier wird sie quasi durch ein Spalier der eigenen Fans abtransportiert, wie dramatisch ist das für sie. Das ist so bitter!“, fühlte Kommentator Barnerssoi mit, der später anmerkte: „Alle sind geschockt, irgendwie ganz komische Stimmung in Jasna.“ Bereits vor einer Woche ereignete sich ein Verletzungs-Drama in Wengen: ZDF-Kommentator und Experte Büchel tobten vor Wut.
Die 18 erfolgreichsten deutschen Wintersportler des neuen Jahrtausends




Ski-Superstar Vlhova verletzt sich im Heimrennen – ins Krankenhaus abtransportiert
Wie Vlhovas Team mitteilte, wurde sie ins Krankenhaus gebracht für Untersuchungen: „Aufgrund des Sturzes in der ersten Runde des Riesenslaloms beim Weltcup in Jasna wurde Petra ins Krankenhaus transportiert, sie wurde stabilisiert. Derzeit unterzieht sich Petra medizinischen Untersuchungen.“ Eine genaue Diagnose stand zunächst aus.
Zahlreiche weitere Top-Athletinnen hatten große Probleme mit der Strecke „Lukova 2“ in der niederen Tatra, es ergaben sich teilweise grotesk anmutende Rückstände. Die Italienerin Federica Brignone scheiterte mit Startnummer 1. Einzig die Schwedin Sara Hector, Olympiasiegerin von Peking, kam mit den Verhältnissen richtig gut zurecht. Sie liegt vor dem Finale (13.00 Uhr) bereits eine Sekunde vor US-Superstar Mikaela Shiffrin, die bei ihrem letzten Slalom-Sieg Tränen vergoss. Dritte ist Alice Robinson (Neuseeland/+1,05).
ORF-Kamerafahrerin offenbar gestürzt
Wegen des Sturzes eines Vorläufers hatte das Rennen mit Verspätung begonnen. Auch die ehemalige Weltklasseathletin Nicole Hosp (Österreich), für das ORF als Kamerafahrerin unterwegs, soll gestürzt sein. Nach Angaben ihres Senders habe auch sie sich verletzt. In der vergangenen Woche gab es große Schlagzeilen um Aleksander Aamodt Kilde und seinen Horror-Sturz, dazu gab es eine Gänsehaut-Botschaft einer Ski-Legende.
Rubriklistenbild: © Pier Marco Tacca/dpa

