Offensiv-Zweikampf sorgt für Spannung bei Eintracht
VonChristopher Michel
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Eintracht Frankfurt präsentiert offensive Stärke: Der Konkurrenzkampf auf dem Flügel ist besonders ausgeprägt. Zwei Talente kämpfen um die Startelfnominierung.
Frankfurt –Jean-Matteo Bahoya hatte einen überragenden Start in die neue Saison. Der linke Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt eröffnete die Saison im DFB-Pokal beim FV Engers (5:0). Es folgte ein Doppelpack gegen den SV Werder Bremen (5:1) und eine tolle Vorlage bei der TSG Hoffenheim (3:1). Der 20-Jährige arbeitet fleißig an seinem endgültigen Durchbruch.
Ansgar Knauff, in der Endphase der Vorsaison bei der SGE kaum zu ersetzen, nahm bislang in fünf von sechs Pflichtspielen zunächst auf der Bank Platz. Auf der rechten Seite ist 21-Millionen-Euro-Neuzugang Ritsu Doan gesetzt. Und auf dem linken Flügel hatte sich Bahoya zu Beginn einen Vorsprung erarbeitet. Doch Knauff ist kein Akteur, der so schnell aufgibt.
Bahoya und Knauff duellieren sich auf dem Eintracht-Flügel
Der Europa-League-Held traf als Joker gegen Bremen und hinterließ bei seinem Startelfeinsatz gegen Galatasaray Istanbul (5:1) in der Champions League einen sehr guten Eindruck. Knauff leitete den vierten Treffer ein und traf selbst noch einmal. Toppmöller erklärte: „Matteo hätte auch gegen Galatasaray im Team bleiben können. Aber jetzt war der Moment da, den Konkurrenzkampf anzuheizen.“
Der Zweikampf, so der Coach weiter, sei eröffnet. Bahoya und Knauff hätten in der Woche vor dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach gut trainiert: „Wir haben die Qual der Wahl!“ Auch Doan wird bei diesem Pensum nicht jede Partie bestreiten können. Knauff jedenfalls ist aus mehreren Gründen regelmäßig gefragt.
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Der 23-Jährige bringt viele positive Eigenschaften mit. Knauff ist voller Energie, er hat Tempo, Erfahrung, Drang nach vorne und ist fleißig in der Defensivarbeit. Damit macht der gebürtige Göttinger, der 2023 fest von Borussia Dortmund zur Eintracht wechselte, seine technischen Defizite wett. Knauff lässt stets sein Herz auf dem Platz.
Bahoya ist der technisch feinere Akteur. Er liebt es, vom Flügel nach innen zu ziehen und dann seine Flanken in die Mitte zu bringen. Bahoya hat zudem enorme Geschwindigkeit (stellte den Bundesligarekord mit über 37 km/h auf), er schleicht sich immer wieder an den zweiten Pfosten und schließt dann eiskalt ab. Elf Scorerpunkte in 1.844 Minuten sind eine gute Quote für das große Talent.
Die Eintracht wird beim Tanz auf drei Hochzeiten jede Kraft benötigen. Toppmöller kann Woche für Woche entscheiden, welche Qualitäten besser zum jeweiligen Konkurrenten passen. Er ließ sich vor dem Traditionsduell bei der Borussia nicht in die Karten blicken. Bahoya und Knauff jedenfalls scharren mit den Hufen und lassen in diesem spannenden Zweikampf nicht nach.