Spiele in Tokio als Vorbild

Olympia 2024: DOSB erklärt Medaillenziel für Paris

  • schließen

Ab Ende Juli kämpfen deutsche Athletinnen und Athleten bei Olympia um Edelmetall. Der DOSB formuliert für die Spiele in Paris dabei ein Minimalziel.

Frankfurt – „Dabei sein ist alles“, so lautet das alte olympische Motto. Abseits dieses ehrenwerten Gedanken spielen jedoch der Ehrgeiz der teilnehmenden Athleten mit in die Wettbewerbe hinein, wenn es bei den olympischen Spielen in Paris um die Podestplätze gehen wird. Einen solchen Ehrgeiz erhofft sich auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) von seiner Delegation und formuliert offen die Erwartungen für den Medaillenspiegel.

Olympia 2024 – Viel Aufsehen um Themen abseits der Arenen

Rund zwei Monate vor den Spielen sollen die sportlichen Schlagzeilen in den Fokus rücken. Zu Jahresbeginn trübten Meldungen über die Ermittlungen gegen den Olympia-OK-Chef Estanguet oder die Doping-Affäre um die deutsche Läuferin Sara Benfares das Bild der Spiele im In- und Ausland merklich ein.

Genau wie für die kommende Fußball-EM, bleibt zudem auch bei den Organisatoren in Frankreich das Thema Sicherheit ein Dauerbrenner.

Erhofft sich erfolgreiche Spiele aus deutscher Sicht: DOSB-Chef Torsten Burmester

DOSB blickt auf Olympia 2024 und will „unter die Top 10“

Mit Blick auf die Wettbewerbe will der DOSB jedoch stets positiv und ambitioniert in Richtung Paris blicken. Auf die Frage nach der Erwartungshaltung für den Medaillenspiegel hat Torsten Burmester jetzt ein Minimalziel formuliert. „Wir haben Platz neun zu verteidigen, waren unter den Top 10. Und da wollen wir bleiben“ sagte der Vorstandsvorsitzende des DOSB dem SID am Dienstagabend (28. Mai).

Für diesen neunten Platz holten die deutschen Sportlerinnen und Sportler bei den letzten Spielen in Tokio insgesamt 37 Medaillen (zehnmal Gold, elfmal Silber, 16-mal Bronze). Die gleiche Ausbeute erhofft sich der 61-Jährige „hoffentlich auch in Paris“. In Tokio entfiel ein großer Teil der Edelmetalle auf die Disziplinen Reiten, Leichtathletik, Kanu, Radsport und Kanuslalom.

Die 15 erfolgreichsten deutschen Sommer-Olympioniken aller Zeiten

Hermann Weingärtner bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen an den Ringen. Er konnte insgesamt drei Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille gewinnen.
Hermann Weingärtner bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen an den Ringen. Der Turner konnte insgesamt drei Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille gewinnen. © imago sportfotodienst
Andrea Pollack (hi.) bei den Olympischen Spielen in Moskau 1980. Die Schwimmerin holte in ihrer Karriere dreimal Gold und dreimal Silber.
Andrea Pollack (hi.) bei den Olympischen Spielen in Moskau 1980. Die Schwimmerin holte in ihrer Karriere dreimal Gold und dreimal Silber. © via www.imago-images.de
Dressurreiterin Nicole Uphoff sammelte bei Olympia vier Goldmedaillen ein.
Dressurreiterin Nicole Uphoff sammelte bei Olympia vier Goldmedaillen ein.  © imago sportfotodienst
Leichtathletin Bärbel Wöckel holte vier Goldmedaillen im 200-Meter-Lauf sowie in der 4-mal-100-Meter-Staffel.
Leichtathletin Bärbel Wöckel (r.) holte vier Goldmedaillen im 200-Meter-Lauf sowie in der 4-mal-100-Meter-Staffel.  © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Turner Carl Schuhmann bei den ersten Olympischen Sommerspielen der Neuzeit in Athen 1896. Insgesamt heimste er vier Goldmedaillen ein.
Turner Carl Schuhmann bei den ersten Olympischen Sommerspielen der Neuzeit in Athen 1896. Insgesamt heimste er vier Goldmedaillen ein. © imago sportfotodienst
Die deutsche Ruderin Kathrin Boron (l.) holte viermal Gold und einmal Bronze bei Olympia.
Die deutsche Ruderin Kathrin Boron (l.) holte viermal Gold und einmal Bronze bei Olympia.  © imago sportfotodienst
Springreiter Ludger Beerbaum kommt für Deutschland auf insgesamt vier Gold- und zwei Bronzemedaillen.
Springreiter Ludger Beerbaum kommt für Deutschland auf insgesamt vier Gold- und zwei Bronzemedaillen. © imago sportfotodienst
Katrin Wagner-Augustin bei den Olympischen Sommerspielen in London. Die Kanutin gewann insgesamt viermal Gold und jeweils einmal Silber und Bronze.
Katrin Wagner-Augustin bei den Olympischen Sommerspielen in London. Die Kanutin gewann insgesamt viermal Gold und jeweils einmal Silber und Bronze. © imago sportfotodienst
Schwimmer Roland Matthes gewann vier Goldmedaillen und jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen.
Schwimmer Roland Matthes gewann vier Goldmedaillen und jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen. © imago sportfotodienst
Schwimmerin Kornelia Ender holte bei Olympia insgesamt viermal Gold und viermal Silber.
Schwimmerin Kornelia Ender holte bei Olympia insgesamt viermal Gold und viermal Silber. © IMAGO / Werner Schulze
Der deutsche Springreiter Hans Günter Winkler holte bei Olympia insgesamt sieben Medaillen: Fünfmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze.
Der deutsche Springreiter Hans Günter Winkler holte bei Olympia insgesamt sieben Medaillen: Fünfmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. © imago sportfotodienst
Kristin Otto schwamm bereits sechsmal zu Olympia-Gold.
Kristin Otto schwamm bereits sechsmal zu Olympia-Gold.  © imago sportfotodienst
Dressur- und Vielseitigkeitsreiter Reiner Klimke konnte bei Olympia sechs Gold- und zwei Bronzemedaillen gewinnen.
Dressur- und Vielseitigkeitsreiter Reiner Klimke konnte bei Olympia sechs Gold- und zwei Bronzemedaillen gewinnen. © imago sportfotodienst, via www.imago-images.de
Dressurreiterin Isabell Werth gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Olympionikin: Sie gewann sieben Gold- und fünf Silbermedaillen.
Dressurreiterin Isabell Werth gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Olympioniken: Sie gewann sieben Gold- und fünf Silbermedaillen.  © IMAGO/Pontus Lundahl/TT
Kanutin Birgit Fischer ist die erfolgreichste deutsche Olympionikin mit insgesamt zwölf Medaillen: Achtmal Gold und viermal Silber.
Kanutin Birgit Fischer ist die erfolgreichste deutsche Olympionikin mit insgesamt zwölf Medaillen: Achtmal Gold und viermal Silber.  © imago sportfotodienst

DOSB-Delegation in Paris: noch nicht alle Qualifikationsentscheidungen getroffen

Für das Erreichen der Ziele will der DOSB zudem mit einer möglichst großen Delegation in Paris antreten. Noch sind jedoch nicht alle Plätze im deutschen Team besetzt, da etwa bei den Teamsportarten wie Beach-Volleyball und Volleyball noch Qualifikationsentscheide ausstehen. „Um die 300 Athletinnen und Athleten sind qualifiziert“, so Burmeister.

Die gesamte Mannschaftsstärke soll am Ende nach Möglichkeit bei 400 bis 420 Teilnehmenden liegen. „Und wir wollen natürlich auch durch Leistung beeindrucken“, schließt Burmester sein Plädoyer. (nki)

Rubriklistenbild: © links: IMAGO / Steinbrenner rechts: IMAGO / ANP

Kommentare