Star kehrt zurück: Knifflige Frage beschäftigt Eintracht Frankfurt
VonChristopher Michel
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Der Konkurrenzkampf bei Eintracht Frankfurt betrifft nun auch das Tor. Kann Kevin Trapp den jungen Brasilianer Kaua Santos verdrängen?
Frankfurt – Der Trainingsplatz bei Eintracht Frankfurt füllte sich am Dienstagvormittag nur langsam. Als sich um elf Uhr schon alle Spieler versammelt hatten, kam der letzte Profi angeradelt: Kevin Trapp. Der Kapitän kehrte nach rund drei Wochen Ausfallzeit wegen einer Schienbeinverletzung ins Mannschaftstraining zurück.
Eintracht-Kapitän Trapp steht wieder auf dem Trainingsplatz
Das hohe Interesse an dieser Personalie zeigte sich sofort. Die anwesenden Journalisten und Besucher blickten auf die vier Schlussmänner des Klubs, die sich zunächst einmal fernab der Feldspieler aufwärmten.
Der Blick richtete sich vor allem auf Trapp und Senkrechtstarter Kaua Santos, der die vergangenen drei Pflichtspiele sehr überzeugend bestritten hatte. Jens Grahl und U19-Keeper Amil Siljevic komplettierten das Quartett.
Die Frage danach, ob Trapp zunächst einmal nur Teile der Übungseinheit absolvieren werde, beantwortete sich schnell mit einem klaren Nein. Der 34-Jährige war vollumfänglich fit und zeigte sich bei den Übungen gewohnt kämpferisch und motiviert. Es ist auch für ihn eine neue Situation! Trapp war es seit seiner ersten Ankunft 2012 in Frankfurt stets gewohnt, die unumstrittene Nummer eins zu sein.
Bleibt es bei der Rangfolge? Oder hat sich Santos vor ihn geschoben?
Eintracht-Talent Santos akzeptiert die Reservistenrolle nur noch bis Sommer
Eine gewisse Spannung lag in der beinahe zwei Stunden andauernden Einheit in der Luft. Santos hat sich weg entwickelt von der Nummer zwei, die geduldig auf ihre Chance wartet. Dem Brasilianer soll die Zukunft in der Mainmetropole gehören. Er hat jedoch gezeigt, dass er auch schon die Gegenwart des Traditionsvereins mitbestimmen könnte.
Der Weg zurück auf die Bank? Den würde der 21-Jährige nur noch bis zum kommenden Sommer akzeptieren und schon jetzt nur noch schwer hinnehmen. Santos hat seine Klasse unter Beweis gestellt und damit ein Statement gesetzt. Vor allem die Performance in Bochum (3:1) war eine der stärksten der gesamten Bundesliga-Saison.
Eintracht-Trainer muss in der Torhüterfrage eine klare Entscheidung treffen
Trapp hat Anfang Februar jedoch klargemacht, wie gut er sich noch fühlt. Weder Jobsharing noch Bankplatz spielen in den Gedankengängen des Topverdieners eine Rolle.
Instagram-Profile der Profis sagen durchaus viel aus. Häufiger denn je zuvor postete Trapp Videos aus dem Eintracht-Gym, die den muskelbepackten Athleten bei der Arbeit zeigen. Sein Ehrgeiz ist ungebrochen hoch, das Selbstverständnis des erfahrenen Schlussmannes ebenso.
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Trainer Dino Toppmöller muss sich bis zur Bundesligapartie am Samstagabend (18.30 Uhr) bei Werder Bremen entscheiden. Hält er an der Rangfolge fest und stellt Trapp wieder zwischen die Pfosten? Oder konnte Santos die Gunst der Stunde nutzen und schon jetzt die „Götterdämmerung“ einläuten?
Der Druck auf ihn wäre ein anderer, wenn Trapp auf der Bank sitzen sollte. Wie geht er damit um, wenn er sich durchsetzen sollte? Ist Santos auch dann noch mental stabil genug im Endspurt, in dem es um die Teilnahme an der Champions League und das Weiterkommen in der Europa League geht? Es gibt viele Unwägbarkeiten.
Die Torwartfrage, sie spitzt sich zu in der Mainmetropole.