Verlängerung? Zukunft des Eintracht-Schlüsselspielers bleibt unklar
VonChristopher Michel
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Plant Tuta, seinen bis 2026 laufenden Vertrag bei Eintracht Frankfurt zu verlängern? Aktuell scheint es einen Stillstand in den Verhandlungen zu geben.
Frankfurt – Eintracht Frankfurt befindet sich mit Blick auf die Vertragskonstellationen der Mannschaft insgesamt in einer sehr guten Ausgangsposition. Sollte der Transfer von Rasmus Kristensen gelingen, dann endet nur der Kontrakt von Timothy Chandler. In 16 Monaten sieht die Lage dann schon etwas anders aus. Die Verträge von Kevin Trapp, Mario Götze, Ersatztorhüter Jens Grahl und vor allem Tuta laufen im Anschluss an die Saison 2025/26 aus.
Vertragsgespräche mit Eintracht Frankfurt? Jetzt spricht Tuta
Irgendetwas passte für den Brasilianer dennoch nicht zusammen. Der Abwehrspieler zog seine persönlichen Konsequenzen und wechselte vor kurzem seine Berateragentur. „Ich bin ruhig und klar. Jetzt liegt mein Fokus darauf, die Saison zu spielen“, betonte der 25-Jährige, der inzwischen – mit Ausnahme einer einjährigen Leihe nach Belgien – seit Januar 2019 bei den Frankfurtern spielt.
Tuta zählt zu den Eintracht-Schlüsselspielern
Tuta zählt unter Trainer Dino Toppmöller zu den Schlüsselspielern. Nach einer starken Hinserie, in der er auch als Sechser agierte, erlebte er 2025 einen Stotterstart. Die Gründe: Verletzungspech, wilde Zukunftsspekulationen und die starken Leistungen der Konkurrenz in der Innenverteidigung. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Robin Koch (Schulter) übernahm er aber wieder die Rolle als Abwehrboss.
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Er selbst sagt zwar, dass er sich als rechter Part einer Dreierkette wohler fühle. Dennoch kennt sich Tuta in der Mitte bestens aus. Er bringt das technische Rüstzeug und die Übersicht dafür mit. Und ganz wichtig: Seine Patzerquote ist in der aktuell laufenden Saison deutlich gesunken. Tuta ist bei den Fans sehr beliebt, sie fordern eine Vertragsverlängerung.
Sportvorstand Markus Krösche sagte Anfang Januar noch: „Wir befinden uns im Austausch. Ende November haben wir mit ihm gesprochen und ganz klar signalisiert, dass wir mit ihm gerne längerfristig zusammenarbeiten wollen. Im Frühjahr setzen wir uns in Ruhe zusammen. Er fühlt sich wohl bei uns und kann sich das auch sehr gut vorstellen.“
Die weichenstellenden Gespräche sollen also in den kommenden Wochen folgen. Tuta zählt inzwischen zum Inventar, nur Chandler (seit 2014) und Trapp (Rückkehr 2018) sind länger im Klub. Er hat 173 Pflichtspiele für die Hessen bestritten. Krösche wird dennoch eine Causa Kamada 2.0 oder N‘Dicka 2.0 vermeiden wollen. Das Duo verließ den Klub, obwohl die Marktwerte bei jeweils rund 30 Millionen Euro lagen, ablösefrei. Daher lautet die Formel im kommenden Sommer: Verlängerung – oder Verkauf.