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1860-Aufstiegshelden treiben mit Weltstar Piqué spannendes Projekt voran

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Nach seiner Karriere kümmert sich Gerard Piqué inzwischen international um die Kings League – auch zwei 1860-Aufstiegshelden mischen mit.

München – Aaron Berzel und Simon Seferings stiegen 2018 mit dem TSV 1860 München in die 3. Liga auf. Berzel bestritt insgesamt 80 Pflichtspiele für die Löwen, Seferings lief in 21 Pflichtspielen für den Traditionsklub aus Giesing auf.

1860 nur in Giesing? Stadion-Alternativen in München – und was das für das Grünwalder bedeutet

Grünwalder Stadion 1860 München Giesing
„Sechzig München gibt‘s nur in Giesing“, wurde im Grünwalder Stadion beim Heimspiel gegen Stuttgart 2 aufgehängt. Das war auch das Motto der Choreo und der Gesänge das Spiel über. Doch gibt es nicht bessere Alternativen als das Grünwalder Stadion? © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Heike Feiner
Grünwalder Stadion 1860 München
Seit Jahren wird diskutiert, wie es weitergeht. Die Anzeigetafel, die händisch bestückt wird, steht sinnbildlich für das Grünwalder. Aber der Verbleib hängt an so vielen Faktoren, die nicht einfach zur Seite geschoben werden dürfen. Stadt München, sportlicher Erfolg, interne Querelen, Alternativen, Auflagen der Ligen oder auch einfach den Finanzen. Unabhängig davon ist sich aber die Ultra-Szene einig, dass es 1860 nur im Grünwalder geben darf.  © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Grünwalder Stadion 1860
Die romantischste und sicherlich wünschenswerteste Lösung ist das Grünwalder Stadion, so ist der Verbleib genauso möglich wie der notgedrungene Auszug. 15.000 Zuschauer passen in das alternde Stadion, das in vielerlei Hinsicht den modernen Arenen hinterherhinkt, die es in den Ligen gibt, in denen die Löwen gerne spielen würden. Ein Spiegelbild der sportlichen Misere. Doch wo könnte denn ein Stadion in München entstehen? Wir haben uns Gedanken gemacht, meist nicht ganz ernst gemeint und mit einem Augenzwinkern. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Grünwalder Stadion 1860 München
Eine Möglichkeit für ein neues Stadion wäre der Marienplatz. Aus mehreren Gründen. Hier wäre Dieter Reiter spätestens nach zwei Heimspielen so genervt, dass er alles Geld in die Hand nehmen würde, um den Löwen eine gewünschte Heimat zu finanzieren. Außerdem würden zu einem regnerischen Heimspiel gegen den SC Verl mehr Leute kommen, als zu einer normalen Meisterfeier des FC Bayern. Wahrscheinlichkeit: 0,1 Prozent. © IMAGO/Michael Nguyen
TSV 1860 Grünwalder Stadion
Der Hauptbahnhof in München ist eine Dauerbaustelle. Hier könnte man statt des neuen Gebäudes gleich das neue Stadion der Löwen hinstellen. Freie Flächen nutzen, wo man kann. Außerdem würde man der Polizei und der Stadt München einen großen Gefallen tun und die Gästefans bei Risikospielen gleich vom Flügelbahnhof in die Gästekurve fahren, um so die nervigen Aufeinandertreffen am Wettersteinplatz vorzubeugen. Wahrscheinlichkeit: 0,2 Prozent.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
1860 München Grünwalder Stadion
Die Löwen, schlafenden Riesen, auch im Fußball, so zumindest die allgemeine Meinung östlich der Isar. Vielleicht könnte man der verrückten Idee von Hasan Ismaik mit Löwenkäfigen rund ums neue Stadion zuvorkommen und mit dem Tierpark Thalkirchen kooperieren. Somit wäre der Löwenkäfig ein echter Löwenkäfig und für Frau und Kind ein gleichzeitiger Zoo-Besuch möglich, während man in der Westkurve das 1:3 gegen FSV Zwickau mit „Einmal Löwe, immer Löwe“ übersingt.  © imagoDens via imago-images.de
1860 München Grünwalder Stadion
Das Sendlinger Loch, ein ebenso umstrittenes Investoren-Projekt wie das von Hasan Ismaik in Giesing. Eigentlich sollten hier schon Luxuswohnungen über fünf Stockwerke samt Rewe im Erdgeschoss stehen, doch auch 2025 läuft es hier – wahrsten Sinne des Wortes – nass rein. Anwohner protestierten schon auf kreative Art und Weise. Das Areal ist wahrscheinlich ein bisschen zu klein und leider in Sendling, aber es hätte den Stadtflair. „60 München gibt‘s nur in Sendling“, klingt auch noch ungewohnt für das Stadion an der Alramstraße. Wahrscheinlichkeit: 0,3 Prozent.  © IMAGO
Grünwalder Stadion 1860 München
… ooooooooooooderr? © IMAGO
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
Wenn der FC Bayern schon so gerne im Norden von München spielt, könnte ja der TSV 1860 München einfach das Gelände vom „FC Bayern Fröttmaning“ übernehmen und ihr Stadion an die Säbener Straße kloppen. Vielleicht würde verkehrstechnisch die „Nebenstraße“ vom Schlittenhügel bis zu Klausener Straße gar nicht gebraucht werden und somit der Löwenfan über die Meraner Straße seinen Fanmarsch in die Neue-Grünwalder-Straße machen. Wahrscheinlichkeit: 0,0 Prozent.  © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
TSV 1860 München Grünwlader Stadion
Eine Rückkehr ins Olympiastadion gab‘s in der jüngeren Vergangenheit sogar, als der TSV 1860 München zu Gast bei Türkgücü München war, das offiziell als Heimmannschaft galt, aber auch hier von Löwenfans numerisch besiegt wurden. Sportlich hatten übrigens die Löwen das Nachsehen. Aktuell ist das Olympiastadion eher Eventlocation wie beim Superbloom, und wer will den jungen, hippen Leuten solche Events nehmen, wenn der kernige Giesinger hier seine Kutte wieder ausführt? Richtig, niemand. Allerdings bleibt eine Rückkehr weiter Diskussionsthema. Wahrscheinlichkeit: 20 Prozent.  © IMAGO/Stefan M. Prager
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
Und wenn wir schon im Olympiapark sind, da steht doch ein neues Stadion, der SAP Garden. Der EHC München teilte sich einst mit dem TSV 1860 den Stadionsprecher Stefan Schneider, warum nicht auch eine Arena? Das Gros der Eishockeyfans tendiert eher zu den Giesingern, könnte also bei manchen Heimspielen gleich dort übernachten. Allerdings spielt auch der FC Bayern Basketball dort, wieder eine Arena teilen mit dem ungeliebten Nachbarn? Eher nicht. Außerdem ist der Switch von Eis zu Parkett zu Rasen organisatorisch und von der Größe her wohl zu viel. Wahrscheinlichkeit: 0,0 Prozent.  © IMAGO
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
Oder Option 3 im Olympiapark: Neubau auf einer der freien Flächen. Wen interessiert schon die Natur oder der Denkmalschutz? Hier fand schon die Leichtathletik-EM statt, 2025 ist hier sogar Biathlon im Oktober geplant. Klingt auch nicht ungewöhnlicher als das neue Stadion am Olympiasee. Das Ausflugs- und Erholungsziel der Münchner wird von der Stadt dafür eher nicht freigegeben. Schade. Wahrscheinlichkeit: 0,2 Prozent. © IMAGO/Zoonar.com/Dalibor Brlek
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
Ständiges Diskussionsthema im Erdinger Moos: Die nächste Landebahn des Flughafens. Die Franz-Josef-Strauß-Arena gäbe den Löwen ein internationaler Flair, wenn sie bald wieder europäisch unterwegs sind. Statt der Landebahn einfach ein Stadion? Lärm und Luftverschmutzung wären überschaubar, bei Spielen gegen Lufthansa Rostock oder Condortmund 2. Wahrscheinlichkeit: 0,01 Prozent. © IMAGO/Nicolas Economou
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
… ooooooder?  © IMAGO/Kirby Lee
Grünwalder Stadion 1860 München
Der Perlacher Forst ist ja „quasi, fast, also beinahe“ Giesing und „so weit auch nicht weg“. Man hätte genügend Platz für ein neues Stadion. Vielleicht wäre auch die Nähe zu den Bavaria Filmstudios genau das richtige und der eine oder andere Träumer könnte nochmal auf Fuchur reiten, denn eins begleitet beide: Eine „unendliche Geschichte“. Wahrscheinlichkeit: 0,5 Prozent © Copyright: xPabloJoanidopoulosx
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
Und wo wir schon dabei sind, Grünanlagen zu zerstören, wie wäre es mit dem Nymphenburger Schlosspark. Vielleicht könnte hier die Hilfe Söders anstrebt werden, um das Schloss mitten in München zum meistbesuchten des Landes zu machen, aktuell Schloss Neuschwanstein. Platz wäre da und „König Fußball“ hätte wieder eine neue Bedeutung. Wahrscheinlichkeit: 0,001 Prozent © IMAGO
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
Und die nächste Grüne Lunge der Stadt könnte in Angriff genommen werden. Der Englische Garten. Man würde wieder die Jugend mehr in den Vordergrund stellen und Nachwuchs-Löwenfans züchten. Dieter Reiter sagte jüngst im Interview mit einem 1860-Fanblog, der gespaltene Meinung bei den Anhängern hervorruft, dass junge Kinder den TSV 1860 München nicht mehr kennen würden. Viele Studenten und Familien tummeln sich hier. Und während die Surfer die Welle des Wassers reiten, könnten die Münchner das Gleiche auf der des Erfolgs tun. Wahrscheinlichkeit: 0,1860 Prozent. © IMAGO/S.Gottschalk
Grünwalder Stadion 1860 München
Wie wäre es mit der Theresienwiese? Sozusagen das größte „Zelt“ auf dem größten Volkfest zu stellen. Lediglich das Oktoberfest wäre ein Problem, das man irgendwie lösen müsste. Vielleicht könnten aber so die Türen für das Giesinger Bräu weiter aufgeschlagen werden. Wahrscheinlichkeit: 3,5 ‰ © IMAGO/Zoonar.com/SandraAlkado
TSV Grünwalder Stadion 1860
Während wir die alte Idee von Hasan Ismaik wieder … aua … aufwärmen, werden wir … aua … von Steinen … zefix … beworfen. Ja, ja, schon klar, Riem ist keine Option. Wir dachten nur, wenn Helene Fischer und Adele hier ihre Worlds und Stages in paar Wochen hochziehen, könnte die Alternative … aua … möglich sein. Wahrscheinlichkeit: 0, … aua … 000000001 Prozent.  © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON
Grünwalder Stadion TSV 1860
… ooooooder? … © IMAGO/Ulrich Wagner
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
Unweit der ungeliebten Allianz Arena soll in Garching-Hochbrück eine neue Parkplatz-Anlage enstehen, um Pendler für die Spiele aus dem Norden zu entlasten. Vielleicht könnte man da oben drauf noch ein neues Stadion setzen. Bei gleichzeitigen Heimspielen des TSV 1860 München und des FC Bayern eine gemeinsame Fahrt in der U6? Wird gemütlich. Wahrscheinlichkeit: 0,0000001 Prozent. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
Nicht nur nach oben denken und immer wieder höher, weiter, länger, nein, auch mal nach unten denken. Die Zweite Stammstrecke beschäftigt München, entsteht unterirdisch. Die sportlichen Leistungen der Münchner Löwen gehen leider in eine ähnliche Richtung, warum dann nicht tiefer bohren und dort gleiche eine Arena mit einfügen, samt eigener Haltestelle? Dauernde Flutlichtspiele hätten auch ihr Flair. Wahrscheinlichkeit: 0,1 Prozent, da Bahnverspätungen Einfluss auf Anstoßzeiten hätten. © IMAGO
TSV 1860 Grünwalder Stadion
Aber welcher Fan und Spieler will denn solche Bilder auf Giesings Höhen missen? Wahrscheinlich niemand. Ob der TSV 1860 München in Giesing weiter seine Zukunft hat, steht leider in den Sternen, zu viele Faktoren spielen da mit.  © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Heike Feiner
Grünwalder STadion TSV 1860 München
Die Stehhalle ist der einzige überdachte Ort nach der Haupttribüne, auch hier werden die Löwen lautstark jedes Heimspiel unterstützt. Doch wer sorgt dafür, dass es langfristig weiter geht an der Grünwalder Straße? Der Präsident, der Geschäftsführer, der Investor? Jüngst forderte Dieter Reiter einen Ansprechpartner. Präsident Robert Reisinger konterte im AZ-Interview, dass nach der Machbarkeitsstudie die Beschlussvorlage in den Stadtrat eingebracht werden sollte, dies aber nicht mehr erfolgte.  © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Heike Feiner
TSV 1860 München Grünwalder STadion
Schön öfter gab es Seitenhiebe aus dem Gästeblock im Hinblick auf die Preise im Grünwalder Stadion. „Die Nummer 1 in München“ ist der TSV 1860 hier nicht gerne. Doch in der 3. Liga gibt es nur wenige Stadien, die ständig ausverkauft sind und von der Stimmung mithalten können. Am liebsten soll das aus Fan-Sicht so weitergehen. Doch es gibt noch einige Hürden zu überspringen. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Heike Feiner
TSV 1860 München Grünwalder Stadion
Beim Auswärtsspiel im mittlerweile neuen Tivoli des Traditionsvereins Alemannia Aachen bekamen die Löwen Zuspruch der Gegner-Fans. „1860 gehört ins Grünwalder“, ist innerhalb der Ultra-Szene wohl die einhellige Meinung.  © IMAGO/Manfred Heyne
TSV 1860 Grünwalder Stadion
Neben der Nostalgie, dem Wunsch der Fans und der Machbarkeit ist es auch der Mangel an Alternativen, der zu dem Konflikt ums Stadion führt. Nur mit einer langfristigen Zukunft in Giesing würden die Löwen-Fans übergangsweise – beispielsweise aufgrund Umbauten oder Änderungen – ihr Team auch in Ausweichstadien wie in Ingolstadt, Unterhaching oder sonst wo knirschend hinnehmen. Doch aktuell fehlt dem Verein überhaupt erstmal ein Geschäftsführer und eine machbare Vision, obwohl ja selbst Gott Fan des TSV 1860 ist, wie oben im Bild zu sehen.  © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Feiner

Berzel und Seferings schwärmen von Zeit beim TSV 1860

Das Geschehen bei ihrem Ex-Verein beobachten sie noch immer, beide hätten eine „tolle Zeit“ bei 1860 gehabt, wie Berzel und Seferings im Gespräch mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, berichten. Für Berzel bleibe 1860 sein „Herzensverein“, Seferings erinnere sich „natürlich sehr gern zurück – speziell an diese Aufstiegsmomente“.

Simon Seferings (l.) und Aaron Berzel (r.) spielten bereits gemeinsam für den TSV 1860 München.

Inzwischen kicken Berzel und Seferings gemeinsam in der Kings League. Die Kings League ist eine 7-gegen-7-Fußballliga mit besonderen Regeln und Innovationen, die von Spanien- und Barça-Legende Gerard Piqué 2022 in Zusammenarbeit mit anderen Fußballpersönlichkeiten und Internet-Streamern gegründet wurde. Nach den Markteintritten in Spanien, Mexiko, Brasilien und Italien hat die Kings League im April dieses Jahres ihren Startschuss in Deutschland gefeiert.

Ex-1860-Spieler kicken in Piqués Kings League mit

Berzel und Seferings sind Teil des Teams Futbolistas Locos FC. Wie es dazu kam? Über Oliver Beer, ihren einstigen Co-Trainer bei 1860, lief der Erstkontakt.

Tim Florian Mörtl, Geschäftsführer des Futbolistas Locos FC, wickelte – nach dem kurzfristigen Zuschlag für die Kings League – die Details mit Berzel und Seferings ab. Innerhalb von zwölf Stunden mussten Mörtl und seine Kollegen eine Truppe von 14 Spielern zusammenstellen – darunter Berzel und Seferings. Wenige Tage später ging es im April in Köln bei der Kings League auch schon los.

Kings World Cup of Clubs findet in Paris statt

Als eines von drei deutschen Teams qualifizierte sich der Futbolistas Locos FC für den Kings World Cup of Clubs, der vom 1. bis 14. Juni in Paris stattfindet. Warum haben sich Berzel und Seferings eigentlich dafür entschieden, auf Kleinfeld in einer Liga mit besonderen Regeln und Innovation, die es im traditionellen Fußball gar nicht gibt, mitzuspielen?

„Der moderne und innovative Ansatz macht es attraktiv – besonders für Spieler ab der Oberliga oder teilweise Regionalliga abwärts. Es ist für viele attraktiver, in der Kings League mitzuspielen“, sagt Berzel, der seine Karriere 2024 beendete, und meint: „Spieler, die nicht den Durchbruch im Profifußball gelandet haben, kommen in der Kings League deutlich besser zur Geltung und können sich zeigen.“

Berzel und Seferings von der Kings League begeistert

Auch für Seferings ist die Kings League „attraktiver als der Amateurfußball“. Es sei „fast schon interessanter, die Kings League zu schauen als den Amateurfußball“, so Seferings, der dabei jedoch nicht „despektierlich“ klingen will. Bei der Kings League sei es „Entertainment durch Fußball und nicht umgekehrt, im Profifußball ist es wiederum andersrum“, verdeutlicht Seferings darüber hinaus.

Gerard Piqué ist Gründer der Kings League.

Für die Kings League sehen Berzel und Seferings noch „großes Potenzial“ – vor allem in Deutschland. In Spanien oder Brasilien sei das Interesse an der Kings League bereits enorm, berichten beide, große Stadien wie etwa das Camp Nou in Barcelona mit rund 90.000 Zuschauern waren schon ausverkauft, während Millionen weitere Zuschauer das Geschehen im Stream verfolgten.

Wen Kings-League-Gründer Piqué als Konkurrenz sieht

Seferings meint sogar, die Kings League könne in diesen Ländern bereits mit den zweiten Profiligen mithalten. Gerade für Kleinfeld seien die Spanier oder Brasilianer, die technisch versierten Zocker, „natürlich prädestiniert“, sagt Berzel. Es gebe dort bereits eigene professionelle Trainingsstätten für die Kings-League-Teams. Schon jetzt besitzt die Kings League ein eigenes globales Ökosystem.

Kings-League-Gründer Piqué sieht nicht andere Sportarten oder Konkurrenz-Ligen als die größten Konkurrenten an, sondern „Netflix, HBO, Amazon, Twitter, Tiktok, Instagram“. Die Kings League spricht eine andere Zielgruppe an, richtet sich an ein junges Publikum, vernetzt den Fußball mit der Streaming-Welt. Berzel und Seferings gefällt das.

Berzel und Seferings sehen noch „großes Potenzial“ für Kings League

Beim Kings World Cup of Clubs in Paris zog Seferings mit den Futbolistas Locos FC als bestes deutsches Team überhaupt bis ins Achtelfinale ein, dort unterlag man dem favorisierten französischen Team Unit3d. Berzel drückte seinen Teamkollegen derweil von daheim die Daumen, er war aus terminlichen Gründen nicht in Paris dabei.

Für beide steht fest: Die Kings League steckt immer noch „in den Kinderschuhen“. Dass ihr die Zukunft gehören kann, daran zweifeln Berzel und Seferings nicht. Im Gegenteil.

Rubriklistenbild: © IMAGO / BREUEL-BILD

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