Diskussionen um Wirtz-Transfer

Würden Musiala und Wirtz beim FC Bayern miteinander harmonieren?

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Rekordnationalspieler Lothar Matthäus äußert Bedenken, ob Jamal Musiala und Florian Wirtz beim FC Bayern zusammenspielen könnten. Hat er damit recht?

München – Der FC Bayern plant, den 2026 auslaufenden Vertrag mit Jamal Musiala bis 2030 zu verlängern. Sportvorstand Max Eberl betonte im Dezember bei Blickpunkt Sport: „Musiala soll eine Ära prägen“. Doch Musiala soll diese Ära nicht allein prägen. Wenn er einen Wunsch äußern dürfte, „dann würde ich mir Florian Wirtz zum FC Bayern wünschen“, so Ehrenpräsident Uli Hoeneß zuletzt gegenüber dem kicker.

Musiala und Wirtz beim FC Bayern? Warum Matthäus zweifelt

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus rät Wirtz jedoch von einem Wechsel zum FC Bayern ab. „Ich glaube, dass Wirtz und Musiala gut beraten sind, wenn sie vielleicht nicht tagtäglich zusammenspielen“, so der TV-Experte unlängst bei Sky90. Matthäus ist der Meinung, „dass es für beide besser ist, dass jeder einzeln in einer Mannschaft spielt, wo er noch mehr glänzen kann, als miteinander“.

Warum klappt es dann im DFB-Team, wo das Duo „Wusiala“ bereits eindrucksvoll zusammenspielt? „In der Nationalmannschaft hast du zehn Spiele im Jahr, da funktioniert es“, so Matthäus‘ kurze und knappe Erklärung.

Wie Nagelsmann das vermeintliche Problem beim DFB löst

Das vermeintliche Problem bei Musiala und Wirtz liegt in ihrer Position. Beide agieren im zentralen offensiven Mittelfeld. Bundestrainer Julian Nagelsmann bevorzugt im DFB-Team das 4-2-3-1-System, was bedeutet, dass im Zentrum nur Platz für einen ist. Musiala und/oder Wirtz „müssen“ daher auf den Flügel ausweichen.

Zaubern Florian Wirtz (l.) und Jamal Musiala (r.) in Zukunft zusammen auch beim FC Bayern?

Dass die beiden dort trotzdem ihre Qualitäten zur Geltung bringen können, zeigte sich bereits im Frühjahr 2024 beim 2:0-Sieg im Testspiel gegen Frankreich. Musiala kam dabei als Rechtsaußen, Wirtz als Linksaußen zum Einsatz, der mittlerweile zurückgetretene İlkay Gündoğan agierte im Zentrum. Die drei hätten auf ihren Positionen rotiert, „eigentlich haben wir mit drei Zehnern gespielt, haben immer wieder geschaut, wo Räume sind“, sagte Musiala.

Auch beim 5:0-Erfolg gegen Ungarn in der Nations League im vergangenen September zeigten Musiala links und Wirtz rechts ihre Klasse auf den Flügeln, beide trafen jeweils; Kai Havertz kam neben beiden im Zentrum hinter der Sturmspitze zum Einsatz.

Bundestrainer kann sich Musiala und Wirtz beim selben Verein vorstellen

Nagelsmann setzt in der Nationalmannschaft auf Flexibilität in den Positionen, um das Potenzial, das Musiala und Wirtz mitbringen, bestmöglich zu entfachen. Während Matthäus äußerte, dass bei Musiala und Wirtz die Gefahr besteht, dass einer in den Schatten des anderen gerät, sagte Nagelsmann: „Was ich beiden hoch anrechne: Sie sind 0,0 egoistisch in ihrem Spiel.“

Der Bundestrainer habe „bei keinem das Gefühl, dass er abheben könnte oder die Bodenhaftung verliert oder eben nicht mehr so viel arbeitet“. Beide Spieler seien „extrem fleißig“. Beide zusammen in einem Verein zu sehen, könne er sich „schon vorstellen“, so Nagelsmann.

Kompany lässt wie Nagelsmann im 4-2-3-1 spielen

FC Bayerns Cheftrainer Vincent Kompany setzt ebenfalls auf das 4-2-3-1-System. Er könnte sich also von Nagelsmann abschauen, wie Musiala und Wirtz gemeinsam eingesetzt werden könnten. Auch wenn Matthäus zweifelt, zeigt das Beispiel bei der Nationalmannschaft, dass beide miteinander funktionieren können. Die Frage bleibt jedoch, wer beim deutschen Rekordmeister der dritte Spieler im Trio wäre.

Um Serge Gnabry und Kingsley Coman, deren Verträge bis 2026 laufen, gibt es Wechselgerüchte. Während unklar ist, ob der zum Saisonende auslaufende Vertrag von Leroy Sané verlängert wird, könnte Thomas Müller vor dem Karriereende stehen.

Wie fällt die Entscheidung von Wirtz aus?

Michael Olise könnte dementsprechend ein wahrscheinlicher Partner für Musiala und Wirtz sein, da er sowohl auf dem rechten Flügel als auch auf der Zehnerposition spielen kann. Wirtz hat jedoch noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. Sein Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen läuft noch bis 2027.

Ex-Bayern-Profi Markus Babbel empfiehlt im Interview mit fussball.news/absolutfussball, dem Fußball-Portal von IPPEN.MEDIA, dass Wirtz bis mindestens 2026 in Leverkusen bleiben sollte. Zudem stellt sich die Frage, wie der FC Bayern die Ablösesumme von kolportierten 150 Millionen Euro für Wirtz finanzieren könnte.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Moritz Müller

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