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Bei Beerdigung: Papst Franziskus trägt Kleidung voller versteckter Symbolik

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Papst Franziskus ist tot, sein Wunsch nach einer einfachen Bestattung wird respektiert. Seine Kleidung birgt dabei eine verborgene Bedeutung.

Rom – Der Tod von Papst Franziskus hat weltweit Millionen von Menschen tief bewegt. Der verstorbene Papst wird bis Freitagabend (25. April) in der größten christlichen Kirche, dem Petersdom in Rom, aufgebahrt sein. Bereits jetzt trägt er die Kleidung für seine Beerdigung.

Leichnam von Papst Franziskus ist aufgebahrt

Papst Franziskus verstarb am Ostermontag. Noch am Sonntag zuvor ließ er sich im Papamobil über den Petersplatz fahren, nachdem er den Segen Urbi et Orbi erteilt hatte. Schon zu diesem Zeitpunkt wirkte er sehr geschwächt. Am Samstag, dem 26. April 2025, wird eine große Trauerfeier mit Staatsgästen aus aller Welt stattfinden, gefolgt von der Beisetzung. Auf seinen eigenen Wunsch hin sollen zukünftige Beisetzungen weniger prunkvoll sein, weshalb er selbst in einem schlichten Holzsarg ruht.

Papst Franziskus im Sarg mit rotem Messgewand und weißer Mitra.

Filippo Sorcinelli, der mit einem Atelier zusammenarbeitet, das eng mit dem Büro für liturgische Feiern des Papstes verbunden ist, äußerte sich bei der Nachrichtenagentur Ansa zu seiner Arbeit, die er auch jetzt noch fortsetzt. „Franziskus liegt, wie er es sich vorgestellt hatte und wie er lebte, nämlich in der Einfachheit.“ In seinem Holzsarg trägt Papst Franziskus ein rotes Messgewand, das Liebe, Leidenschaft und das Blut Christi symbolisiert. Dieses Gewand wird häufig am Karfreitag und zu Pfingsten getragen.

Diese Bedeutung hat die Kleidung von Papst Franziskus

Zusätzlich zum roten Messgewand trägt Papst Franziskus eine Mitra, eine spitze Bischofsmütze, die von Sorcinellis Atelier gefertigt wurde. „Wir haben sie erstmals für den 3. November 2014 angefertigt, seitdem hat er sie an jedem 3. November getragen, um die Messe für verstorbene Kardinäle im Petersdom zu zelebrieren“, erklärte Sorcinelli. Die Mitra ist mit traditionellen Goldverzierungen geschmückt und steht für Würde, Pracht und Heiligkeit. Ihre doppelte Spitze symbolisiert das Alte und das Neue Testament.

Am Ringfinger des Papstes befindet sich ein silberner Ring, der aus seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires stammt. Der päpstliche Fischerring wurde hingegen auf Anweisung des Camerlengo Kevin Kardinal Farrell zerstört, wie es die Tradition verlangt. In seinen Händen hält er einen Rosenkranz, der Maria als Gottesmutter ehrt. Den Abschluss bildet eine weiße Stola mit sechs schwarzen Kreuzen, die einem Priester während der Messe über die Schultern gelegt wird, wenn er die Monstranz hält. (rd/dpa)

Rubriklistenbild: © Francisco Seco/picture alliance/dpa/AP

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