VonRobin Dittrichschließen
Vor wenigen Tagen wurde eine Liste prominenter Kontakte von Jeffrey Epstein veröffentlicht. Jetzt kam heraus, dass es sogar Film-Aufnahmen geben soll.
New York – Im Missbrauchsskandal um den US-Multimillionär Jeffrey Epstein gibt es immer wieder neue Erkenntnisse. 150 Namen tauchten jetzt im Zuge eines Zivilstreits mit Epsteins langjähriger Partnerin Ghislaine Maxwell auf. Von einigen Promis soll es brisante Videoaufnehmen geben.
Epstein-Zeugin mit brisanten Details: Videos aus Skandal-Villen sollen existieren
Laufend werden neue Akten und Dokumente im Prozess um den verstorbenen Jeffrey Epstein veröffentlicht. Die Öffentlichkeit wartet noch immer auf die Namen Prominenter, die in Epsteins Skandal verwickelt sind. Die 150 Nennungen von Personen im Zivilprozess von Ghislaine Maxwell bedeuten nicht, dass diese Kunden von Epstein gewesen sind. Laut neuester für die Öffentlichkeit freigegebener Dokumente soll es aber Sexvideos von einigen Personen geben, die von Jeffrey Epstein aufgenommen wurden.
Darauf zu sehen sein sollen unter anderem Prinz Andrew, Richard Branson und der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Bill Clinton. Die Zeugin Sarah Ransome behauptete bereits vor einigen Jahren, dass Jeffrey Epstein seine prominenten Kunden während des Geschlechtsverkehrs gefilmt haben soll. Auch gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump erhob sie schwere Vorwürfe. Bislang gelang es den Anwälten der Gegenseite, die Glaubwürdigkeit von Ransome anzweifeln zu lassen – das könnte sich jetzt ändern.
Zeugin im Epstein-Prozess erhebt schwere Vorwürfe gegen einige Promis
Ein US-Richter ordnete jetzt die Entsiegelung von hunderten Dokumenten an, die bereits in einer beigelegten Zivilklage gegen Maxwell aufgetaucht waren. In den am 8. Januar 2024 veröffentlichten Dokumenten schrieb Sarah Ransome: „Als meine Freundin Geschlechtsverkehr mit Clinton, Prinz Andrew und Richard Branson hatte, wurden von Jeffrey bei jeder einzelnen Gelegenheit Sexbänder erstellt. Gott sei Dank gelang es ihr, einige der Aufnahmen in die Hände zu bekommen, auf denen die Gesichter von Clinton, Prinz Andrew und Branson beim Geschlechtsverkehr mit ihr klar zu erkennen sind.“
Das Gesicht von Epstein soll auf keiner dieser Aufnahmen sein: „Das ist enttäuschend, aber er war zu schlau dafür“, sagte Ransome. Weiter führte die Zeugin aus: „Als meine Freundin schließlich den Mut hatte, die Wahrheit zu sagen und 2008 zur Polizei ging, um zu melden, was passiert war, wurde nichts unternommen und sie wurde von der Polizeibehörde, zu der sie ging, um zu melden, was mit Epstein, Clinton, Branson und Prinz Andrew passiert war, völlig gedemütigt.“
Zeugenaussagen werden als „erfunden“ und „unglaubwürdig“ kritisiert
Gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump erhob Ransome ebenfalls schwere Vorwürfe, auch er wird in den E-Mails genannt. Wie die Zeugin schrieb, habe Trump „regelmäßig sexuelle Beziehungen mit ihrer Freundin in Jeffreys New Yorker Villa gehabt.“ Die Gegenseite versucht, die Aussagen und Nachrichten von Sarah Ransome zunichtezumachen: „Wir können bestätigen, dass die Behauptungen unbegründet und gegenstandslos sind“, zitiert Daily Mail eine Sprecherin der Virgin Group im Namen von Richard Branson.
Weiter gab die Sprecherin an, Ransome habe bereits 2019 selbst klargestellt, dass sie die Bänder erfunden habe. Laut Informationen von BBC zog sie ihre damalige Begründung zurück, da sie fürchtete, dass „nur schlechte Dinge passieren, wenn ich an die Öffentlichkeit gehe.“ Bill Clinton, Richard Branson und Donald Trump streiten seit jeher jede Kenntnis von Epsteins Kriminalität ab. Wer im Missbrauchsskandal mit Jeffrey Epstein zusammenarbeitete, soll sich in den kommenden Monaten zeigen. (rd mit dpa)
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