VonMomir Takacschließen
Wegen Starkregens und Überflutungen waren Feuerwehren in einigen Bundesländern Österreichs im Dauereinsatz. Die Wetterprognose bleibt kompliziert.
Update vom 13. Juli, 16.20 Uhr: Die Wetterlage in Österreich ist nach wie vor angespannt. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) spricht noch immer für einige Gebiete Wetterwarnungen aus. Zu akuten Gewittern könnte es in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark kommen.
Darüber hinaus gelten orange Gewitterwarnungen für das Burgenland, Kärnten, sowie die Steiermark. Diese sind noch bis einschließlich Sonntagmitternacht aktiv. Ebenso wie die gelbe Gewitterwarnung in Niederösterreich.
Unwetter über Österreich führen zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen
Originalmeldung vom 12. Juli 2024: München – Das Wetter spielt mal wieder verrückt. Seit Mittwoch (10. Juli) toben in Bayern schwere Unwetter, besonders heftig traf es Holzkirchen. Am Donnerstag (11. Juli) sorgte eine Superzelle für große Hagelkörner in Memmingen. Am Abend und in der Nacht auf Freitag (12. Juli) wüteten Gewitter dann in mehreren Regionen Österreichs.
In den Bundesländern Kärnten und Tirol herrschte teilweise Land unter. In Kärnten waren Feuerwehren noch am Freitagmorgen im Dauereinsatz. „Das Wetter hinterließ eine Spur der Verwüstung! Mehrere Keller stehen unter Wasser, Bäche treten über die Ufer, Bäume verlegen die Straße“ schilderte die Landesalarm- und Warnzentrale die Folgen des Unwetters der Kronen Zeitung.
Heftige Unwetter in mehreren Regionen Österreichs
Am schlimmsten habe es Görtschitz- und Lavanttal sowie den Raum St. Veit getroffen. In Preitenegg musste ein in seinem Fahrzeug eingeklemmter Autofahrer befreit werden. Er war von den Fluten des über die Ufer getretenen Waldensteiner Bachs überrascht worden. Die Wassermassen hatten sein Auto gegen ein Brückengeländer gedrückt. Überschwemmungen gab es auch im angrenzenden Bundesland Steiermark, vor allem im Murtal.
Heftige Unwetter mit Starkregen hielten auch die Feuerwehren in Tirol in Atem. Mal wieder, nachdem erst im Juni golfballgroße Hagelkörner Autos zerlegt hatten. Im Zillertal gab es so viel Niederschlag, dass gegen Mitternacht bei Fügenberg eine Mure abging. Ein Urlauberpaar aus Gelsenkirchen wurde zwischen zwei Bachläufen des Hundsbachs eingeschlossen, hatte aber Glück im Unglück. „Die Einsatzkräfte konnten nur zu Fuß zum Auto vordringen. Die beiden Deutschen konnten dort unversehrt angetroffen werden. Auch am Pkw entstand augenscheinlich kein Schaden“, teilte die Polizei der Kronen Zeitung mit. Die Hochfügener Gemeindestraße war auch am Freitagvormittag noch teilweise gesperrt.
Ein spektakuläres Blitzbild der gestrigen Gewitter im Lavanttal. https://t.co/RpAoOzUEuH
— uwz.at (@uwz_at) July 12, 2024
Brennerstaatsstraße nach Erdrutsch gesperrt
Beeinträchtigt ist der Verkehr auch im Bezirk Landeck. Bei Tösens kam es ebenfalls zu einem Murenabgang, sodass die Reschenstraße gesperrt werden musste. Unpassierbar war infolge des Unwetters mit Starkregen auch das Hahntennjoch. Im hinteren Kaunertal gab es Erdrutsche. In Südtirol wurde nach einem Erdrutsch die Brennerstaatsstraße zwischen Mauls und Sterzing beschädigt und gesperrt. Zu Muren kommt es in Österreich im Alpenraum häufig. Im Juni verschütte eine Lawine aus Schlamm und Kies Forstwege und eine Bundesstraße.
Superzelle über Oberbayern – Bilder des Gewittersturms und der Schäden




In Österreich bleibt die Wetterprognose angespannt. Für Freitag warnte Meteorologe Peter Wölfingseder von uwz.at für Teile von Salzburg vor großem Hagel und schweren Sturmböen, wie heute.at berichtete. Gegen Abend sollen Gewitter auch den Osten erreichen. Am Samstag könne es im Berg- und Hügelland lokal Unwetter geben. (mt)
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