VonSarah Neumeyerschließen
Bjarne Kommnickschließen
Erneut kommt es auf Mallorca zu einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung. Zwei weitere Männer sollen an der Tat beteiligt gewesen sein.
Update vom 20.08.2023, 18.18 Uhr: Eine 18-jährige Britin ist auf Mallorca mutmaßlich von acht jungen Männern sexuell missbraucht worden. Nun gibt es neue Details zu der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in einem Hotelzimmer. Wie die Zeitung Ultima Hora berichtete, soll die Polizei drei Verdächtige mithilfe des Handys des Opfers geschnappt haben. Diese hatten während der Tat nämlich das Handy der 18-Jährigen gestohlen.
Polizeibeamte sollen dann die Rufnummer des Opfers gewählt haben, woraufhin einer der Verdächtigen den Anruf entgegennahm. Dieser und zwei weitere Beteiligte trafen schließlich im Eingangsbereich des Hotels auf die Beamten. Das Opfer habe dann die mutmaßlichen Täter identifiziert, woraufhin diese festgenommen wurden. Drei weitere Männer seien von der Guardia Civil mithilfe von Überwachungsaufnahmen aus dem Hotel ausfindig gemacht worden. Die beiden flüchtigen Verdächtigen werden noch gesucht.
Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung auf Mallorca: Verdächtige lachen in Videos
Für die Ermittlungsrichterin, der die sechs festgenommenen mutmaßlichen Täter vorgeführt wurden, steht fest: Die Männer sollen die Trunkenheit der Frau ausgenutzt und in einem Hotelzimmer „zahlreiche sexuelle Handlungen“ an ihr vorgenommen haben. Dabei soll die Britin „offensichtlich bewusstlos“ gewesen sein.
Wie aus einem Bericht des Mallorca Magazins hervorgeht, sollen die Verdächtigen 20 Videos von der mutmaßlichen Vergewaltigung gedreht haben. Einem Richter zufolge sei auf den Aufnahmen zu hören, wie sich die Männer amüsieren und lachen. Eine weibliche Stimme sei nicht zu hören.
Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung auf Mallorca: Polizei nennt erschreckende Details
Update vom 19.08.2023, 19.20 Uhr: Eine mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in Magaluf auf Mallorca hat auf der Urlaubsinsel für Entsetzen gesorgt. Nun kommen neue, erschreckende Details ans Licht. Wie die Zeitung Ultima Hora mit Verweis auf die Ermittlungen der spanischen Polizei berichtet, sollen acht statt sechs Männer an der Tat beteiligt gewesen sein. Sechs Männer zwischen 18 und 26 Jahren wurden bereits festgenommen. Es handelt sich um Touristen aus Frankreich und einen Mann aus der Schweiz. Nach den weiteren zwei Männern werde gesucht. Zudem gibt es offenbar mehr als 20 Videos der Tat, die nun von der Polizei ausgewertet werden, wie Ultima Hora berichtet.
Die Ermittlungsrichterin, der die sechs festgenommenen mutmaßlichen Täter vorgeführt wurden, hält es für ausgeschlossen, dass es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt haben könnte. Diese Hypothese sei „vollkommen an den Haaren herbeigezogen“, zitiert Ultima Hora laut der Mallorca Zeitung aus dem Haftbefehl. Nach Ansicht der Richterin gibt es Beweise für „erniedrigende und demütigende Praktiken“, heißt es.
Offenbar wieder Gruppenvergewaltigung auf Mallorca – Polizei nimmt sechs Touristen fest
Erstmeldung vom 16.08.2023: Magaluf – Die Urlaubsinsel Mallorca entwickelt sich für junge Frauen offenbar immer mehr zu einem Ort der Gefahren. Laut Angaben der Guardia Civil, eine Einheit der spanischen Polizei, ist es in einem Hotel des Küstenortes Magaluf erneut zu einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung gekommen, wie die Tageszeitung Ultima Hora zuvor berichtet hatte. Bereits in den Wochen zuvor kamen gleich mehrere schwere mutmaßliche Missbrauchsfälle auf der Insel ans Licht.
| Insel | Mallorca |
| Fläche | 3.640 km² |
| Inselgruppe | Balearische Inseln |
| Hauptstadt | Palma |
Sechs Männer vergewaltigen offenbar Frau in Hotel – und filmen die Tat
Denn bereits vergangenen Monat wurden fünf deutsche Urlauber verhaftet, die eine ebenfalls deutsche Urlauberin vergewaltigt haben sollen. In diesem aktuellen Fall seien es sechs männliche Urlauber, die eine 18-jährige Urlauberin aus England vergewaltigt haben sollen. Das schreckliche Verbrechen habe sich laut Angaben der Behörden um 5 Uhr morgens abgespielt, nachdem die Frau die Männer auf einer Party kennengelernt habe.
Anschließend soll sie die Männer in deren Hotel begleitet haben. In einem Zimmer der Urlauber sollen die Männer daraufhin über die Frau hergefallen seien. Der Vorwurf: schwerer sexueller Missbrauch. Zudem sollen die mutmaßlichen Täter die Tat mit dem Handy gefilmt haben. Die 18-Jährige habe sich aus eigener Kraft von den Männern befreien können und sei anschließend auf die Straße gelaufen, um nach Hilfe zu rufen.
Nach mutmaßlicher Gruppenvergewaltigung im Hotel: Polizei nimmt sechs Tatverdächtige fest
Die Sicherheitskräfte des Hotels hätten daraufhin sofort die Polizei gerufen und sichergestellt, dass kein männlicher Gast in dieser Zeit das Hotel verlassen könne. Die Einsatzkräfte hätten die Zimmer durchsucht, in dem sich die mutmaßlichen Täter aufhielten, um die Männergruppe identifizieren zu können. Dafür prüften die Beamten die Aufzeichnungen der Überwachungskameras am Hoteleingang und führten eine Sichtkontrolle in dem Raum durch, in dem sich die Ereignisse ereignet haben sollen.
Einsatzkräften der Reserve and Security Group (GRS) gelang es zusammen mit dem für sexuelle Übergriffe zuständigen Team der Kriminalpolizei der Guardia Civil, die sechs Personen festzunehmen. Noch am selben Morgen gegen 11 Uhr hätten die Polizisten die mutmaßlichen Täter einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Um 13 Uhr sei das Opfer in Begleitung der Polizei ebenfalls im Gericht erschienen, um den Fall zu schildern. Bereits zuvor hatte ein Gerichtsmediziner die Frau untersucht und dabei offenbar Griffspuren an ihrem Arm festgestellt.
Urlaubssaison auf Mallorca: Mindestens vier Vergewaltigungen innerhalb eines Monats bekannt geworden
Alleine in dieser Urlaubssaison war dies auf Mallorca längst nicht das einzige Verbrechen dieser Art. Neben der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung von einer 18-Jährigen aus Hannover müssen sich nach einem sexuellen Missbrauch zwei Urlauber aus Irland vor Gericht verantworten. Nur wenige Tage später wurde auch eine 20-jährige Deutsche mutmaßlich auf einer Kneipentoilette vergewaltigt. Bereits im vergangenen Jahr ist es alleine in einem Monat zu drei Massenvergewaltigungen in Spanien gekommen.
Die Häufigkeit geht wohl auch mit einem Problem einher, dass vielen bereits bekannt ist. Denn ohnehin klagen viele Bewohner Mallorcas über die Zustände des Massentourismus und immer schlimmer werdende Saufexesse. Eine Initiative plant sogar ein komplettes Alkoholverbot im Freien.
Spanien beschließt „Nur-ja-heißt-ja-Gesetz“ – weil Vergewaltiger oft zu glimpflich davon kommen
Erst vergangenes Jahr hatte die spanische Regierung zudem das sogenannte „Nur-ja-heißt-ja-Gesetz“ beschlossen. Das bedeute, dass alle beteiligten Sexualpartner einer sexuellen Handlung ausdrücklich zustimmen müssen. Ein stillschweigendes Einverständnis würde demnach bereits einen Gesetzesbruch darstellen. Damit reagierte die linke Regierung in Madrid auf immer mehr Fälle von Massenvergewaltigungen, bei denen die Täter mit glimpflichen Strafen davon kommen.

