VonMichelle Manteyschließen
Rote Warnschilder in Venedig warnen vor einem Tier, das es besonders auf ahnungslose Reisende abgesehen hat. Dieses Verhalten sollten Sie daher beachten.
Venedig – In den vergangenen Monaten sorgten Angriffe von Bären für Angst unter den Italien-Urlaubern. Auch Angriffe von Kühen wurden in der Region Südtirol gemeldet. Doch nun hat es ein ganz anderes Tier auf Touristen abgesehen: Denn die Stadt Venedig warnt vor der Möwe.
Wer in die beliebte Lagunenstadt reist, kommt seit Donnerstag (14. September) immer wieder an den roten Schildern mit der Aufschrift „Vorsicht vor den Möwen“ vorbei. Hunderte Warnschilder soll die Stadt laut der italienischen Nachrichten- und Presseagentur ANSA auf Abfallbehältern der ganzen Stadt angebracht haben. Sie enthalten Hinweise auf Englisch und Italienisch, die sich insbesondere an Urlauber richten sollen.
Möwen attackieren Venedig-Urlauber
Bereits auf der Homepage mahnt die Stadt Venedig, keine Möwen oder Tauben zu füttern. Doch nicht nur Füttern lockt die Vielzahl an Möwen und Tauben an, sondern auch das bloße Essen auf der Straße. Urlauber werden dazu angehalten, nicht auf den Straßen oder Plätzen zu essen. „Essen auf den Straßen ist nicht empfohlen“, heißt es auf den roten Plakaten. Insbesondere möchte die Stadt laut ANSA mit ihrer Aktion auf die vermehrt auftretenden Angriffe von Möwen hinweisen.
Diese attackieren Menschen mit Essen in den Händen und versuchen ihnen die Nahrung zu entreißen. Auch Essensreste auf den Straßen verstärken das Problem. Wer derzeit auf dem Boden isst oder trinkt, muss nicht nur mit einem Angriff einer Möwe, sondern auch mit einer Strafe in Höhe von 100 bis 200 Euro rechnen. Das Füttern der Tiere ist sogar noch teurer. Hierfür wird eine Strafgebühr in Höhe von 25 bis 500 Euro erhoben.
Mit diesen hohen Geldstrafen möchte die Stadt das Verhalten der Touristen beeinflussen. Vor der Corona-Pandemie besuchten an manchen Tagen mehr als 100.000 Personen die italienische Lagunenstadt. Daher müssen Urlauber seit diesem Jahr bereits einen Eintritt zahlen, um die Stadt besichtigen zu dürfen. Wer kein Ticket besitzt, muss mit einer Strafe in Höhe von 50 bis 100 Euro rechnen. So möchte die Stadt auf den Massentourismus besser vorbereitet sein. Ob eine Geldstrafe oder Plakataktion hilft, das Verhalten der Urlauber zu beeinflussen, bleibt abzuwarten. (mima)
Rubriklistenbild: © Stefan Rotter/IMAGO

