Kleidung, Müll, Fahrrad

Italien-Urlaubern droht Strafe bis zu 500 Euro – auch Venedig greift durch

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Das Füttern von Tauben in Venedig kann teuer werden. (Symbolbild)
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Ein Tag in Venedig ist für viele Touristen in Italien ein absolutes Muss. In der Lagunenstadt gelten einige Regeln, die bei Nicht-Beachtung teuer werden können.

Venedig – Pizza und Pasta, Sonne und Meer ziehen jährlich etliche Touristen nach Italien. Der Mittelmeer-Staat weiß mit seinen Vorzügen zu begeistern. Doch auf Urlauber wartet auch die ein oder andere böse Überraschung. Einige Regeln für Touristen sollten bekannt sein. Sie reichen von kurios bis nachvollziehbar. Das Sprichwort „anderes Land, andere Sitten“ trifft es da wohl ganz gut. Seien es Lässigkeit am Steuer, das Bauen von Sandburgen an den Stränden oder das Hinsetzen auf die Stufen eines historischen Monuments – vieles kann teuer werden. 

Urlaub in Venedig: Das sollten Touristen vor einem Besuch wissen

Betroffen von einigen Regeln für Touristen ist auch Venedig. Der Canal Grande, eine Gondelfahrt durch die Wasserstraßen oder der Markusdom. Die Stadt, die in einer Adria-Lagune erbaut wurde, wird Jahr für Jahr von Touristen überlaufen. Um die Besucherströme künftig besser in den Griff zu bekommen, plant die Lagunenstadt einen Eintritt für Urlauber.

Wer sich durch die engen Gassen einen Weg bahnt, Kirchen und andere historische Gebäude besichtigt, um sich einen Überblick über Venedig zu verschaffen, sollte ein wenig Acht geben. Es gibt eine Verordnung der Stadtpolizei der Gemeinde Venedig, die einiges regelt.

Tauben füttern in Venedig verboten: Harte Strafe droht – auch bei anderen Tätigkeiten

Wer sich bei einem Trip durch die Lagunenstadt abkühlen möchte, sollte das nicht in den Kanälen, deren Wasser sich 2023 grün färbte, machen, sondern lieber auf ein kühles Getränk zurückgreifen. Das Baden und Schwimmen oder ins Wasserspringen ist verboten. Es droht eine Strafe von 350 Euro. Auch das Spazieren in Badekleidung durch Venedig ist verboten. Eine Strafgebühr von 250 Euro kann fällig werden.

  • Auf dem Boden essen und trinken: Strafe zwischen 100 und 200 Euro.
  • Abfälle liegen lassen oder auf die Straße werfen: 350 Euro.
  • Das Fahren mit dem Fahrrad: 100 Euro.

Weiter, so informiert die Stadt Venedig auf ihrer Website, ist das Füttern von Tauben und Möwen untersagt. Besonders am Markusdom gehören Tauben fast schon zum Stadtbild – und das ist nicht unbedingt immer ein Anlass zur Freude gewesen. 2007 kündigte Venedigs Bürgermeister einen „totalen Krieg den Tauben“ an, wie er in der italienischen Zeitung La Repubblica damals sagte. Nicht verwunderlich also, dass in Venedig das Füttern der Tiere untersagt ist. Wer es dennoch riskiert und den Vögeln Futter gibt, muss möglicherweise richtig tief in die Tasche greifen. Es droht eine Strafgebühr zwischen 25 und 500 Euro.

Ähnlich teuer kann es auch auf Mallorca werden. Der Malle-Touristenandrang ist Einheimischen nicht selten ein Dorn im Auge. Es gibt neue Vorschriften für das Partyleben auf der spanischen Insel. (mbr)

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