„Gefahr für Leib und Leben“

Hochwasser-Alarm in Deutschland: Behörden melden Dammbruch – massive Zugausfälle im Fernverkehr

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  • Michelle Brey
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In Süddeutschland ist die Hochwasserlage äußerst dynamisch. Dazu ist neuer Starkregen ist im Anmarsch. Das extreme Wetter forderte bereits Todesopfer.

Update vom 3. Juni, 9.51 Uhr: Die Hochwasserlage in Bayern und Baden-Württemberg bleibt kritisch. Die Autobahn A9 bei Ingolstadt ist weiter gesperrt. Im Landkreis Pfaffenhofen ist in den Morgenstunden ein Damm im Bereich Markt Manching gebrochen. Aktuell werden dort 800 Menschen in die höheren Stockwerke ihrer Häuser evakuiert, berichtet der BR.

Die Stadt Regensburg hat den Katastrophenfall ausgerufen. Nachdem der Donau-Pegel an der Eisernen Brücke in den Morgenstunden eine Höhe von 5,80 Metern erreichte. „Ein Katastrophenfall wird ausgerufen, wenn es ein Schadensereignis gibt, das die Lebensgrundlage oder die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen gefährdet“, teilt die Stadt Regensburg auf seiner Webseite mit.

In Baden-Württemberg ist seit der Nacht auf Montag vor allem der Rems-Murr-Kreis und der Kreis Göppingen von akutem Hochwasser betroffen. Hier wurde der Katastrophen-Voralarm ausgelöst. Die Lage hätte sich in Folge der Regenereignisse in der Nacht dramatisch zugespitzt.

Hochwasser in Süddeutschland: Regensburg ruft Katastrophenfall aus.

Brisante Hochwasserlage in Bayern: Suche nach Vermissten läuft weiter

Update vom 3. Juni, 6.51 Uhr: Einsatzkräfte suchen im schwäbischen Offingen weiterhin fieberhaft nach einem im Hochwasser vermissten Feuerwehrmann. Er wurde nach Angaben der Polizei noch nicht gefunden. „Die Suche wird weiter fortgesetzt werden“, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen.

Der 22-Jährige war in der Nacht zum Sonntag in der Gemeinde im Landkreis Günzburg mit einem Boot der DLRG-Wasserrettung unterwegs gewesen. Das mit fünf Einsatzkräften besetzte Boot war aufgrund starker Strömung gegen 2.50 Uhr gekentert. Vier Einsatzkräfte konnten sich demnach aus eigener Kraft an Land retten und blieben unverletzt. Im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm war in derselben Nacht bereits ein Feuerwehrmann bei einer Rettungsaktion ums Leben gekommen.

Am Sonntag wurde im oberbayerischen Schrobenhausen eine 43-jährige Frau vermisst. Rettungskräfte vermuteten sie in einem überfluteten Keller. Wegen der gefährlichen Lage konnten Helfer aber bis Sonntagabend nicht nach ihr suchen. Ob sie mittlerweile gefunden wurde, konnte ein Polizeisprecher am Montag zunächst nicht sagen. 

Lage um Hochwasser in Deutschland bleibt angespannt – große Einschränkungen im Bahnverkehr

Update vom 3. Juni, 5.43 Uhr: In Süddeutschland bleibt die Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten weiter angespannt: Nach Behördenangaben ist in der Nacht zum Montag in der Ortschaft Ebenhausen-Werk bei Reichertshofen im bayerischen Landkreis Pfaffenhofen ein Damm gebrochen. In der Gemeinde Ebersbach an der Fils südöstlich von Stuttgart rief die Stadtverwaltung die Bewohner auf, sich auf Evakuierungen vorzubereiten.

In der Nacht hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) alle Unwetterwarnungen vor schweren Gewittern mit Starkregen aufgehoben. Vor allem in Süddeutschland gibt es laut DWD noch gebietsweise schauerartige Regenfälle mit möglichem Starkregen. Ab Montagmittag sind davon vor allem Gebiete südlich der Donau sowie am Bayerischen Wald betroffen. Für den weiteren Tagesverlauf bis Montagabend besteht laut Wetterdienst eine Dauerregen-Warnung für den Bereich Oberschwaben und Allgäu. Infolge der südlich der Donau zu erwartenden Regenfälle kann der Wasserstand in den Zuflüssen zur Donau und zum Bodensee im Raum Oberschwaben demnach erneut ansteigen.

In Pfaffenhofen an der Ilm steht ein Großteil des Ortes unter Wasser. (Luftaufnahme mit einer Drohne)

Der anhaltende Regen und die angespannte Hochwasserlage beeinträchtigen auch weiterhin den Bahnverkehr in Süddeutschland. Wegen der Unwetterschäden müssen Reisende in Bayern und Baden-Württemberg auch am Montag mit Zugausfällen und Verspätungen im Fernverkehr rechnen, wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mitteilte.

Demnach ist München derzeit mit Fernverkehrszügen aus Richtung Stuttgart, Würzburg und Nürnberg nicht anfahrbar. Zu Zugausfällen kommt es unter anderem auf den Strecken zwischen München und Berlin sowie zwischen Stuttgart und Frankfurt. Bei den noch verkehrenden Zügen müssten Reisende mit einer hohen Auslastung rechnen. Von Reisen in die betroffenen Hochwassergebiete in Bayern und Baden-Württemberg rät die Bahn zudem ab. Reisende könnten ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, hieß es.

Hochwasser in Deutschland: Einsatzkräfte bangen außerdem weiter um einen Feuerwehrmann

Update vom 2. Juni, 23.48 Uhr: Entgegen erster Meldungen sucht die Polizei weiter nach der in Neuburg-Schrobenhausen vermissten 43-Jährigen. Sie wird in einem überfluteten Keller vermutet. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord sagte am Abend dem BR: Personentaucher hätten den Keller bereits teilweise abgesucht, aber bislang niemanden aufgefunden.

Update vom 2. Juni, 22.18 Uhr: Zehntausende Helfer kämpfen in Bayern und Baden-Württemberg gegen das Hochwasser. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist eine 43-jährige Frau ums Leben gekommen. Wie mehrere Medien berichten, sei sie am Samstagabend im Keller ihres Hauses von den Wassermassen überrascht worden. Sie galt zuvor als vermisst. Taucher konnten wegen der starken Strömung eine Zeit lang nicht in das untere Geschoss vordringen. An der Donau bereitet man sich indes auf die drohende Hochwasserwelle vor, auch in der baden-württembergischen Gemeinde Merkenbeuren.

Einsatzkräfte bangen außerdem weiter um einen Feuerwehrmann, der in Offingen in Schwaben vermisst wird. Der 22-Jährige war in der Nacht zu Sonntag bei einem Einsatz in einem Boot unterwegs.

Bilder vom Hochwasser in Deutschland: Zahlreiche Orte unter Wasser – es gibt Tote und Vermisste

Pfaffenhofen in Oberbayern ist dramatisch vom Hochwasser betroffen. Die Einsatzkräfte haben einen schweren Verlust zu verkraften. An der Ilm war am Wochenende ein Feuerwehrmann bei einer Rettungsaktion ums Leben gekommen. Doch die Gefahr verlagert sich auch nach Passau und Regensburg.
Pfaffenhofen in Oberbayern ist dramatisch vom Hochwasser betroffen. Die Einsatzkräfte haben einen schweren Verlust zu verkraften. An der Ilm war am Wochenende ein Feuerwehrmann bei einer Rettungsaktion ums Leben gekommen. Eine Frau starb in ihrem gefluteten Keller in Schrobenhausen. Ein Feuerwehrmann wird bei Günzburg vermisst. Doch die Gefahr verlagert sich auch nach Passau und Regensburg. Die Bilder vom Wochenende und vom Montag. © Jason Tschepljakow/dpa
Eine Uferstraße ist vom Hochwasser überschwemmt. Die Drei-Flüsse-Stadt Passau in Niederbayern hat aufgrund des Starkregens ebenfalls mit erheblichem Hochwasser zu kämpfen. Der Pegelstand der Donau stieg am Sonntag auf mehr als 7,70 Meter, wie der Hochwassernachrichtendienst mitteilte. Zahlreiche Straßen und Plätze in Stadtgebiet stehen unter Wasser.
Eine Uferstraße ist vom Hochwasser überschwemmt. Die Drei-Flüsse-Stadt Passau in Niederbayern hat aufgrund des Starkregens ebenfalls mit erheblichem Hochwasser zu kämpfen. Der Pegelstand der Donau stieg am Sonntag auf mehr als 7,70 Meter, wie der Hochwassernachrichtendienst mitteilte. Zahlreiche Straßen und Plätze in Stadtgebiet stehen unter Wasser.  © Markus Zechbauer/Zema Medien/dpa
nden einen Stand von 5,80 Meter erreicht, wie die Stadt mitteilte. Die historische Wurstkuchl wird mit einer Schutzwand vor dem Hochwasser der Donau geschützt.
Das Wasser der Donau steigt und steigt, nun hat auch Regensburg den Katastrophenfall ausgerufen. Die Wasserhöhe am Messpunkt Eiserne Brücke habe in den Morgenstunden einen Stand von 5,80 Meter erreicht, wie die Stadt mitteilte. Die historische Wurstkuchl wird mit einer Schutzwand vor dem Hochwasser der Donau geschützt.  © Armin Weigel/dpa
Auch Menschen in Baden-Württemberg sind weiter in großer Gefahr. Hier ein Blick auf Täferrot, wo der Fluss Lein über die Ufer getreten war und Überschwemmungen verursacht hatte.
Auch Menschen in Baden-Württemberg sind weiter in großer Gefahr. Hier ein Blick auf Täferrot, wo der Fluss Lein über die Ufer getreten war und Überschwemmungen verursacht hatte. © Jason Tschepljakow/dpa
Autos fahren durch eine von Hochwasser betroffene Kreisstraße zwischen Beuren und Illerrieden
Besonders im Süden hat das befürchtete Unwetter voll zugeschlagen. In Baden-Württemberg regnete es seit den Samstag-Morgenstunden (1. Juni) heftig. Straßen wurden geflutet, wie hier zwischen Beuren und Illerrieden. © Marius Bulling/Imago
Hochwasser in Babenhausen (Bayern).
Im Laufe des Samstagvormittags (1. Juni) wurden in fünf bayerischen Landkreisen der Katastrophenfall ausgerufen. Mehrere Menschen mussten mit dem Boot gerettet werden, so wie hier in Babenhausen. © Stefan Puchner/dpa
Feuerwehrleute arbeiten überfluteten Straße in Ichenhausen, nachdem die Günz übergetreten war.
Im Landkreis Günzburg (Bayern) ist die befürchtete Jahrhundertflut eingetreten. Feuerwehrleute arbeiten an überfluteten Straßen in Ichenhausen, nachdem die Günz übergetreten war. (Foto-Collage) © dpa/Foto-Collage
Rettungskräfte fahren die Hochwasserlage in Bayern (Fischbach) mit einem Jetski ab.
In den angrenzenden Landkreisen Günzburg und Augsburg wurde im Laufe des Samstagvormittags der Katastrophenfall ausgerufen, nachdem die Pegelstände stark angestiegen waren. Im Ort Fischbach (Landkreis Augsburg) verschaffen sich Einsatzkräfte mit Jetskis einen Überblick über die Lage. © dpa
Hochwasser nach Extremwetter in Haselbach (Bayern).
Doch auch andere Teile Bayerns sind stark betroffen. In der Gemeinde Haselbach östlich von Regensburg hat der Dauerregen einen Spielplatz komplett unter Wasser gesetzt. © Stefan Puchner/dpa
Hochwasser nach heftigen Unwetter zwang den Rettungshelikopter auszurücken in Bayern.
Der Rettungshelikopter musste ebenfalls ausrücken. Personen mussten aus ihrem Haus auf dem Luftweg befreit werden, da sie sonst nicht mehr herausgekommen wären. © Stefan Puchner/dpa
Feuerwehrleute kämpfen gegen das Hochwasser in Ochsenbach, Baden-Württemberg.
Auch in Baden-Württemberg haben zahlreiche Einsatzkräfte mit dem Unwetter zu kämpfen. In Ochsenbach nordwestlich von Memmingen stapeln Feuerwehrleute Sandsäcke und pumpen Wasser ab. Die schlimmste Unwetter-Zelle hielt sich am Samstag (1. Juni) zwischen München und Stuttgart. © Thomas Warnack/dpa
Hochwasser auch auf den Straßen in Ochsenbach, Baden-Württemberg.
Dennoch waren im Ort zahlreiche Straßen geflutet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) riet von Aufenthalten im Freien ab. © Thomas Warnack/dpa
Unwetter-Lage in Baden-Württemberg.
Hier findet sicher so schnell kein Fußballspiel statt. Eigentlich sollte der SV Daugendorf im Ortsteil der Stadt Riedlingen (Baden-Württemberg) am Samstag (1. Juni) das letzte Spiel der Runde ausrichten. Nach den Unwettern steht der Platz unter Wasser.  © Thomas Warnack/dpa
In Sachsen haben Einsatzkräfte schon am Freitagabend (31. Mai) Vorkehrungen getroffen.
Seit Tagen herrscht in Deutschland die Sorge vor heftigen Unwettern und einer Jahrhundertflut. In vielen Regionen, wie hier in Sachsen, haben Einsatzkräfte schon am Freitagabend (31. Mai) Vorkehrungen getroffen.  © Katrin Mädler/dpa
In Bad Wörishofen im Unterallgäu, staut sich das Hochwasser nach andauernden Regenfällen an.
Im Unterallgäu hatte sich schon am späten Freitagabend (31. Mai) an einigen Stellen Wasser angesammelt. Die Behörden bereiteten am Samstagvormittag eine Evakuierung vor und rieten den Bewohnern freiwillig ihre Häuser zu verlassen. Vor allem in Hanggebieten sind Erdrutsche möglich, warnt der DWD. © Bernd Feil /Imago
Überflutete Straße in Lindau am Bodensee.
In Lindau am Bodensee verschluckte Hochwasser auf gefluteten Straßen in der Nacht zum Samstag einen Van. © Bernd März/dpa

Update vom 2. Juni, 20.17 Uhr: Der DWD warnt am Sonntagabend vor neuen, starken Regenfällen im Süden des Landes. In vielen Teilen Bayerns gilt eine Unwetterwarnung der Stufe 2, darunter Landkreise unterhalb von München bis an den Alpenrand sowie zwischen Augsburg und Bamberg. In Baden-Württemberg ist der Süden zwischen Freiburg und Ravensburg bis zur Schweizer Grenze erneut betroffen.

Östlich von Stuttgart, im Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis sowie Schwäbisch-Hall gilt Alarmstufe Rot. Hier wird vor schwerem Gewitter mit Starkregen und Hagel gewarnt (Stand: 20.27 Uhr). Darüber hinaus hat der DWD auch eine Unwetter-Warnung für den Osten Deutschlands herausgeben. Diese gilt für Regionen um Frankfurt-Oder und Eisenhüttenstadt.

Der DWD warnt vor neuen Unwettern in Bayern und Baden-Württemberg.

Hochwasser-Lage in Deutschland: Gemeinde in BaWü warnt vor „Gaffern“

Update vom 2. Juni, 18.25 Uhr: Eine Gemeinde in Baden-Württemberg warnt inzwischen vor Hochwasser-Tourismus. In Meckenbeuren (Bodenseekreis) ist der Fluss Schussen über die Ufer getreten, zahlreiche Häuser sind geflutet. „Eine große Behinderung für die Einsatzkräfte stellen die zahlreichen Hochwassertouristen und Gaffer dar, die sich zum Teil in Lebensgefahr bringen“, heißt es in einer Mitteilung.

„Auch wenn es gerade weniger oder gar nicht regnet, werden Sonntagsspaziergänger gebeten, das Hochwassergebiet zu meiden, Sperrungen an Brücken und Straßen zu respektieren“, sagte eine Sprecherin.

Update vom 2. Juni, 17.35 Uhr: Die Hochwasser-Lage macht den Gemeinden zu schaffen, jetzt haben auch die Landkreise Dachau und Kelheim den Katastrophenfall ausgerufen. Das teilten die Landratsämter am Sonntag mit. „Die derzeitige Lage, verbunden mit den Prognosen hinsichtlich der Pegelstände, bleibt angespannt. Mit dieser Maßnahme möchten wir deshalb gewährleisten, dass Hilfeleistungen bestmöglich koordiniert und bewältigt werden können“, sagte Kelheims Landrat Martin Neumeyer.

Örtliche Kräfte seien zudem in Dachau nicht mehr in der Lage, die zahllosen Einsatzstellen in den kommenden Stunden abarbeiten zu können, wie Landrat Stefan Löwl sagte.

Mehrere Landkreise haben wegen des Hochwassers inzwischen den Katastrophenfall ausgerufen.

Hochwasser-Lage in Deutschland: Weitere Einschränkungen im Zugverkehr

Update vom 2. Juni, 16.30 Uhr: Fahrgäste müssen sich wegen der Unwetter in Süddeutschland auch am Montag auf Einschränkungen im Zugverkehr einstellen, das teilte die Deutsche Bahn mit. Wer bis einschließlich Sonntag eine Fahrkarte für den Zeitraum von Sonntag bis diesen Montag gekauft hat und seine Fahrt wegen der Unwetterschäden verschieben möchten, kann später reisen. Die Zugbindung sei für diese Fahrkarten aufgehoben, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. In welchem Umfang der Verkehr beeinträchtigt ist, lässt sich nach Angaben einer Sprecherin noch nicht beziffern. 

Am Sonntag waren mehrere Fernverkehrsstrecken im Süden Deutschlands betroffen. Züge fielen aus, etwa auf den Strecken München-Nürnberg-Berlin, Stuttgart-Mannheim-Frankfurt sowie Karlsruhe-Stuttgart-Crailsheim-Nürnberg und Karlsruh-Stuttgart-Ulm-Augsburg-München. Die Bahn riet von Reisen in Gebieten in Bayern und Baden-Württemberg ab, die von Hochwasser betroffen sind. 

Hochwasserlage in Deutschland: Schwerverletzter durch Stromschlag

Update vom 2. Juni, 16 Uhr: In Teilen Bayerns kommt es in Folge der Wassermassen zu Beeinträchtigungen der Stromversorgung. Wie Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) mitteilte, sind im Gebiet der LEW Verteilnetz GmbH vor allem die Landkreise Günzburg, Augsburg, Dillingen und Unterallgäu von lokalen Stromausfällen betroffen.

Im Netz der Bayernwerk Netz GmbH konzentriere sich das Störungsaufkommen aktuell auf Oberbayern. Verstärkt betroffen sei derzeit der Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm sowie der nördliche Landkreis Freising (Allershausen). Das Umspannwerk Reichertshofen sei zudem stromlos. Die Stromversorgung der Bevölkerung kann laut Aiwanger derzeit noch größtenteils über alternative Netzverbindungen sichergestellt werden.

Update vom 2. Juni, 15.30 Uhr: Bei Stromarbeiten im oberbayerischen Landkreis Freising ist ein Mann lebensgefährlich verletzt worden. Der 27-jährige Beschäftigte eines Energieunternehmens habe einen Stromschlag erlitten. Das teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mit. Er sei aus einem überfluteten Bereich am Rathaus in Allershausen geborgen und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden. Es sei anzunehmen, dass die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Hochwasser gestanden hätten.

Hochwasserlage in Deutschland: Weiterer Damm droht zu brechen – „Extreme Gefahr“

Update vom 2. Juni, 14.45 Uhr: Im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen drohen die Wassermassen einen weiteren Damm brechen zu lassen – nun im Bereich von Manching. Das teilte das Landratsamt mit. Die Behörden riefen die Bewohner der Orte Rottmannshart, Westenhausen, Lindach, Ernsgaden, Irsching und Knodorf auf, sich in höhere Stockwerke zu begeben. Über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sei eine Warnmeldung „Extreme Gefahr“ für diese Bereiche herausgegeben worden.

Pfaffenhofen an der Ilm ist von dem Hochwasser enorm betroffen.

Zuvor war schon im Bereich der Gemeinde Baar-Ebenhausen ein Damm an zwei Stellen geborsten. Das Wasser stieg danach unaufhaltsam (siehe Update, 12.25 Uhr).

Update vom 2. Juni, 14 Uhr: Die Autobahn A9 ist auf der Strecke zwischen Allershausen und Ingolstadt gesperrt. Rund 50 Kilometer sind betroffen, die Fahrbahn sei teilweise überspült, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mit. Hintergrund ist ein Dammbruch im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Es gebe zudem Stromausfälle. Betroffen sei eine erhebliche Anzahl von Menschen. Es werde versucht, das Problem zu lösen.

Hochwasserlage in Deutschland: Weitere Warnungen – auch für Sachsen und Brandenburg

Update vom 2. Juni 2024, 13.20 Uhr: Der DWD seine Wetterkarte aktualisiert. Teile Bayerns und Baden-Württembergs bleiben orange schraffiert (siehe Update, 8.37 Uhr). Hinzugekommen sind Warnungen für Sachsen und Brandenburg. Dort drohen starke Gewitter, Starkregen und Windböen.

Die aktuelle Wetterkarte des DWD am Sonntag, 13 Uhr.

Indes wird in Bayern nach einem Vermissten im Zusammenhang mit der Hochwasserlage gesucht. Das berichtet der BR unter Berufung auf einen Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West. Ein 22-Jähriger war in der Nacht zu Sonntag in Offingen mit Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr und der DLRG bei einer Evakuierung im Einsatz. Das Boot kenterte, die Suche nach dem jungen Mann laufe. Die anderen vier Helfer konnten demnach gerettet werden.

Elf Landkreise rufen Katastrophenfall aus – Hochwasserlage in Deutschland weiter brisant

Update vom 2. Juni 2024, 12.25 Uhr: Im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ist am Sonntag ein Damm an zwei Stellen gebrochen. Das berichtet die dpa. Es handele sich um zwei Stellen an einem Damm im Bereich der Gemeinde Baar-Ebenhausen am Fluss Paar, einem Nebenfluss der Donau, sagte demnach ein Sprecher des Landratsamtes. 

Der Katastrophenfall gilt in elf bayerischen Landkreisen: Dachau, Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis, Augsburg, Schrobenhausen, Dillingen, Freising, Donau-Ries, Unterallgäu, Günzburg, Aichach-Friedberg und Neu-Ulm.

Update vom 2. Juni 2024, 11.55 Uhr: In Bayern spitzt sich die Hochwasserlage gebietsweise zu. Wie der BR berichtet, ereignete sich im Landkreis Pfaffenhofen ein Dammbruch. Drei Gemeinden seien betroffen: Reichertshofen, Baar-Ebenhausen und Manching. Bewohner sollten das Erdgeschoss verlassen und in höhere Stockwerke gehen. Zudem könnte die A9 bei Allershausen gesperrt werden. Der BR bezieht sich hier auf einen Landratsamtssprecher.

In Baden-Württemberg stehen indes Teile der Gemeinde Meckenbeuren (Bodenseekreis) unter Wasser. Der Fluss Schussen sei in den Ortsteilen Kehlen und Brochenuell über das Ufer getreten und habe Straßen geflutet, wie eine Gemeindesprecherin am Sonntag miteilte Verletzte gab es demnach zunächst nicht. Der Pegelstand des Flusses sei am Samstagabend auf mehr als 4,86 Meter gestiegen. Seitdem falle er langsam ab. Normalerweise sei der Schussen dort nur 45 Zentimeter tief. 

Teile von Meckenbeuren im Bodenseekreis stehen unter Wasser.

Update vom 2. Juni 2024, 9.15 Uhr: Im Landkreis Augsburg wurden in der Nacht Teile von drei Orten evakuiert. Betroffen waren Nordendorf, Kühlental und Batzenhofen. Das berichtet der BR unter Berufung auf Landrat Martin Sailer. Ähnlich sieht es in Hohenkammer im Landkreis Freising aus. Dort sind laut BR 150 Menschen evakuiert worden. Indes wurde im Landkreis Dachau der Katastrophenfall ausgerufen. Auch hier kam es zu Evakuierungen. Die A8 in Richtung München wurde teilweise gesperrt (zwischen Sulzemoos und Dachau/Fürstenfeldbruck).

Hochwasserlage in Deutschland weiter angespannt: Wetterwarnungen für Sonntag im Überblick

Update vom 2. Juni 2024, 8.37 Uhr: Die Wetterlage in Bayern und Baden-Württemberg bleibt auch am Sonntag angespannt. Große Teile der beiden Bundesländer sind in der aktuellen Wetterkarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) orange schraffiert. Das gilt als „Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter“, heißt es vom DWD.

Die Warnung gilt von Sonntag, 12 Uhr bis Montag, 0 Uhr. Demnach kommt es zu „gebietsweise kräftigen Gewittern mit Unwetterpotenzial“. Erneut sei Starkregen – teils über mehrere Stunden hinweg – möglich. Kleinräumig könnten bis zu 50 Liter pro Quadratmeter, lokal eng begrenzt auch bis zu 70 Liter pro Quadratmeter, zusammenkommen. In der Nähe von Stuttgart gilt eine amtliche Warnung vor Starkregen bereits in den Morgenstunden (8.30 Uhr bis 9.30 Uhr).

Die aktuelle Wetterkarte des DWD (Stand: 8.37 Uhr)

Das Technische Hilfswerk (THW) hat die Zahl seiner Einsatzkräfte in den Überschwemmungsgebieten in Süddeutschland indes deutlich aufgestockt. Mittlerweile seien mehr als 1800 Kräfte im Einsatz, teilte eine Sprecherin am Sonntagmorgen mit. 

In der Nacht wurde die A7 zwischen Homberg und Bad Hersfeld geflutet. Die Autobahn wurde von der Polizei gesperrt.

Hochwasser-Alarm in Deutschland: Ein Mensch im Hochwasser gestorben

Update vom 2. Juni 2024, 7.30 Uhr: Im bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm ist nun offenbar ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz im Hochwasser ums Leben gekommen. Das berichtet der BR unter Berufung auf die Polizei. Demnach sei die Freiwillige Feuerwehr Ehrenberg-Pfaffenhofen am Samstagabend gegen 23 Uhr zu einem Einsatz gerufen worden. Mehrere Personen seien in einem Bungalow durch Hochwasser eingeschlossen gewesen. Vier Feuerwehr-Einsatzkräfte hätten mit Hilfe eines Bootes versucht, den Menschen zu helfen. Dann das tragische Unglück: das Boot kenterte im Hochwasser. Wie der BR weiter berichtet, konnten sich drei Feuerwehrleute retten. Der 42-Jährige galt zunächst als vermisst, wurde jedoch kurz darauf tot aufgefunden. Ein Sprecher des Landratsamts bestätigte das Unglück am Sonntagmorgen.

Wie der BR weiter berichtet, wird zudem eine Person im Landkreis Schrobenhausen vermisst. Diese soll sich in ihrem Keller aufgehalten haben. Aufgrund der aktuellen Hochwasser-Lage können Einsatzkräfte demnach jedoch aktuell nicht zu dem Haus durchdringen.

Update vom 2. Juni 2024, 6.10 Uhr: Auch am Sonntag bleibt die Hochwasserlage in zahlreichen Regionen angespannt. In den Überschwemmungsgebieten im bayerischen Landkreis Augsburg weiten die Behörden die Aufrufe zur Evakuierung aus. Anwohner sollten die Gemeinden Kühlenthal und Allmannshofen umgehend verlassen, warnte die Integrierte Leitstelle am frühen Sonntagmorgen. Für Menschen, die die Gebiete nicht selbst verlassen können, wurden Busse bereitgestellt.

Auch an anderen Orten in dem Landkreis wurden Menschen am Abend und in der Nacht aufgerufen, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. Betroffen waren vor allem Kommunen am Fluss Schmutter, einem Zufluss der Donau. In der Augsburger Messe wurde eine Notunterkunft eingerichtet. 

Hochwasserlage in Bayern: Zwei Altenheime evakuiert

Mehr als 200 Menschen sind im bayerischen Landkreis Pfaffenhofen in der Nacht zu Sonntag vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht worden oder haben ihre Häuser selbst verlassen. Zwei Altenheime seien evakuiert worden, sagte Landrat Albert Gürtner (Freie Wähler) am frühen Sonntagmorgen. In den Häusern habe ein Stromausfall gedroht, die rund 140 betroffenen Bewohner seien in Krankenhäusern untergebracht worden. Zudem seien mindestens 100 weitere Menschen von Evakuierungen in ufernahen Bereichen betroffen gewesen. Es gebe Notunterkünfte in Turnhallen.

Starke Regenfälle haben in der Ortschaft Hausen bei Bad Ditzenbach im Landkreis Göppingen die Fils über die Ufer treten lassen.

Das Wasser des Flusses Paar stieg am Sonntag zunächst weiter an. Der Scheitelpunkt werde im Gemeindebereich Hohenwart bis 6.00 Uhr morgens erwartet, sagte Landrat Gürtner weiter. Anschließend solle es die entlang der Paar liegenden Kommunen Reichertshofen, Baar-Ebenhausen und Manching erreichen. Die Paar ist ein Nebenfluss der Donau.

ICE-Waggons entgleisen nach Erdrutsch in Baden-Württemberg

Und auch in Baden-Württemberg machen die Wassermassen zahlreichen Landkreisen zu schaffen. Zwei Waggons eines ICE mit 185 Passagieren an Bord sind im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd am späten Samstagabend nach einem Erdrutsch entgleist. Die Passagiere blieben laut einem Bahnsprecher unverletzt und wurden in der Nacht zu Sonntag aus dem Zug evakuiert. „Es hat ein bisschen gerumpelt. Dann war eigentlich alles gut geregelt, keine Panik, alle waren ruhig. Die Einsatzkräfte waren schnell da und haben sich gut um uns gekümmert“, sagte Passagierin Elena Fabian der dpa.

Schwäbisch Gmünd liegt etwa 50 Kilometer östlich von Stuttgart. Dort hatte es wie in weiten Teilen Baden-Württembergs seit Freitag erhebliche Niederschläge gegeben. Dem Bahnsprecher zufolge sprangen die ersten beiden Waggons des ICE 510 auf der Fahrt von München nach Köln gegen 23.20 Uhr aus den Gleisen, kippten aber nicht um. Der Erdrutsch hatte demnach eine Breite von etwa 30 Metern. 

Strecke zwischen Aalen und Stuttgart bleibt vorerst gesperrt

Die Zugpassagiere kamen zunächst in einem nahe gelegenem Kindergarten unter. Dann wurden sie mit Bussen nach Plüderhausen (Rems-Murr-Kreis) und Stuttgart gebracht. Wie lange die Strecke zwischen Aalen und Stuttgart gesperrt bleibt, war zunächst unklar - ebenso, wann wieder Fernzüge zwischen Stuttgart und München fahren können. 

Experten der Bahn und der Bundespolizei hätten mit der Untersuchung der Unfallstelle begonnen, teilte die Stadt Schwäbisch Gmünd am frühen Sonntagmorgen mit. Wann und wie der ICE geborgen werde, könne jedoch erst bei Tageslicht entschieden werden. Die Feuerwehr war nach der Entgleisung mit 85 Einsatzkräften vor Ort, das Deutsche Rote Kreuz mit rund 70 Kräften.

Hochwasserlage in Deutschland: Lage bleibt weiter angespannt - besonders im Süden des Landes

Update vom 1. Juni 2024, 21.53 Uhr: Noch immer ist die Lage der Hochwasser in Teilen Deutschlands kritisch, besonders im Süden des Landes. Dort werden in einigen Orten Menschen mit Schlauchbooten und Helikoptern aus vom Wasser eingeschlossenen Häusern gerettet. Autodächer ragen aus braunen Fluten. Hunderte Rettungskräfte sind im Dauereinsatz. Es regnet wie aus Eimern, Teile Bayerns versinken in den Fluten. In sieben Landkreisen galt am Samstag der Katastrophenfall. An manchen Pegeln im westlichen Bayern wurde die höchste Hochwasserwarnstufe vier erreicht, an anderen wurde sie noch erwartet. 

Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann reisten in das schwäbische Hochwassergebiet. Die beiden CSU-Politiker machten sich im schwer betroffenen Diedorf ein Bild von der Lage. Für die Bürger sei die Situation eine „extreme Belastung“, sagte der Ministerpräsident. „Das ist noch nicht vorbei. Es geht jetzt erst richtig los.“

Hochwasser in Deutschland: ADAC mit Rettungshubschraubern im Einsatz – mehrere Autobahnsperrungen

Update vom 1. Juni 2024, 18.49 Uhr: Hochwasser und Unwetter betreffen dieses Wochenende zahlreiche Regionen in Deutschland. So ist derzeit nach eigenen Aussagen auch der ADAC an Rettungsaktionen in Süddeutschland beteiligt und fährt große Geschütze auf. „Wir sind mit allen Rettungshubschraubern Süddeutschlands im Einsatz“, sagte der Sprecher der ADAC-Luftrettung, Jochen Oesterle, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Besatzungen hätten erste Menschen aus bedrohten Gebieten ausgeflogen. Gleichzeitig kommt es zu Autobahnsperrungen, wie etwa auf der A3 nahe Regensburg. „Das Wasser drückt von den Feldern auf die Autobahn“, sagte ein Sprecher. Die Fahrbahnen seien zum Teil überflutet, der Verkehr werde deshalb umgeleitet.

Auch in Ostdeutschland kam es wegen überfluteter Straßen und vollgelaufenen Kellern zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr. Betroffen sind unter Landkreise in Ostthüringen. Für den Samstag meldet der DWD weiter auftretenden Starkregen, deshalb wurde in einigen Landkreisen, wie im Altenburger Land, bis zum Nachmittag vor starken Gewittern gewarnt.

DWD warnt nach Hochwasser in Deutschland: Jetzt kommen auch noch Gewitter hinzu

Update vom 1. Juni, 16.19 Uhr: In weiten Teilen Süddeutschlands ist in den vergangenen 24 Stunden so viel Regen gefallen, wie sonst in einem Monat. Die Folge: schwere Unwetter und der Katastrophenfall in fünf bayerischen Landkreisen. Nach dem Dammbruch in der Region von Augsburg müssen Menschen ihre Häuser verlassen, ganze Ortsteile werden abgeriegelt. „Es ist nicht mehr ausreichend, sich in höhere Stockwerke zu begeben“, hieß es dazu vom Landratsamt in Augsburg.

Bilder und Videos kursieren mittlerweile von der teils dramatischen Lage auch im Netz. Ein nicht unabhängig geprüfter Clip auf X zeigt das Ausmaß im bayerischen Babenhausen.

Zu dem Starkregen kommen im Laufe des Samstagmittags auch die Gefahr von heftigen Gewitter dazu. Darüber informiert der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf seinem X-Account. Betroffen sei hier vorrangig die Mitte des Landes und der mittlere Osten.

Damm bricht in Bayern nach Hochwasser: Landkreis Augsburg im Krisen-Modus

Update vom 1. Juni, 15.35 Uhr: Im Schwabenland hat sich ein Mann zu einer leichtsinnigen Aktion hinreißen lassen, die glücklicherweise ohne Folgen blieb. Wie die Polizei auf X berichtet, ist ein betrunkener Passant in Neu-Ulm auf den mobilen Hochwasser-Wall geklettert. Beamte beendeten das Vorhaben und richten auf X einen deutlichen Appell an die Bevölkerung, dies zu unterlassen. Es bestehe Lebensgefahr.

Update vom 1. Juni, 14.20 Uhr: Im Landkreis Augsburg ist am Samstagmittag infolge des heftigen Unwetters ein Damm gebrochen. Das teilte das Landratsamt mit. Bewohner in bestimmten Straßenzügen in dem Ort Diedorf müssen ihre Wohnhäuser verlassen.

Zuvor mussten bereits in Fischach, ebenfalls im Landkreis Augsburg, mit dem Helikopter aus ihren eingeschlossenen Häusern gerettet werden. Die Bewohner hätten auf andere Weise ihre Häuser nicht mehr verlassen können, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes. Es seien auch Boote und Wasserwacht im Einsatz.

Der Rettungshelikopter musste ebenfalls ausrücken. Personen mussten aus ihrem Haus auf dem Luftweg befreit werden, da sie sonst nicht mehr herausgekommen wären.

Hochwasser-Alarm in Deutschland: Dramatische Rettungseinsätze in Baden-Württemberg und Bayern

Update vom 1. Juni, 13.08 Uhr: Während das Unwetter an den östlichen und westlichen Alpenrändern in Deutschland nachlässt, bleibt die Lage vor allem um Augsburg angespannt. Im Laufe des Vormittags wurde hier und in den umliegenden Landkreisen der Katastrophenfall ausgerufen. Es wird befürchtet, dass die Pegelstände in den kommenden Stunden weiter stark ansteigen, so das Landratsamt in Augsburg.

Seit Stunden fällt in weiten Teilen Süddeutschlands heftiger Regen. In Baden-Württemberg mussten Menschen mit Booten in Sicherheit gebracht werden. Andernorts liefen Keller mit Wasser voll. Die in den frühen Morgenstunden ausgerufene höchste Unwetter-Warnstufe gilt in etlichen Landkreisen Bayerns und Baden-Württembergs noch immer. Auch in Thüringen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist das Unwetter jetzt angekommen, es gilt Warnstufe 2. 

Unwetter fluten Süddeutschland: Katastrophenfall in Bayern ausgerufen

Update vom 1. Juni, 11.24 Uhr: Mittlerweile hat das Unwetter auch den Osten Deutschlands erreicht. Rund um Dresden sowie an der Grenze zu Tschechien und gebietsweise auch zu Polen fällt nun ordentlich Regen. Es kann zudem gewittern, informiert der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Am schlimmsten ist die Lage aber weiterhin im Süden. In etlichen Landkreisen herrscht weiterhin die höchste Unwetter-Warnung, in einigen Landkreisen Bayerns wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Die Region rund um Augsburg trifft es besonders hart. In den beiden angrenzenden Landkreisen Günzburg im Westen Augsburgs und Aichach-Friedberg im Osten gilt höchste Vorsicht.

Die Lage im Landkreis sei gebietsweise dramatisch. „Deshalb habe ich entschieden, den K-Fall auszurufen. Wir müssen alle Kräfte aktivieren und bündeln, um den Menschen bestmöglich zu helfen», schrieb Landrat Klaus Metzger (CSU).

Unwetter in Deutschland: Jahrhundertflut in Bayern erreicht

Update vom 1. Juni, 10.15 Uhr: Vor Tagen hatten bereits Meteorologen vorsichtig vor einer möglichen Jahrhundertflut gewarnt. Vorsichtig deshalb, weil konkrete Prognosen während solchen Tiefs, wie das derzeitige, schwierig seien. Für den Landkreis Günzburg in Bayern hat sich die Vorhersage aber bewahrheitet.

Im Landkreis Günzburg ist die Befürchtung einer Jahrhundertflut eingetreten. Feuerwehrleute arbeiten an einer von der Günz überfluteten Straße in Ichenhausen, um das Wasser aus der Stadt fernzuhalten.

Wie das zuständige Landratsamt informierte, sind die Pegelstände eines Jahrhunderthochwassers vor Ort erreicht worden. Ein hundertjährliches Hochwasser ist eine rechnerische Größe und bezeichnet ein Hochwasser, das im statistischen Mittel einmal in hundert Jahren erreicht oder überschritten wird. Menschen in Günzburg werden dazu aufgerufen, sich von Gewässern fernzuhalten, der Deutsche Wetterdienst (DWD) rät, Aufenthalte im Freien zu meiden. Die Feuerwehr gibt wichtige Tipps für das richtige Verhalten bei Hochwasser. In den betroffenen Gebieten müsse unter anderem mit Stromausfällen gerechnet werden.

Im anliegenden Landkreis Augsburg ist man in Alarmbereitschaft. Verhältnisse wie in Günzburg seien nicht erreicht, aufgrund der steigenden Wasserstände wurde aber der Katastrophenfall ausgerufen. In weiten Teilen Bayerns herrscht noch immer die höchste Unwetter-Warnung des DWD.

Evakuierungen in Bayern werden vorbereitet – Unwetter bleiben wohl bis Montag

Update vom 1. Juni, 9.12 Uhr: Der erste Landkreis in Bayern bereitet derzeit eine Evakuierung der Bewohner vor. Demnach sollten sich die Menschen mehrerer Dörfer im Unterallgäu darauf gefasst machen, ihre Häuser zu verlassen. Es wird geraten, schon jetzt freiwillig zu gehen, heißt es. „Die Dammbereiche werden überflutet, die Hochwasserrückhaltebecken sind größtenteils voll“, wie Landrat Alex Eder (FW) erklärte. Betroffen seien Zell bei Bad Grönenbach, Dirlewang und Teilen von Babenhausen.

Unwetter-Karte zeigt in weiten Teilen Süddeutschlands Violett

Update vom 1. Juni 2024, 8.38 Uhr: Keine Entspannung der Wetter-Lage in Sicht: In über 20 Landkreisen im Süden Deutschland herrscht derzeit die höchste Warnstufe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Zwischen München und Stuttgart fällt momentan der meiste Regen, es bestehe „Große Gefahr für Leib und Leben durch massive Überflutungen und hohe Pegelstände“, schreibt der DWD. Zudem bestehe das Risiko, von den Wassermengen eingeschlossen zu werden, etwa durch überflutete und dadurch unpassierbare Wege. Möglich seien auch Erdrutsche.

Besonders den Süden Deutschlands trifft das Unwetter-Tief am Morgen des 1. Juni hart. In Bayern ist die Donau über die Ufer getreten. Für etliche Landkreise gilt die höchste Unwetter-Warnung. (Collage)

Hoffnung auf ein Ende des Regens dürfen sich die Menschen in Bayern wohl zunächst kaum welche machen. Wie Meteorologe Jörg Kachelmann auf seinem X-Account mitteilt, könnte sich das Unwetter mit kleinen Unterbrechungen bis Montagabend ziehen.

Wochenende beginnt mit Dauerregen in Bayern und Baden-Württemberg

Update vom 1. Juni 2024, 6.10 Uhr: Im Süden Deutschlands geht weiterhin Dauerregen in beträchtlichen Mengen nieder. Im schwäbischen Sigmarszell im Landkreis Lindau etwa fielen innerhalb eines Tages rund 128 Liter Regen pro Quadratmeter. Auch in fünf weiteren Städten in Bayern und Baden-Württemberg kamen bis zum frühen Samstagmorgen Niederschlagsmengen von mehr als 100 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden zusammen, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte.

Im bayerischen Ottobeuren im Landkreis Unterallgäu waren es rund 108 Liter sowie in Weiler-Simmerberg im Landkreis Lindau circa 104 Liter. In Baden-Württemberg war Wangen im Allgäu (Landkreis Ravensburg) der Ort mit dem meisten Regen, dort fielen rund 108 Liter pro Quadratmeter. In Kißlegg waren es rund 105 Liter.

Der Dauerregen hat vielerorts die Wasserstände der Flüsse ansteigen lassen. Vor allem große Teile Baden-Württembergs und Bayerns erwartet ein Wochenende mit erheblichem Dauerregen. Laut DWD gilt vielerorts weiterhin die höchste Warnstufe. 

Hochwasser in Deutschland: Zahlreiche Landkreise in Alarmbereitschaft

Update vom 31. Mai 2024, 22.47 Uhr: Vor allem in Süddeutschland bereitet man sich angesichts des vielen Regen auf Hochwasser vor. In ersten Orten wurden bereits Personen dazu aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Gleiches könnte auch in Oberschwaben zutreffen, Bewohner sollen für diesen Fall ihre Handys nachts anlassen. Bisher wurde Anwohnern empfohlen, vorsorglich ihre Wertgegenstände aus dem Keller und dem Erdgeschoss zu holen und möglichst nicht ins Untergeschoss ihrer Häuser zu gehen.

„Es ist leider zurzeit unklar, wie schnell die Pegel im weiteren Verlauf steigen werden. Daher gilt besondere Vorsicht“, hieß es auf der Seite der Einsatzkräfte. Auch im bayerischen Landkreis Günzburg ist die Lage angespannt, dort wurde sogar der Katastrophenfall ausgerufen. Noch am Freitagabend wurden die Campingplätze an den Flüssen Günz, Kammel und Mindel geräumt. Vorsorglich ließ der Landkreis zusätzliche 15.000 Sandsäcke befüllen. „Wir nehmen die Situation sehr ernst“, sagt Landrat Hans Reichhart. Man wolle die Zeit bestmöglich nutzen, bis das Hochwasser ankommt.

Hochwasser-Warnung in mehreren Regionen in Deutschland: Tausende sollen ihr Zuhause verlassen

Update vom 31. Mai 2024, 21.10 Uhr: Wegen akuter Hochwassergefahr wird rund 1300 Menschen in Meckenbeuren im Bodenseekreis geraten, ihr Zuhause zu verlassen. Es handele sich um keine Evakuierung, sondern um eine Empfehlung, sagte eine Sprecherin der Gemeinde in Baden-Württemberg am Freitagabend. Es wird laut Mitteilung damit gerechnet, dass die anhaltend starken Regenfälle insbesondere zu extremem Hochwasser im Fluss Schussen führen, auch das Risiko für weitere Flüsse im Gemeindegebiet steige.

Vor allem in Süddeutschland wird mit Hochwassern gerechnet.

Wetter-Warnung in mehreren Regionen – Experte rechnet mit einer „Monatsmenge Regen in zwei Tagen“

Erstmeldung vom 31. Mai 2024, 17.26 Uhr: München – Das Wetter dreht in Deutschland nochmal ordentlich auf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Freitag (31. Mai) vor Unwettern mit ergiebigem Dauerregen – vor allem der Süden und Südwesten des Landes sind betroffen. Starkregen hatte bereits Keller und Straßen in Teilen Baden-Württembergs unter Wasser gesetzt – Meteorologen befürchten eine Jahrhundertflut.

Unwetter-Lage spitzt sich in Deutschland zu – Bayern und Baden-Württemberg besonders betroffen

Die Wetterkarte leuchtet bunt: Während Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen von der Unwetter-Warnung betroffen sind, ist die Lage in den anderen Bundesländern überwiegend ruhig – zumindest noch. Denn für einige Regionen in Hessen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg hat der DWD bereits eine Vorabwarnung für schwere Gewitter mit Starkregen herausgegeben. Diese könnten spätestens im Laufe des Samstags (1. Juni) auftreten.

Die höchste Warnstufe gilt in Bayern südwestlich von München sowie in Baden-Württemberg südlich von Stuttgart bis zur Schweizer Grenze und dem Bodensee. „Da fällt quasi eine Monatsmenge Regen innerhalb von zwei Tagen“, sagte ein DWD-Meteorologe am Freitagnachmittag. „Es ist vergleichbar mit den Regenmengen, die vor Kurzem im Saarland herunterkamen.“

„Große Gefahr für Leib und Leben“ – Warndienste in Alarmbereitschaft

Wie sich diese Regenmengen auswirken, könne man noch nicht sagen. Es komme etwa darauf an, wie viel Liter Flüsse verkraften. Dennoch besteht höchste Überschwemmungs-Gefahr. Am stärksten sind dem Meteorologen zufolge die baden-württembergischen Regionen Oberschwaben und Ostalb betroffen. So werden in Ravensburg etwa Niederschlagsmengen zwischen 60 und 100 Liter pro Quadratmeter erwartet. Die bayerische Stadt Leipheim (Landkreis Günzburg) geht nach eigenen Angaben für die kommenden Tage von einem hundertjährigen Hochwasser aus.

Durch massive Überflutungen, hohe Pegelstände, unpassierbare oder von Wassermassen eingeschlossene Gebiete und mögliche Erdrutsche bestehe darüber hinaus „große Gefahr für Leib und Leben“. Einzelne Kommunen bereiten sich derweil auf die nahenden Unwetter vor. Warndienste seien in Alarmbereitschaft. (asc/dpa/afp)

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