VonSandra Sporerschließen
Das U-Boot „Titan“ machte Schlagzeilen – weil es implodierte. Nun soll das nächste Tauchboot die Reise antreten – und beweisen, dass dies sicher ist.
Columbus – Fünf Personen waren an Bord der „Titan“ als das Tauchboot 2023 auf dem Weg zur Titanic implodierte. Darunter Stockton Rush, der CEO von Oceangate, dem das U-Boot gehörte. Im Nachgang wurde viel Kritik an der mangelnden Sicherheit und der Konstruktion der „Titan“ geübt. Ein Jahr nach der Tragödie will ein Milliardär aus Ohio nun mit einem Tauchboot zum Titanic-Wrack reisen. Unterstützt wird er dabei vom CEO von Triton Submarines, der zu den Kritikern von OceanGate und Rush gehörte.
Ein Jahr nach „Titan“-Unglück: Milliardär aus Ohio will mit Zweimann-Tauchboot zur Titanic
Bereits wenige Tage nachdem das Schicksal der Titan-Passagiere tragische Gewissheit war, rief der Immobilienhändler Larry Connor bei Triton-Submarines-CEO und Mitgründer Patrick Lahey an. Laut Wall Street Journal verkündete er während dieses Gesprächs: „Wir müssen ein U-Boot bauen, das wiederholt und sicher [zur Titanic] tauchen kann, und der Welt zeigen, dass Sie das können, und dass die Titan ein seltsames Vehikel war.“ Damit wolle er zeigen, dass der Ozean zwar mächtig ist „aber er kann auch wunderbar und angenehm sein und das Leben wirklich verändern, wenn man es richtig angeht.“
Connor war bereits im Marianengraben und hat scheinbar eine Leidenschaft für die Tiefsee. Nun plant er, mit dem Zweimann-Tauchboot Triton 4000/2 Abyssal Explorer zur Titanic zu tauchen. Das 4000 in dem Namen steht Business Insider zufolge dafür, dass das U-Boot bis auf 4000 Meter abtauchen kann. Das Wrack der Titanic liegt in einer Tiefe von 3800 Metern. Wann genau der Tauchgang stattfinden soll, ist bislang noch nicht bekannt.
Ohio Billionaire Larry Connor will take $20M sub down to Titanic wreck site to prove industry is safer after OceanGate incident.
— The Wave (@_thewavetv) May 27, 2024
He will be joined by CEO of Triton Submarines Patrick Laney. pic.twitter.com/VN6JerIszW
Milliardär arbeitet mit Tauchboot-Firma zusammen, deren CEO Stockton Rush scharf kritisierte
Triton-Submarines-CEO Lahey gehörte seinerzeit zu den Kritikern von OceanGate und dessen CEO Stockton Rush. Er bezeichnetete Rush unter anderem als „rücksichtslos“. Mit seiner Meinung war er allerdings längst nicht allein. So meldete sich im Nachgang etwa ein ehemaliger Mitarbeiter, der gefeuert wurde, nachdem er auf Probleme bei der Sicherheit hingewiesen hatte.
Auch tauchten E-Mails auf, in denen Rush Sicherheitsbedenken als „unbegründet“ abtat. Die Firma OceanGate stellte ihre Operationen daraufhin ein. (sp)
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