Aus für das Unternehmen

„Titan“-Unglück: Jetzt ist klar, was mit der Betreiberfirma passiert

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Die Beitreiberfirma der verunglückten „Titan“ stellt ihren Betrieb ein. Der Gründer und Chef des Unternehmens war einer der Toten an Bord.

München – Ein Unglück auf See hat die Auflösung der Betreiberfirma zur Folge: Das Unternehmen des verunglückten „Titan“-Tauchboots stellt laut eigenen Angaben ihre Fahrten ein. „Oceangate hat alle wissenschaftlichen und kommerziellen Tätigkeiten beendet“, hieß es am Donnerstag (6. Juli) auf einem Banner auf der Webseite des Unternehmens. Kurz darauf war die Internetseite nicht mehr erreichbar. Weitere Details nannte Oceangate zunächst nicht. Zuvor hatten mehrere US-Medien darüber berichtet.

Tauchboot „Titan“ am 18. Juni verschollen - auch der Gründer der Betreiberfirma an Bord

Das Tauchboot „Titan“ war am 18. Juni verschollen, nachdem es zu einer Erkundungstour zum Wrack des weltbekannten Wracks der Titanic“ aufgebrochen war. Einige Tage nach dem Verschwinden hatte ein Tauchroboter Trümmer entdeckt, die von der US-Küstenwache am 22. Juni dem Tauchboot zugeordnet wurden. Damit galt der Tod von fünf Insassen an Bord als sicher. Unter ihnen war auch einer der beiden Gründer und der amtierende Chef des Unternehmens.

Überreste des implodierten Tauch-U-Bootes: Trümmer der „Titan“ wurden Ende Juni unweit des Wracks der „Titanic“ geborgen.

An Bord der „Titan“ waren der Franzose Paul-Henri Nargeolet (77), der britische Abenteurer Hamish Harding (58), der britisch-pakistanische Unternehmensberater Shahzada Dawood (48) und dessen 19-jähriger Sohn Suleman. Der Chef der Betreiberfirma Oceangate, Stockton Rush (61), steuerte das Boot. Mittlerweile ist klar: Das Tauchboot „Titan“ ist implodiert.

„Titan“: Fünf Menschen sterben in U-Boot-Katastrophe

Die US-Küstenwache hatte mit Hilfe vor allem kanadischer Kräfte rund 700 Kilometer südlich von Neufundland eine großangelegte Suche gestartet, die Menschen weltweit verfolgten. Tage nach dem Verschwinden entdeckte ein Tauchroboter dann knapp 500 Meter vom Bug des Titanic-Wracks entfernt die Trümmer, die die US-Küstenwache am Donnerstag vergangener Woche dem Gefährt zuordnete. Damit war klar: Die fünf Insassen waren tot. Auch über die letzten Momente der Passagiere wurden Details bekannt.

Die „Titanic“ war 1912 auf ihrer Jungfernfahrt gesunken. Das Wrack wurde 1985 entdeckt. Mit dem Film von James Cameron aus dem Jahr 1997 erlangte eine der größten Schiffskatastrophen der Geschichte neue Aufmerksamkeit. Seitdem tauchten immer wieder Filmemacher und Wissenschaftler auf den Meeresgrund im Atlantik, um die Titanic zu sehen. (cgsc mit dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Paul Daly

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