Hubschrauber und Hunde im Einsatz

Mehrere Tote bei Lawinen-Unglück in Zermatt: Polizei stellt Suche nach vermisstem Skifahrer ein

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Wie die Polizei Wallis mitteilt, ging am Montagnachmittag eine Lawine im Zermatt in der Schweiz ab. Mehrere Personen wurden mitgerissen. Der News-Ticker.

Update vom 3. April, 20.40 Uhr: Das Lawinenunglück von Zermatt in der Schweiz hat vermutlich ein weiteres Menschenleben gekostet. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde jüngst auch ein 30-jähriger Skifahrer als vermisst gemeldet. Die Suche wurde nach Angaben der Polizei inzwischen eingestellt. Die Kantonspolizei stehe in engem Kontakt mit den Angehörigen des Mannes, hieß es weiter. Damit dürfte es nun insgesamt vier Tote geben.

Rettungskräfte haben am 1. April nach möglichen Verschütteten in Zermatt gesucht. Bei dem Lawinen-Unglück kamen vier Menschen ums Leben.

Nach einer gewaltigen Lawine abseits der Pisten am Riffelberg war zunächst die Rede von drei Toten gewesen – einem 15-jährigen US-Amerikaner, einem 58 Jahre alten Schweizer und einer 35-jährigen Kanadierin. Ein weiterer 25-Jähriger konnte mit schweren Verletzungen geborgen werden und wurde umgehend in ein Krankenhaus geflogen. Über seinen Zustand gab die Polizei bislang keine weiteren Auskünfte.

Unterdessen setzt sich die Lawinen-Serie in den Alpenregionen weiter fort. Am Dienstag traf erneut eine Lawine in den Dolomiten zwei Skifahrer. Darunter eine 14-Jährige, die 60 Meter tief den Hang hinuntergerissen wurde.

Erstes Todesopfer nach Lawinen-Unglück in Zermatt identifiziert: Urlauber erst 15 Jahre alt

Update vom 2. April, 12.21 Uhr: Unter den Toten des Lawinenunglücks von Zermatt in der Schweiz ist ein 15-jähriger US-Amerikaner. Dies teilte die Polizei am Dienstag mit. Außerdem seien unter den Schneemassen ein Mann und eine Frau gestorben, deren Identifizierung noch nicht abgeschlossen sei, hieß es weiter. Ein vierter verschütteter Skifahrer war mit schweren Verletzungen gerettet und in ein Krankenhaus geflogen worden. Bei ihm handle es sich um einen 20 Jahre alten Schweizer. 

Die Suche nach etwaigen weiteren Opfern war am Abend des Ostermontags eingestellt worden. Wenige Stunden zuvor war die gewaltige Lawine abseits der Pisten am Riffelberg in einem Gebiet niedergegangen, das von Skitourengängern genutzt wird. Die Staatsanwaltschaft hat in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei eine Untersuchung eingeleitet.

Unglück in Zermatt: Drei Menschen sterben – große Lawinengefahr Richtung Österreich

Update vom 2. April, 7.39 Uhr: Auch Stunden nach dem tödlichen Lawinenunglück in Zermatt am Ostermontag gibt es noch keine Entwarnung für Wintersportler: Das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung schätzte die Lawinengefahr für das Gebiet vom Wallis bis nach Graubünden Richtung Österreich nach wie vor als groß ein.

Es galt nach Mitteilung von Montagabend zunächst weiterhin Gefahrenstufe vier auf der fünfstufigen Skala. Für Dienstag wurde eine Rückstufung auf Gefahrenstufe drei ins Auge gefasst, wie es hieß. 

Lawine im Zermatt: Rettungsaktion vergeblich – Drei Menschen sterben in der Schweiz

Update vom 1. April, 21.30 Uhr: Die Polizei Wallis hat das bisherige Ergebnis der Such- und Rettungsaktion nach der Lawine im Zermatt bekannt gegeben. Es habe drei Tote am Riffelberg gegeben, heißt es in einem Post der Polizei auf X. Eine weitere Person konnte verletzt, aber lebend geborgen werden.

Somit befanden sich mindestens vier Menschen in dem Variantengebiet, als die Lawine abging. Zunächst hatte ein Sprecher angegeben, dass vermutlich drei Personen von der Lawine mitgerissen worden waren. Die Suche ist für heute eingestellt. Wie Bild berichtet, soll die Lage am Dienstag in der Früh von der Polizei neu beurteilt werden.

Lawine geht in Skigebiet in der Schweiz ab – mehrere Vermisst werden gesucht

Originalmeldung vom 1. April: Zermatt – Aktuell kommt es vielerorts zu Lawinenabgängen. In Livigno wurden Urlauber von einer solchen von der Außenwelt abgeschnitten. Auch am im Zermatt gelegenen Riffelberg in der Schweiz ging am Montagnachmittag um 14 Uhr eine Lawine ab, wie die Polizei Wallis informiert.

Beim Abgang der Lawine wurden dem Post zufolge mehrere Personen mitgerissen. Ihr Schicksal ist bisher ungewiss, eine Suchaktion ist jedoch bereits im Gange.

„Mindestens drei Personen“ sollen von Lawine in der Schweiz mitgerissen worden sein

„Ich habe die Lawine selber gesehen, sie war ziemlich gross“, zitiert blick.ch einen Augenzeugen, der die Lawine aus sicherer Entferung sah. Ihm zufolge sollen aktuell „drei oder vier Helikopter auf der Suche nach Vermissten“ sein. Auch Suchhunde sollen im Einsatz sein.

Zunächst war unklar, nach wie vielen Vermissten gesucht wird. Gegenüber blick.ch erklärte ein Mediensprecher inzwischen jedoch, dass es sich „vermutlich um mindestens drei Personen handelt“. (sp)

Rubriklistenbild: © POLICE CANTONALE VALAISANNE/AFP

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