Neue Zahlen

Italiens Strand-Preise „jedes Jahr teurer und elitärer“: Studie enthüllt Teuer-Hotspot für Urlauber

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Sonnenschirme und Liegen am Strand von Sant‘Andrea, an der Westküste der Insel Elba. (Symbolbild)
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Für einen Strand-Platz in Italien müssen Urlauber 2024 vielerorts mehr Geld ausgeben. Das ergab eine neue Preis-Studie. Ein Touristen-Ort ist dabei besonders teuer.

Mailand – Türkis-blaues Meer, warmer Sand unter den Füßen, ein Schatten-spendender Schirm ideal positioniert und eine Liege in Nähe zum kühlen Nass, um die Seele baumeln zu lassen. Im Sommer 2024 wird es wieder Tausende deutsche Urlauber nach Italien ziehen, die genau von diesem Traumbild angelockt werden. Doch auch in diesem Jahr müssen Einheimische wie Touristen an den Stränden Italiens tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr.

Diese Vorahnung bestätigt nun eine Studie des italienischen Verbraucherverbandes Altroconsumo. Darin wurden die Preise für Strandplätze in zehn Städten und insgesamt 211 Strandeinrichtungen geprüft. Im Ergebnis müssen wir im Durchschnitt knapp vier Prozent mehr ausgeben, um einen Platz an der italienischen Strand-Sonne genießen zu können. Allerdings gibt es große preisliche Unterschiede zwischen den einzelnen Orten.

Italien-Urlauber müssen mehr zahlen: Preise für Strand-Plätze steigen auch 2024

Genau vor diesen Unterschieden beim Preis warnt auch Altroconsumo in der am 5. Juni 2024 veröffentlichten Studie. Urlauber sollten sich also genau überlegen, ob sie ihre Ferien in Rimini oder etwa Viareggio verbringen. Geprüft wurden zehn Städte, an die es traditionell auch viele deutsche Urlauber zieht. Mit dabei waren Lignano, Rimini, Senigallia, Viareggio, Palinuro, Alassio, Gallipoli, Alghero, Taormina und Giardini Naxos sowie Anzio. In diesen Städten wurden anonym 211 Betriebe kontaktiert, um einen Strandplatz für eine Woche Anfang August – also zur Hochsaison, zu buchen.

Ranking: Die 15 schönsten und beliebtesten Urlaubsorte Italiens

Siena campo
Platz 15 belegt Siena in der Toskana. Mit der schönen Altstadt und unnachahmlichen Bauwerken zieht die Stadt Urlauber immer wieder in ihren Bann.  © Marco Brivio
Roca Vecchia in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang
Roca Vecchial in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang steht nur symbolisch für die vielen herrlichen Strände und Landschaften im Südosten Italiens. Rang 14 im IPPEN-Ranking. © IMAGO/Manuel Romano
Sizilien Letojanni
Die Strände Siziliens sind einzigartig und bezaubernd. Bei Check24 belegt die Insel daher den zwölften Platz. In diesem Ranking Platz Nummer 13. Auf dem Foto sieht man den Strand von Letojanni.  © Matthias Tödt
Mailänder Dom
Die norditalienische Metropole Mailand ist bekannt für die wunderschöne Altstadt und etliche teure Modemarken. Hier sieht man den Dom im Zentrum der Stadt. Im Ranking belegt Mailand den elften Platz. Bei Check24 sogar Platz 7.  © Oliver Weiken
Lago Maggiore
Auf Platz 11 ist der prachtvolle Lago Maggiore. Ein Teil des Sees ist in der Schweiz. Bei weg.de ist der Lago Maggiore sogar auf dem siebten Platz der beliebtesten Urlaubsorte in Italien.  © Nando Lardi
Bozen, Italien, Südtirol
Auch Südtirol ist unter Italien-Fans besonders beliebt. Hier erhascht man einen Blick über die Alpen auf die Stadt Bozen.  © Micha Korb
Elba sonnenuntergang
Die kleine Insel Elba ist momentan noch ein Geheimtipp. Hier erlebt man bezaubernde Natur und typische italienische Dörfer. Daher ein verdienter Platz neun.  © Karsten Jeltsch
Cinque Terre Italien
Unter Urlaubern ist außerdem die Cinque Terre besonders beliebt. Die meisten der fünf Dörfer erreicht man nur zu Fuß oder mit einer Bahn.  © Augst / Eibner-Pressefoto
Marina Grande capri
Nicht umsonst ist die kleine Insel Capri im Golf von Neapel ein regelrechter Touristenmagnet. Hier vor Ort kann man nicht nur durch wunderschöne Dörfer schlendern, sondern auch das Meer und die Natur genießen.  © Günter Gräfenhain
Colosseum in Rome
Italiens Hauptstadt Rom hat für alle Gäste etwas zu bieten und belegt daher den sechsten Platz. So zum Beispiel das weltberühmte Kolosseum. Im Ranking von Check24 belegt Rom sogar den zweiten Platz.  © Givaga
Venedig platz acht
Venedig ist mit seinen vielen Kanälen und kleinen Gassen einzigartig. Ein Besuch lohnt sich definitiv, allerdings sollte man am besten im Frühling oder Herbst in die Stadt kommen. Venedig belegt daher den fünften Platz der Top 15 Urlaubsziele in Italien, bei Check24 ist die Stadt an der Adria sogar Erster.  © Frank Bienewald
Florenz-skyline
Das bezaubernde Florenz in der Toskana belegt den vierten Platz. Hier kann man sich durch kleine Gassen treiben lassen und ohne Ende Kultur genießen. © alimdi / Michelle Gilders
Amalfiküste Italien
Die Amalfiküste südlich von der Metropole Neapel belegt den dritten Platz im Ranking um die schönsten Urlaubsorte in Italien.  © Günter Gräfenhain
Costa Smeralda
An der Costa Smeralda auf Sardinien gibt es Strände, die teilweise welchen in der Karibik gleichen. Nicht umsonst belegt sie daher den zweiten Platz. Auch auf dem Reiseportal weg.de zählt die Küste auf Sardinien zu den schönsten Reisezielen in Italien. © Emmanuele Contini
Desenzano del Garda
Den ersten Platz der beliebtesten und schönsten Urlaubsorte in Italien belegt laut weg.de ganz klar der Gardasee. Hier sieht man das wunderschöne Städtchen Desenzano del Garda am Abend.  © Imago / Augst / Eibner-Pressefoto

Im Durchschnitt kostet der Spaß 2024 nach Angaben des Verbraucherverbandes 226 Euro für die erste Liegenreihe und eine Woche. Der Preis sinkt, wenn man sich mit einem Platz weiter entfernt vom Meer begnügt. Schon in Reihe zwei zahlt man im Durchschnitt nur noch 210 Euro, in der dritten 199 Euro und in der vierten schon nur noch 186 Euro.

Italiens Strand-Preise steigen: Teuer-Hotspot im Norden – andere Orte überraschend

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren gibt es dann einige Überraschungen. So gab es der Studie nach in Lignano, Taormina und Giardini Naxos im Vergleich zum Vorjahr keinen Preisanstieg. In Alghero und Gallipoli stieg der Preis um zwei Prozent, in Alassio, Anzio und Palinuro um drei Prozent, in Rimini um vier Prozent und in Viareggio um fünf Prozent. Spitzenreiter hier ist Senigallia, wo man acht Prozent mehr bezahlen muss – was in etwa der Inflationsrate in Italien entspricht. Interessanterweise bleibt Senigallia trotz der Teuerung der billigste Strand-Standort im Vergleich zu den übrigen.

Der Verbraucherverband erkennt in den Preissteigerungen allgemein einen „langsamen und konstanten Trend“. So steigen die Preise zwar, jedoch abnehmend stark: So waren die Liegenpreise 2022 um zehn Prozent gestiegen, im Jahr 2023 dann „nur“ noch um fünf Prozent und in diesem Jahr um die genannten vier Prozent.

Doch wo ist der Strand-Platz denn nun am billigsten und wo am teuersten? Wie schon gesagt, zahlt man in den verglichenen Städten in Senigallia am wenigsten. Eine der ersten vier Liegenreihen kostet pro Woche Anfang August im Schnitt 145 Euro. Es folgen Rimini (150 Euro) und Lignano (153 Euro). Am tiefsten muss man in der ligurischen Stadt Alassio in die Tasche greifen. Hier kostet ein Liegenplatz im Schnitt 340 Euro. Auf Platz zwei landet mit etwas größerem Abstand Gallipoli in Apulien (275 Euro). Es folgt Alghero mit 220 Euro.

Der Stadtstrand von Alassio. (Archivbild)

Nach Meinung des Verbraucherverbandes zahlen die Urlauber aktuell die Zeche für das Chaos um die Konzessionen für die Badeanstalten an den Stränden. Demnach bräuchte es mehr Wettbewerb, um die Preise zu senken. Aktuell soll Italien das System zur Vergabe der Konzessionen nach EU-Vorgabe neu regeln. Dies ist allerdings noch nicht geschehen. In dieser Lage bleiben die Genehmigungen vorerst bei den alten Betreibern. Das habe Auswirkungen auf die Preise, „die jedes Jahr teurer und elitärer werden“. Dem Verband zufolge sei es deshalb wichtig, bald zu einer Lösung in der Patt-Situation um die Konzessionen zu kommen. (rjs)

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