Tirol zittert

Erdbeben trifft Österreich: „Unheimliche“ Momente an Bayerns Grenze

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Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verlief im Bundesland Tirol in Österreich unruhig. Gleich zweimal wurde Sankt Johann von leichten Erdbeben durchgeschüttelt.

Update 19. Januar 2024: Diesmal war es sogar noch stärker: Gegen 3.30 Uhr schüttelte ein Erdbeben erneut Teile Österreichs durch; das Epizentrum lag laut Österreichische Erdbebendienst (Geosphere Austria) in Waidring – und damit unweit der bayerischen Grenze. Das berichtet der Österreichische Rundfunk (ORF). Ein heftiges „Donnern und Grollen des Untergrundes“ hat etliche Menschen in Kitzbühel aus dem Schlaf gerissen, wie der ORF Betroffene zitiert. Das Erdbeben sei bei einer gemessenen Stärke von 3,4 im Epizentrum deutlich zu spüren gewesen, heißt es.

Erstmeldung vom 18. Januar 2024: St. Johann, Tirol – Nicht nur die Erde, sondern auch die Tiroler zittern. Seit gestern Abend kam es zu mehreren Erdbeben im Bundesland in Österreich. Am Mittwochabend, 17. Januar, und in der Nacht auf Donnerstag, 18. Januar, wurden gleich zwei Beben im Abstand von nur wenigen Stunden verzeichnet. Einige Tiroler zeigen sich überrascht von der nächtlichen Störung.

Die Erdbebenserie in Tirol erreichte ihren bisherigen Höhepunkt in der Nacht auf Donnerstag

In St. Johann in Tirol, etwa 40 Kilometer von Salzburg entfernt, kam es am Mittwochabend, dem 17. Januar, zu einem ersten Beben. Um 21:37 Uhr wurde ein leichtes Erdbeben registriert. Das Epizentrum lag etwa sechs Kilometer südwestlich von Waidring. Die Stärke betrug 2,2, somit war das Beben nahe dem Zentrum deutlich zu spüren. Dieses war jedoch nur ein Vorzeichen.

Gleich zwei Erdbeben erschüttern St. Johann in Tirol in der letzten Nacht

In der Nacht auf Donnerstag, dem 18. Januar, um 1:42 Uhr, folgte ein weiteres und stärkeres Beben. Mit einer Stärke von 3,3 auf der Richterskala war es das stärkste der letzten Wochen in Tirol. Es äußerte sich in Form von Zittern und Schaukeln. Aber nicht nur die Erde zitterte - einige Menschen waren erschrocken vom plötzlichen Beben, berichtet GeoSphere Austria.

Tiroler wurden durch nächtliches Erdbeben aufgeschreckt - „hibsch gewackelt“

„Um 1:44 Uhr hods hibsch gewackelt (Um 1:44 Uhr hat es ziemlich gewackelt)“, wird in authentischem Tiroler Dialekt berichtet. „Voll unheimlich, das ganze Zimmer hat gewackelt“, schreibt eine Nutzerin. Einige Menschen wurden unsanft aus dem Schlaf gerissen: „Ich bin auch munter geworden, weil der Kasten gewackelt hat. War deutlich zu spüren“. „I hob nix gmerkt (Ich habe nichts gemerkt)“, schreibt jedoch ein Tiroler, der das Beben offenbar verschlafen hat.

Katastrophen in Bayern: Tsunami, Vulkanausbruch, Tornado – wie wahrscheinlich sind diese Horror-Szenarien?

Ein waschechter Vulkanausbruch in Bayern? Wir können Sie beruhigen, das ist in absehbarer Zeit nicht der Fall. Aus geologischer Sicht ist es aber tatsächlich gar nicht so lange her, schreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LFU), dass es aktive Vulkane, vor allem in Nordbayern, gab. Daher gibt es einige erloschene Vulkane im Freistaat, Basaltsäulen am Hohen Parkstein bei Weiden in der Oberpfalz erinnern an die Zeit des tertiären Vulkanismus.
Ein waschechter Vulkanausbruch in Bayern? Wir können Sie beruhigen, das ist in absehbarer Zeit nicht der Fall. Aus geologischer Sicht ist es aber tatsächlich gar nicht so lange her, schreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LFU), dass es aktive Vulkane, vor allem in Nordbayern, gab. Daher gibt es heute so einige erloschene Vulkane im Freistaat, zum Beispiel die Basaltsäulen am Hohen Parkstein bei Weiden in der Oberpfalz. Sie erinnern an die Zeit des tertiären Vulkanismus. © Panthermedia / IMAGO
Wenn sich die Natur von ihrer gewaltsamen Seite zeigt, hat der Mensch oft das Nachsehen. Dank seiner Lage ist der Freistaat Bayern vor vielen Katastrophen gefeit – die Wahrscheinlichkeit für Tsunamis oder verheerende Erdbeben ist äußerst gering. Es gibt aber andere Naturkatastrophen, die in Bayern auftreten können – und dies zum Teil auch in trauriger Regelmäßigkeit tun.
Wenn sich die Natur von ihrer gewaltsamen Seite zeigt, hat der Mensch oft das Nachsehen. Dank seiner Lage ist der Freistaat Bayern vor vielen Katastrophen gefeit – die Wahrscheinlichkeit für Tsunamis oder verheerende Erdbeben ist äußerst gering. Es gibt aber andere Naturkatastrophen, die in Bayern auftreten können – und dies zum Teil auch in trauriger Regelmäßigkeit tun.  © Panthermedia / IMAGO
Ein Tsunami am Tegernsee, der Rottach-Egern unter sich begräbt und für Verwüstung im bayerischen Ferienparadies sorgt? Nein, das ist nicht sehr wahrscheinlich. Aber tatsächlich auch nicht ausgeschlossen. Wie deutschlandfunk.de berichtet, gab es 1601 einen Tsunami im Vierwaldstätter See in der Schweiz – ausgelöst von einem Erdbeben. Er forderte mehrere Todesopfer. Dass Ähnliches aber am Starnberger See oder am Tegernsee passiert, bleibt dann – glücklicherweise – eher in der Welt der Fantasie.
Ein Tsunami am Tegernsee, der Rottach-Egern unter sich begräbt und für Verwüstung im bayerischen Ferienparadies sorgt? Nein, das ist nicht sehr wahrscheinlich. Aber tatsächlich auch nicht gänzlich ausgeschlossen. Wie deutschlandfunk.de berichtet, gab es zumindest 1601 einen Tsunami im Vierwaldstätter See in der Schweiz – ausgelöst von einem Erdbeben. Er forderte mehrere Todesopfer. Dass Ähnliches aber am Starnberger See oder am Tegernsee passiert, bleibt dann – glücklicherweise – aber doch eher in der Welt der Fantasie. © Cavan Images / IMAGO
Auch Erdbeben zählen zu den Katastrophen, von denen Bayern in der Regel verschont bleibt. Zumindest was Großbeben angeht. Denn tatsächlich werden jährlich hunderte kleinere Beben im Freistaat registriert, schreibt das LFU. „Sie treten in Bayern nur in bestimmten Gegenden gehäuft auf und sind dann meist von schwacher Stärke“, heißt es. Auf erdbeben-in-bayern.de, dem bayerischen Erdbebendienst des LFU, kann man sogar Erdbebendaten in Echtzeit verfolgen. Die stärksten Erdbeben, die registriert wurden, ereigneten sich in den 1960er Jahren im Süden von Bayern mit einer Stärke von 5.5.
Auch Erdbeben zählen zu den Katastrophen, von denen Bayern in der Regel verschont bleibt. Zumindest was Großbeben angeht. Denn tatsächlich werden jährlich hunderte kleinere Beben im Freistaat registriert, schreibt das LFU. „Sie treten in Bayern nur in bestimmten Gegenden gehäuft auf und sind dann meist von schwacher Stärke“, heißt es. Auf erdbeben-in-bayern.de, dem bayerischen Erdbebendienst des LFU, kann man sogar Erdbebendaten in Echtzeit verfolgen. Die stärksten Erdbeben, die registriert wurden, ereigneten sich in den 1960er Jahren im Süden von Bayern mit einer Stärke von 5.5.  © Addictive Stock / IMAGO
Ein Meteoriteneinschlag in Bayern ist tatsächlich realistischer, als man zunächst denken könnte. Doch es kommt natürlich auf die Größe an. Ein Meteorit, der Menschenleben in größerem Stil bedrohen würde, wäre den entsprechenden Weltraumbehörden weit vor einem möglichen Einschlag bekannt und Vorkehrungen könnten getroffen werden. Kleinere Meteoriten landen dagegen immer mal wieder auf bayerischem Boden – erst Ende Juni war ein solcher Stein aus dem Weltraum über den Nachthimmel gerast. Experten zufolge schlug er wohl irgendwo in der Nähe von Nürnberg ein.
Ein Meteoriteneinschlag in Bayern ist tatsächlich realistischer, als man zunächst denken könnte. Doch wenn es um die wirklich katastrophalen Ausmaße eines Hollywoodfilms geht, kommt es natürlich auf die Größe des Gesteins an. Ein Meteorit, der Menschenleben in größerem Stil bedrohen würde, wäre den entsprechenden Weltraumbehörden weit vor einem möglichen Einschlag bekannt und etwaige Vorkehrungen könnten getroffen werden. Und dies ist derzeit nicht der Fall, es ist kein größerer Meteorit bekannt, der auf die Erde, beziehungsweise auf Bayern, zuhält. Kleinere Meteoriten landen dagegen immer mal wieder auf bayerischem Boden – erst Ende Juni war ein solcher Stein aus dem Weltraum über den Nachthimmel gerast. Experten zufolge schlug er wohl irgendwo in der Nähe von Nürnberg ein. © Allstar / IMAGO
Verheerende Tornados, die ganze Städte in Schutt und Asche legen, kennt man in Bayern eher aus dramatischen Bildern von Unwettern in den USA oder aus Katastrophenfilmen. Doch auch im Freistaat gibt es immer wieder Tornados – die auch reichlich Schaden anrichten können. 2022 gab es laut Tornadoliste Deutschland 43 bestätigte Tornados. Der Aufzeichnungen zufolge bisher stärkste Tornado in Deutschland (Stärke F5) suchte übrigens 1764 Mecklenburg-Vorpommern heim. Generell sind Tornados in Bayern nicht unwahrscheinlich, vor allem bei Frühlings- und Sommergewittern können sie entstehen.
Verheerende Tornados, die ganze Städte in Schutt und Asche legen, kennt man in Bayern eher aus dramatischen Bildern von Unwettern in den USA oder aus Katastrophenfilmen. Doch auch im Freistaat gibt es immer wieder Tornados – die auch nicht wenig Schaden anrichten können. 2022 gab es laut Tornadoliste Deutschland 43 bestätigte Tornados. Der Aufzeichnungen zufolge bisher stärkste Tornado in Deutschland (Stärke F5) suchte übrigens 1764 Mecklenburg-Vorpommern heim. Generell sind Tornados in Bayern nicht unwahrscheinlich, vor allem bei Frühlings- und Sommergewittern können sie entstehen. Immer wieder warnen Meteorologen daher auch vor Tornados im Freistaat. © Panthermedia / IMAGO
Mit seiner spektakulären Berglandschaft ist Bayern auch das Reiseziel zahlreicher Wanderer, Bergsteiger und Touristen. Auch die Menschen in Bayern lieben ihre Berge und besuchen sie im Rahmen von Tages- und Campingausflügen. Doch auch hier kann die Natur katastrophale Ausmaße annehmen – mit Lawinen. Diese können eine gewaltige Kraft entwickeln und zahlreiche Menschenleben gefährden. Immer wieder kommen auch in Bayern Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben. Und die Katastrophen werden im Zuge des Klimawandels häufiger – laut einem ZDF-Bericht haben Schneestürme und längere Schönwetterperioden fatale Auswirkungen auf Schneedecken und Gletscher. Mit fatalen Folgen.
Mit ihrer spektakulären Berglandschaft sind die Alpen in Bayern das Reiseziel zahlreicher Wanderer, Bergsteiger und Touristen. Doch auch hier können Naturkatastrophen auftreten – in Form von Lawinen. Diese können eine gewaltige Kraft entwickeln und zahlreiche Menschenleben gefährden. Immer wieder kommen daher auch in Bayern Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben. Und die Katastrophen werden im Zuge des Klimawandels häufiger – laut einem ZDF-Bericht haben Schneestürme und längere Schönwetterperioden fatale Auswirkungen auf Schneedecken und Gletscher. Mit oftmals schlimmen Folgen. © Everett Collection / IMAGO
Ein Bild, das vielen noch allzu lebhaft im Kopf ist: Das Jahrhundert-Hochwasser in Passau im Jahr 2013. Es zeigt eindrucksvoll eine der Katastrophen, von denen auch Bayern nicht verschont ist. Auch das Jahrhundert-Hochwasser im Ahrtal 2021 ist ein mahnendes Beispiel, dass durch die Versiegelung der Böden und durch den Klimawandel bedingte, längere Regenperioden fatale Folgen haben können. Bei Gewittern, Unwettern und Starkregenfällen kommt es auch durchaus öfter vor, dass Flüsse über die Ufer treten und Keller mit Wasser voll laufen.
Ein Bild, das vielen Menschen in Bayern noch allzu lebhaft im Kopf ist: Das Jahrhundert-Hochwasser in Passau im Jahr 2013. Es zeigt eindrucksvoll eine der Katastrophen, von denen auch Bayern nicht verschont ist. Auch das Jahrhundert-Hochwasser im Ahrtal 2021 ist ein mahnendes Beispiel, dass durch die Versiegelung der Böden und durch den Klimawandel bedingte, längere Regenperioden fatale Folgen haben können. Bei Gewittern, Unwettern und Starkregenfällen kommt es auch durchaus öfter vor, dass Flüsse über die Ufer treten und Keller mit Wasser voll laufen. Somit sind auch Hochwasser in kleinerem Ausmaß eine Belastung für die Menschen in Bayern. © blickwinkel / IMAGO
Auch Waldbrände gehören leider zu den Naturkatastrophen, die in Bayern immer häufiger auftreten. Durch den Klimawandel bedingte Dürren und anhaltende Trockenphasen, sowie die generell steigenden Temperaturen erhöhen kontinuierlich das Risiko für Waldbrände. Das belegen auch verschiedene Zahlen: Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zeigt zum Beispiel, dass die Tage, an denen hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht (laut DWD-Waldbrandindex) stark gestiegen sind. Waren es in den Jahren 1961 bis 1990 deutschlandweit im Mittel noch rund 27 Tage pro Jahr, sind es im Zeitraum von 1991 bis 2020 schon rund 38 Tage im Jahr. Immerhin: Um das Waldbrandrisiko zu senken, können die Menschen aktiv werden und unter anderem keine Zigarettenstummel in die Natur werfen und auf offene Feuer in Waldgebieten verzichten.
Auch Waldbrände gehören leider zu den Naturkatastrophen, die in Bayern immer häufiger auftreten. Durch den Klimawandel bedingte Dürren und anhaltende Trockenphasen, sowie die generell steigenden Temperaturen erhöhen kontinuierlich das Risiko für Waldbrände. Das belegen auch verschiedene Zahlen: Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zeigt zum Beispiel, dass die Tage, an denen hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr herrscht (laut DWD-Waldbrandindex) stark gestiegen sind. Waren es in den Jahren 1961 bis 1990 deutschlandweit im Mittel noch rund 27 Tage pro Jahr, sind es im Zeitraum von 1991 bis 2020 schon rund 38 Tage im Jahr. Immerhin: Um das Waldbrandrisiko zu senken, können die Menschen aktiv werden und unter anderem keine Zigarettenstummel in die Natur werfen und auf offene Feuer in Waldgebieten verzichten.  © Panthermedia / IMAGO

Bisher sind keine entstandenen Schäden bekannt, aber bei einem Erdbeben dieser Stärke sind diese auch nicht unbedingt zu erwarten. Erst ab einer Stärke von 5 ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Schäden zu rechnen. Im Herbst 2023 kam es zu besonders starken Erdbeben in Afghanistan, durch das die Infrastruktur noch immer beschädigt ist.

2024 startet mit einer Reihe von Erdbeben in Tirol und Kärnten

Die Region um Sankt Johann wird schon seit Anfang Januar von einer Serie von Erdbeben durchgeschüttelt. Einige dieser Beben waren sehr schwach, aber 21 von ihnen wurden von GeoSphere Austria, dem Zusammenschluss der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik und der Geologischen Bundesanstalt, registriert. Das stärkste Beben der Serie ereignete sich am 13. Januar um 2:58 Uhr morgens mit einer Stärke von 3 auf der Richterskala. Diese Stärke ist für Menschen spürbar, wurde aber aufgrund der späten Stunde kaum gemeldet.

Auch das Bundesland Kärnten wurde im neuen Jahr bereits von mehreren Erdbeben heimgesucht. Das Beben am 9. Januar mit einer Stärke von 3,4 war deutlich zu spüren. In den Tagen davor hatte es bereits ein leichteres Beben in der Region gegeben, das am 5. Januar eine Stärke von 2,7 erreichte.

Die Redakteurin oder der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © Screenshot: GeoSphere Austria/Rainer Mirau/Imago

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