Neue Impfstoffe im Herbst

Corona-Comeback mit neuer Variante: Wer sich nochmal impfen lassen sollte

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Die neue Corona-Variante „Eris“ steht laut WHO unter Beobachtung. Die auch EG.5 genannte Untervariante breitete sich in den letzten Wochen aus.

München – Über 63 Millionen Menschen sind in Deutschland mittlerweile gegen das Coronavirus grundimmunisiert. Über 52 Millionen davon haben sogar eine Auffrischungsimpfung erhalten. Aber gilt der Schutz auch für die neue Corona-Variante „Eris“ oder braucht es eine neue Immunisierung?

Neue Corona-Variante: Welche Impfstoffe werden an „Eris“ angepasst?

Zu Beginn der Corona-Pandemie waren vor allem die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca verbreitet. Nach und nach wurden immer neue Impfstoffe entwickelt, die der ursprünglichen Hersteller an neue Varianten angepasst. Die neuste Corona-Variante „Eris“ sorgte in Deutschland für einen Anstieg der Infektionszahlen. Die Hersteller der Corona-Impfstoffe feilen aktuell daran, diese auf die „Eris“ genannte Variante „EG.5“ anzupassen. Einige Experten fordern auch eine Rückkehr der Masken-Pflicht.

Die Corona-Variante „Eris“ sorgt für einen leichten Anstieg der Infektionszahlen – welcher Impfstoff wirkt dagegen?

Das US-Unternehmen Moderna konnte jetzt erste Erfolge bei diesem Vorhaben vermelden. Noch im Herbst 2023 soll der neue Impfstoff auf den Markt gebracht werden, es wird nur noch auf die Zulassung gewartet. Neben Moderna passten auch Novavax und BioNTech/Pfizer ihre Impfstoffe entsprechend an – Pfizer vermeldete ebenfalls Erfolge gegen „Eris“ nach einem Test an Ratten. EG.5 ist der Variante XBB.1.5 ähnlich, die eine Subvariante von Omikron ist. Obwohl „Eris“ mittlerweile von der WHO beobachtet wird, gilt die Variante nicht als besonders gefährlich.

Hausärzteverband rät zu Auffrischungsimpfungen gegen Corona-Variante „Eris“

Wie die Weltgesundheitsorganisation meldete, verbreite sich EG.5 bemerkenswert rasch und könne dem Immunsystem leicht entwischen. Die Krankheitsschwere ist im Vergleich zu anderen Varianten allerdings unverändert. In China verbreitete sich „Eris“ rasend schnell und sorgte für eine Vielzahl an Infektionen: „Dort hat sie in den vergangenen Wochen schnell an Häufigkeit zugenommen“, sagte Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien am Biozentrum der Universität Basel. Es wurde sogar diskutiert, ob der Erfolg der Filme „Barbie“ und „Oppenheimer“ Schuld am Anstieg der Corona-Zahlen war.

Verbandschef Wolfgang Ritter vom bayrischen Hausärzteverband empfahl Menschen mit Vorerkrankungen trotz des nicht erhöhten Risikos eines schweren Krankheitsverlaufs Auffrischungsimpfungen. „Wir haben derzeit eine gewisse Basisimmunität“, sagte er im Bayrischen Rundfunk. „Derzeit arbeiten die Unternehmen an einem angepassten Impfstoff. Letztendlich ist es so, dass die vulnerablen Gruppen und Patienten ab 60 ihre Impfungen nochmal auffrischen sollten.“ Werden die neuen Impfstoffe zugelassen, könnten sie im Herbst verfügbar sein. (rd mit dpa)

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