Seit Sonntag verschwunden

Vermisstes Titanic-U-Boot: Toilette, Sauerstoff, Hersteller – hier sitzen aktuell 5 Menschen fest

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Ein U-Boot auf dem Weg zum Wrack der Titanic wird derzeit vermisst. An Bord sind 5 Personen. Mit diesem Boot ist die Crew gestartet.

München – Seit Sonntag sorgt das Verschwinden eines U-Bootes für Furore. Die Titan war auf dem Weg, das Wrack der Titanic zu erkunden. Jetzt wird mit Suchtrupps nach dem verschollenen Boot und den fünf Passagieren gesucht. Unter anderem ein Milliardär und der Ehemann und Sohn einer gebürtigen Rosenheimerin sollen darin sitzen.

  • Am Sonntag an der Ostküste der USA verschwunden
  • Das U-Boot war auf dem Weg, das Wrack der Titanic zu besichtigen
  • 5 Passagiere an Bord
  • Gekostet hat die Reise 250.000 Dollar pro Person

Doch bei der Titan gibt es so einige Kuriositäten festzustellen. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Betreiberfirma der Titanic-Reisen, Ocean Gates, warnte bereits vor Sicherheitsbedenken. Der US-amerikanische Nachrichtensender CBS, sowie CBC, ein kanadisches Nachrichtenportal berichteten schon vor einiger Zeit über das Innere des Bootes.

Vermisstes Titanic-U-Boot: Innenraum nicht größer als Minivan

Alleine die Vorstellung könnte bei einigen schon Klaustrophobie auslösen. Das besagte U-Boot ist im Innenraum nämlich nicht größer als ein Minivan. Darin finden fünf Personen Platz, ein Pilot, sowie vier Gäste. Laut einem Twitter-Post, welcher eine typische Sitzordnung in der Titan zeigt, könne nur eine Person auf diesem kleinen Raum überhaupt die Beine ausstrecken.

Verschollenes U-Boot auf dem Weg zur Titanic: wird mit Bluetooth Game Kontroller gesteuert

Das Kuriose: Die Titan wird mit einem handelsüblichen Bluetooth-Game Kontroller der Marke „Logitech“ gesteuert. Das geht aus den Berichten von CBS und CBC hervor. Und auch eine kleine Toilette mit „Guckloch“, in die weite Ferne des Meeres, befindet sich in dem U-Boot.

  • Größe: 670 cm * 280 cm * 250 cm
  • Gewicht: 9525 kg
  • Nutzlast: 685 kg
  • Geschwindigkeit: 3 Knoten
  • Höchsttiefe: 4000 Meter
  • (Quelle: oceangate.com)

Stockton Rush über das Titanic-U-Boot: Druckbehältnis mit Boeing und NASA entworfen

Das Licht der Titan ist aus einem einfachen Camping Shop, so wird es im Bericht von CBS erklärt. Auf Nachfrage von CBS zur Sicherheit und zur Zweckentfremdung von einigen Gegenständen auf der Titan, dementierte Stockton Rush, der Geschäftsführer von Ocean Gate, die Vorwürfe. Das Druckbehältnis sei nicht improvisiert, hier hätten sie mit Boeing und NASA zusammengearbeitet. Alles andere könne jedoch kaputtgehen und es bliebe trotzdem sicher für die Passagiere.

Dieses von American Photo Archive zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Innenraum des vermissten Tauchboots „Titan“ von OceanGate Expeditions mit den damals reisenden Passagieren. Im Inneren des Tauchboots hat die Besatzung wenig Platz und nur eine bestimmte Menge Sauerstoff.

Verschwundenes Titanic-U-Boot: 96 Stunden Sauerstoff für die fünf Passagiere

Geschlossen wird das U-Boot mit 17 langen Schrauben von außen. Auf diese Weise muss es jedoch auch wieder geöffnet werden, einen anderen Weg in die Freiheit gibt es nicht. Insgesamt 96 Stunden können die Passagiere dort überleben. So lange reicht laut dem Anbieter der Sauerstoff aus.

Die Bilder zum Drama um das Titanic-U-Boot: Das letzte Foto der „Titan“ – und die ersten Trümmer

Leonardo Di Caprio und Kate Winslet, die Hauptdarsteller des Films „Titanic“
Sie schufen den Mythos um die 1912 gesunkene „Titanic“: Leonardo Di Caprio und Kate Winslet, die Hauptdarsteller des Films „Titanic“. Der Film gewann elf Oscars. 130 Millionen Besucher zog es in den USA ins Kino, immerhin 18 Millionen in Deutschland. © imago/EntertainmentPictures
Titanic
Die überreste des gesunkenen Luxusdampfers „Titanic“ liegen in rund 3800 Metern Tiefe (undatiertes Archivfoto). © epa PA/epa/dpa
Das Wrack der Titanic.
Titanic Wrack U-Boot.jpg © Atlantic Productions/Magellan/Imago
In diesem aus einem Video von Atlantic Productions entnommene Standbild zeigt einen Teil des 1912 gesunkenen Luxusdampfers, „Titanic“.
In diesem aus einem Video von Atlantic Productions entnommene Standbild zeigt einen Teil des 1912 gesunkenen Luxusdampfers, „Titanic“.  © Atlantic Productions/dpa
Atlantik
Hier liegt das Wrack der „Titanic“ im Atlantik. © Google/dpa
Titan
Dieses vom American Photo Archive herausgegebene Foto zeigt das Tauchboot „Titan“ von OceanGate Expeditions, das zur Besichtigung der Wrackstelle der „Titanic“ eingesetzt wurde. © American Photo Archive/Alamy/PA Media/dpa
Das Archivbild der „Titan“ zeigt den Start des Tauchboots von der Plattform aus.
Das Archivbild der „Titan“ zeigt den Start des Tauchboots von der Plattform aus: Eine Reise zur Titanic kostet Privatpersonen mit dem U-Boot rund 250.000 Dollar. © OceanGate Expeditions / AFP
Dieses Archivbild zeigt das Titanic-Tauchboot „Titan“ im Atlantik.
Titanic-Tauchboot „Titan“ im Atlantik verschollen (Archivfoto). Das kleine U-Boot ist knapp sieben Meter lang und fünf Personen bis in eine Tiefe von 4.000 Metern befördern.  © OceanGate Expeditions/AP/dpa
Der Innenraum des vermissten Tauchboots „Titan“.
Dieses von American Photo Archive zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Innenraum des vermissten Tauchboots „Titan“ von OceanGate Expeditions mit den damals reisenden Passagieren. Im Inneren des Tauchboots hat die Besatzung wenig Platz und nur eine bestimmte Menge Sauerstoff, wie eine ältere Fotoaufnahme zeigt. © American Photo Archive Alamy
Hamish Harding
Hamish Harding im Juni 2023 in London. Der britische Geschäftsmann und Abenteurer ist an Bord des Tauchboots, das in der Nähe des „Titanic“-Wracks im Atlantik vermisst wird. © Dirty Dozen Productions/PA Media/dpa
Stockton Rush, CEO von OceanGate, aufgenommen in Seattle. Der CEO von OceanGate ist unter den fünf Passagieren des verschollenen Tauchbootes, das am Abend des 18. Juni in der Nähe des Titanic-Wracks als vermisst gemeldet wurde.
Stockton Rush, CEO von OceanGate, aufgenommen in Seattle. Der CEO von OceanGate ist unter den fünf Passagieren des verschollenen Tauchbootes, das am Abend des 18. Juni in der Nähe des Titanic-Wracks als vermisst gemeldet wurde. © Greg Gilbert/dpa/Archivbild
U-Boot wird nahe Titanic-Wrack vermisst
Das U-Boot Titan ist auf dem Weg zur untergegangenen Titanic verschollen. © Dirty Dozen Productions/dpa
Das letzte Foto der Tauchkapsel „Titan“, bevor sie auf Titanic-Tauchgang ging: Keine zwei Stunden später verlor das Mutterschiff „Polar Prince“ den Kontakt.
Das letzte Foto der Tauchkapsel „Titan“, bevor sie auf Titanic-Tauchgang ging: Keine zwei Stunden später verlor das Mutterschiff „Polar Prince“ den Kontakt. © FP PHOTO / DIRTY DOZEN PRODUCTIONS / HANDOUT
Jamie Frederick, der Kapitän der US-Küstenwache
Jamie Frederick, der Kapitän der US-Küstenwache, leitet die Suche nach dem verschwundenen U-Boot. Ein Wettlauf gegen die Zeit. © Joseph Prezioso / AFP
Karte wo das Tauchboot vermisst wurde
Die Trümmer des Tauchbootes auf dem Weg zur Titanic wurden gefunden. Eine Karte zeigt, wie nahe es dem versunkenen Schiff gekommen ost.  © Google/dpa
Suleman Dawood (l) und sein Vater waren Insassen des „Titanic“-U-Bootes.
Suleman Dawood (l) und sein Vater waren Insassen des „Titanic“-U-Bootes. © AFP PHOTO/DAWOOD HERCULES CORPORATION
OceanGate-CEO Stockton Rush soll laut mehreren Berichten die Sicherheitsvorkehrungen der „Titan“ nicht ordnungsgemäß beachtet haben.
OceanGate-CEO Stockton Rush soll laut mehreren Berichten die Sicherheitsvorkehrungen der „Titan“ nicht ordnungsgemäß beachtet haben. © imago
Trümmer des Tauchboots „Titan“, das vom Meeresboden in der Nähe des Wracks der Titanic geborgen wurde, werden am Pier der kanadischen Küstenwache vom Schiff „Horizon Arctic“ entladen. Die US-Küstenwache sucht nach der Ursache des Unglücks.
Trümmer des Tauchboots „Titan“, das vom Meeresboden in der Nähe des Wracks der Titanic geborgen wurde, werden am Pier der kanadischen Küstenwache vom Schiff „Horizon Arctic“ entladen. Die US-Küstenwache sucht nach der Ursache des Unglücks. © Paul Daly/dpa

Die Zeit, um das vermisste U-Boot samt der fünf Personen an Bord zu finden, rennt also. Mehrere Szenarien für den Grund des Verschwindens sind denkbar. Sowohl ein Stromausfall, als auch ein Leck im U-Boot, könnten die Ursache sein.

Rubriklistenbild: © American Photo Archive Alamy

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