VonRomina Kunzeschließen
Unwetter geben in Deutschland eine ordentliche Zugabe. Nach einer Gewitter-Front über dem Nordosten zieht am Donnerstag ein neues Unwettertief auf.
Update vom 23. Mai, 16.42 Uhr: Ende der Woche prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) heftige Regenfälle und Gewitter für weite Bereiche Baden-Württembergs. Am Nachmittag bewegen sich aus den Alpen heraus Richtung Norden teils kräftige Gewitter. Bayern steht auf Alarmstufe Rot, dort breiten sich Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag drohen besonders im Norden Starkniederschläge.
Diese Länder sind laut DWD am Donnerstagnachmittag besonders stark betroffen:
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
Update vom 23. Mai, 7 Uhr: Dynamisch geht es bei der Wetterlage in Deutschland am Donnerstag (23. Mai) weiter. Neue Unwetter mit Starkregen und Gewitter sind im Anmarsch. Im Süden und Südwesten warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor neuen, teils heftigen Gewittern und lokal mit Starkregen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit.
Dauerregen und Starkregen ziehen im Nordosten Deutschlands langsam ab. In Vorpommern kann es am Donnerstagvormittag laut dem DWD zu mehrstündigem Starkregen und vereinzelt zu Gewittern kommen.
DWD warnt vor „Wetterlage mit hohem Unwetterpotential“
Im Süden – Baden-Württemberg und Bayern – rollen schon neue Gewitter an. Für den Südwesten Deutschlands erwartet der DWD eine „Wetterlage mit hohem Unwetterpotential“ – aktuell ab 10 bis 17 Uhr (Stand: 7 Uhr). Schwere Gewitter mit Starkregen (40 Liter pro Quadratmeter pro Stunde) sind laut den DWD-Wetterexperten möglich. Gebietsweise werden in mehreren Stunden bis zu 50 Liter pro Quadratmeter erwartet. Dazu ist mit stürmischen Böen (70 km/h) und kleinkörnigem Hagel zu rechnen.
Zum Abend und in der Nacht zu Freitag sind besonders im Osten von Baden-Württemberg und im Westen Bayerns laut DWD weitere, teils unwetterartige Schauer und Gewitter möglich. Die Höchstwerte liegen bei 18 bis 24 Grad.
Starkregen und Blitze – Unwetter im Norden verlief glimpflich
Update vom 22. Mai, 22.01 Uhr: Schwere Unwetter zogen am Nachmittag und frühen Mittwochabend (22. Mai) über die Region um Berlin, doch die befürchteten Ausmaße blieben aus. Feuerwehrsprecher berichteten der Deutschen Presseagentur (dpa) von überschwemmten Kellern und abgebrochenen Ästen. Ansonsten verlief das Unwetter jedoch relativ glimpflich.
Eine Sprecherin der Regionalleitstelle Nordwest, zuständig unter anderem für Potsdam, äußerte: „Der Kelch ist an uns vorübergegangen“. Im Gegensatz dazu zeigte sich in der Hanse-Region ein ganz anderes Bild. In Hamberge (Kreis Stormarn) wurde ein Haus durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt, wie die Regional-Leitstelle Süd in Oldesloe mitteilte. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, da das Haus zum Zeitpunkt des Einschlags unbewohnt war. Etwa 100 Einsatzkräfte waren im Einsatz, um das Feuer zu löschen.
Besonders hart traf das Unwetter die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein und Stormarn. Ein Sprecher der zuständigen Leitstelle kommentierte: „Das Wasser war überall dort, wo es nicht hingehört“. Unter anderem musste die A1 zeitweise gesperrt werden, da die Fahrbahn unter Wasser stand. In der Nacht zum Donnerstag (21.52 Uhr) sollten die Unwetterfronten allmählich in Richtung Nordosten abziehen. Es wurde erwartet, dass auch in der Mitte und im Süden des Landes mit heftigem Regen und Gewittern zu rechnen sei.
Von Kiel bis Potsdam: Unwetter rollen über Nordosten Deutschlands
Erstmeldung vom 22. Mai, 17.33 Uhr:
München – Seit Tagen hält sich das miese Wetter hartnäckig in Deutschland. Und die schlechte Nachricht gleich vorneweg: Kaiserwetter ist wohl so bald auch nicht zu erwarten. Frühsommerlich Richtung Juni – damit wird es wohl voraussichtlich nichts. Fürs Erste bleibt es nass, und damit bleibt auch die Gefahr von Überschwemmungen bestehen, warnen Wetterexperten und Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Die befürchtete große Unwetter-Klatsche am Dienstag (21. Mai) blieb glücklicherweise aus. Einzig in einigen Landkreisen Bayerns machte es heftiger runter. Dazu kamen etliche Blitze und Donner. Regen fiel auch in anderen Teilen Deutschlands. Eine Unwetter-Schneise zog von Passau einmal quer bis Borken. Größere Schäden blieben aus.
Es drohen schwere Gewitter mit heftigem #Starkregen im Nordosten. Mehr dazu im Unwetterclip. https://t.co/hwUfA8t1xI via @YouTube
— DWD (@DWD_presse) May 22, 2024
Dafür bekommt es ab Mittwoch (22. Mai) der Nordosten der Republik ab. Von Schleswig-Holstein bis nach Vorpommern und zur Uckermark muss mit Gewitter, Starkregen und Hagel gerechnet werden, warnt der DWD. Die aktuelle Unwetter-Karte der Bundesanstalt leuchtet von Kiel bis Potsdam rot-orange. Für zwölf Landkreise gilt die zweithöchste Warnstufe:
- Kreis Segeberg
- Kreis Stormarn
- Kreis Herzogtum Lauenburg
- Kreis Nordwestmecklenburg - Küste
- Kreis Nordwestmecklenburg - Binnenland
- Kreis Ludwigslust-Parchim - West
- Kreis Ludwigslust-Parchim - Ost
- Kreis Mecklenburgische Seenplatte - West
- Kreis Prignitz
- Kreis Ostprignitz-Ruppin
- Kreis Oberhavel
- Kreis Barnim
„Hier besteht am Mittwoch Unwettergefahr durch Gewitter und kräftige Regenfälle, während der Rest des Landes aufatmen kann“, sagte DWD-Meteorologe Marco Manitta gegenüber der Bild. Vereinzelt kann es auch in Baden-Württemberg stürmen und gewittern. In den zuletzt arg gebeutelten Regionen rund um das Saarland und Rheinland-Pfalz soll es ruhig bleiben.
Flut-Gefahr bis Juni: Wetter-Prognose trübt Vorfreude auf den Sommer
Die Erleichterung ist aber wohl nur von kurzer Dauer: Ab Donnerstag soll es auch wieder im Westen und Süden Deutschlands schlechter werden. Der DWD sagt Gewitter und unwetterartigen Regen für weite Teile der Republik voraus, besonders ungemütlich könnte es aber in NRW und im Norden von Rheinland-Pfalz werden.
„Leider bleibt das Unwetter-Potenzial auch in den nächsten Tagen erhöht. Eine längere trockene Witterungsphase ist nicht in Sicht“, so DWD-Experte Manitta weiter. Ähnlich sieht es auch Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Der Experte sagt Flut-Alarm bis Juni voraus.
Überflutungen, Erdrutsche, gesperrte Straßen: Die Bilder des Unwetter-Chaos in Deutschland




Demnach zeigen die Wetter-Karten der nächsten zehn bis 14 Tage weiterhin viel Feuchtigkeit für Deutschland. Hinzu kommen dann aber ordentlich Wärme. Anfang Juni stehen Hitzetage von mindestens 30 Grad bevor. Die Mischung aus Hitze und Feuchtigkeit berge aber ein erhöhtes Unwetter-Risiko. „Dadurch könnte es noch heftigeren Starkregen geben“, so Jung. Seine Kollegin Kathy Schrey spricht sogar von „Monsun-Wahnsinn in Deutschland“. Beim Anblick der Aufnahmen aus dem Saarland zuletzt könnte man wirklich den Eindruck einer Tropenregion bekommen. (rku)
Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa/Screenshot/DWD/Montage


