Frau stirbt in Italien

Wetter-Alarmstufe Orange: Sturzfluten in Österreich, Überschwemmungen in Norditalien

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In Norditalien und Österreich wüten heftige Unwetter. Es gibt Überschwemmungen und Sturmschäden. In einigen Regionen gilt weiterhin Alarmstufe Orange.

München –  In Norditalien und im österreichischen Stubaital haben heftige Unwetter am Wochenende für Chaos gesorgt. Besonders betroffen war die Region um Mailand, wo ein schweres Gewitter am Sonntagnachmittag eine Frau das Leben kostete, wie oe24.at berichtet.

Zwei weitere Personen wurden verletzt, als ein Baum in der Nähe von Mailand umstürzte. In der Stadt selbst führten Überschwemmungen und umgestürzte Bäume zu erheblichen Sachschäden. Die Feuerwehr erhielt über 150 Notrufe.

Unwetter in Österreich und Italien haben es am Wochenende in sich gehabt.

„Wasserbombe“ in Mailand – Video zeigt heftiges Unwetter am Gardasee

In Mailand war von einer regelrechten „Wasserbombe“ die Rede, die einige Staddteile traf, so oe24.at weiter. Der Westen der Stadt soll besonders hart getroffen worden sein, sodass die Zivilschutzbehörde Alarmstufe Orange ausrief und vor weiteren Unwettern warnte. Bürgermeister Giuseppe Sala rief die Bevölkerung auf, Vorsicht walten zu lassen.

Auch die Provinzen Como und Varese erlebten Überschwemmungen und Sturmschäden. In Como trat der See über die Ufer, und in der Region Bergamo wurden oe24.at zufolge mehrere Flüge umgeleitet, so. Ein Facebook-Video vom Sonntagabend zeigt die heftigen Gewitter am Gardasee.

Österreich ebenfalls von Unwettern betroffen: Zwei Brücken fallen Murenabgang zum Opfer

Im österreichischen Stubaital sorgten am Samstagabend erneut starke Unwetter für Verwüstung. Besonders die Gemeinde Fulpmes war betroffen. Schlammlawinen rissen zwei Fußgängerbrücken mit sich, die Wassermassen führten große Mengen an Geröll und Treibholz. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, um die Schäden zu beseitigen.

Geradezu winterlich betroffen war am Sonntag (6. Juli) die Gemeinde Turnau in der Steiermark. Ein kurzes aber heftiges Hagelgewitter zog dort am Nachmittag über den Alpenpass Pogusch. Umgestürzte Bäume und zahlreiche hängen gebliebene Fahrzeuge waren die Folge, berichtet die Freiwillige Feuerwehr von dort.

Sie war mit drei Fahrzeugen sowie 25 Einsatzkräften im Einsatz, um die L 123 wieder für den Verkehr freizumachen. Ebenfalls im Einsatz stand ein Fahrzeug samt Schneepflug der Straßenmeisterei Gußwerk – Stützpunkt Seewiesen. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

Unwetter verwüstet Alpen-Orte – Bilder zeigen katastrophales Ausmaß

Die Gemeinde Gschnitz war vom Unwetter besonders stark betroffen – es läuft ein Großeinsatz der Feuerwehr.
Die Gemeinde Gschnitz war vom Unwetter besonders stark betroffen – es läuft ein Großeinsatz der Feuerwehr. © Feuerwehr Flugdienst IBK-Land/Facebook
Katastropheneinsatz in der Gemeinde Gschnitz. Knapp 100 Wanderer mussten von Almhütten evakuiert werden.
Katastropheneinsatz in der Gemeinde Gschnitz. Knapp 100 Wanderer mussten von Almhütten evakuiert werden. © Feuerwehr Flugdienst IBK-Land/Facebook
Durch heftige Unwetter und Starkregen war es in der Gemeinde Gschnitz zu starken Murenabgängen gekommen.
Durch heftige Unwetter und Starkregen war es in der Gemeinde Gschnitz zu starken Murenabgängen gekommen. © Feuerwehr Flugdienst IBK-Land/Facebook
Eine Luftaufnahme der vom gestrigen Unwetter stark betroffenen Gemeinde Gschnitz. Der Großeinsatz läuft weiterhin.
Eine Luftaufnahme der vom gestrigen Unwetter stark betroffenen Gemeinde Gschnitz. Der Großeinsatz läuft weiterhin. © Feuerwehr Flugdienst IBK-Land/Facebook
Über 100 Personen mussten aus der Gemeinde Gschnitz vom Flugdienst IBK-Land in Sicherheit gebracht werden.
Über 100 Personen mussten aus der Gemeinde Gschnitz vom Flugdienst IBK-Land in Sicherheit gebracht werden. © Feuerwehr Flugdienst IBK-Land/Facebook
Viele Orte im Gschnitztal wurden stark von Unwettern getroffen. An einigen Stellen kam es zu Murenabgängen.
Viele Orte im Gschnitztal wurden stark von Unwettern getroffen. An einigen Stellen kam es zu Murenabgängen. © Feuerwehr Flugdienst IBK-Land/Facebook
Die Evakuierungen wurden mit dem Black Hawk des Bundesheeres durchgeführt werden.
Die Evakuierungen wurden mit dem Black Hawk des Bundesheeres durchgeführt werden.  © Feuerwehr Flugdienst IBK-Land/Facebook
Durch schwere Unwetter mit Starkregen mussten über 100 Personen aus der stark betroffenen Gemeinde Gschnitz evakuiert werden.
Durch schwere Unwetter mit Starkregen mussten über 100 Personen aus der stark betroffenen Gemeinde Gschnitz evakuiert werden. © Feuerwehr Flugdienst IBK-Land/Facebook
Die Situation im Gschnitztal. Die massiven Murenabgänge und Hangrutschungen im Tiroler Gschnitz (Bezirk Innsbruck-Land) haben am Dienstag, 1. Juli 2025 weitere Evakuierungen zur Folge gehabt. Rund 100 Personen müssen von Schutzhütten ausgeflogen werden.
Die Situation im Gschnitztal. Die massiven Murenabgänge und Hangrutschungen im Tiroler Gschnitz (Bezirk Innsbruck-Land) haben am Dienstag, 1. Juli 2025 weitere Evakuierungen zur Folge gehabt. Rund 100 Personen müssen von Schutzhütten ausgeflogen werden. © picture alliance/dpa/BFV-IBK-LAND/APA | Unbekannt
Eine Luftaufnahme von Neustift in Tirol. In Österreich herrscht nach einem Unwetter in der Tiroler Gemeinde akuter Murenalarm.
Eine Luftaufnahme von Neustift in Tirol. In Österreich herrscht nach einem Unwetter in der Tiroler Gemeinde akuter Murenalarm. © picture alliance/dpa/BFV-IBK-LAND/APA | Unbekannt
Über Österreich fegt ein Unwetter hinweg. Eine Luftaufnahme zeigt Neustift in Tirol, wo akuter Murenalarm herrscht.
Über Österreich fegt ein Unwetter hinweg. Eine Luftaufnahme zeigt Neustift in Tirol, wo akuter Murenalarm herrscht. © picture alliance/dpa/BFV-IBK-LAND/APA | Unbekannt
Eine Luftaufnahme eines Murenabganges in Neustift in Tirol. In Österreich herrscht nach einem Unwetter in der Tiroler Gemeinde noch immer akuter Murenalarm.
Eine Luftaufnahme eines Murenabganges in Neustift in Tirol. In Österreich herrscht nach einem Unwetter in der Tiroler Gemeinde noch immer akuter Murenalarm. © picture alliance/dpa/BFV-IBK-LAND/APA | Unbekannt
Mehre massive Murenabgänge und Hangrutschungen infolge eines heftigen Unwetters mit Hagelfällen haben seit dem späten Montagnachmittag, 30. Juni 2025 die kleine Gemeinde Gschnitz im hinteren Gschnitztal (rund 460 Einwohner) heimgesucht. In Österreich herrscht nach einem Unwetter in der Tiroler Gemeinde akuter Murenalarm.
Mehre massive Murenabgänge und Hangrutschungen infolge eines heftigen Unwetters mit Hagelfällen haben seit dem späten Montagnachmittag, 30. Juni 2025 die kleine Gemeinde Gschnitz im hinteren Gschnitztal (rund 460 Einwohner) heimgesucht. In Österreich herrscht nach einem Unwetter in der Tiroler Gemeinde akuter Murenalarm. © picture alliance/dpa/BFV-IBK-LAND/APA | Unbekannt
Dieses am Dienstag, dem 1. Juli 2025, von der italienischen Feuerwehr via AP zur Verfügung gestellte Bild zeigt einen Erdrutsch, der am Montag, dem 30. Juni 2025, eine Straße zwischen Bardonecchia und Argentera in den Westalpen, Italien, getroffen hat.
Dieses am Dienstag, dem 1. Juli 2025, von der italienischen Feuerwehr via AP zur Verfügung gestellte Bild zeigt einen Erdrutsch, der am Montag, dem 30. Juni 2025, eine Straße zwischen Bardonecchia und Argentera in den Westalpen, Italien, getroffen hat. © picture alliance/dpa/Vigili del Fuoco/AP | --
Die italienische Feuerwehr veröffentlichte ein Bild von Fahrzeugen, die auf einer Straße zwischen Bardonecchia und Argentera blockiert sind.
Die italienische Feuerwehr veröffentlichte ein Bild von Fahrzeugen, die auf einer Straße zwischen Bardonecchia und Argentera blockiert sind. © picture alliance/dpa/Vigili del Fuoco/AP | Vigili del Fuoco
Dieses am Dienstag, 1. Juli 2025, von der italienischen Feuerwehr via AP zur Verfügung gestellte Bild zeigt einen Erdrutsch, der am Montag, 30. Juni 2025, eine Straße in der Gegend von Bardonecchia in den westlichen Alpen getroffen hat.
Dieses am Dienstag, 1. Juli 2025, von der italienischen Feuerwehr via AP zur Verfügung gestellte Bild zeigt einen Erdrutsch, der am Montag, 30. Juni 2025, eine Straße in der Gegend von Bardonecchia in den westlichen Alpen getroffen hat.  © picture alliance/dpa/Vigili del Fuoco/AP | Vigili del Fuoco
Starke Gewitter fordern Feuerwehren. Im Bezirk Wipptal/Sterzing stand ein Parkhaus unter Wasser.
Starke Gewitter fordern Feuerwehren. Im Bezirk Wipptal/Sterzing stand ein Parkhaus unter Wasser. © Landesfeuerwehrverband Südtirol/Facebook
Knapp 150 Einsätze musste die Feuerwehr in sechs Stunden abarbeiten. Teilweise stürzten Bäume auf die Straße.
Knapp 150 Einsätze musste die Feuerwehr in sechs Stunden abarbeiten. Teilweise stürzten Bäume auf die Straße. © Landesfeuerwehrverband Südtirol/Facebook
Rund 300 Feuerwehrleute waren nach schweren Unwettern und zahlreichen Wassereintritten im Bezirk Wipptal/Sterzing im Einsatz.
Rund 300 Feuerwehrleute waren nach schweren Unwettern und zahlreichen Wassereintritten im Bezirk Wipptal/Sterzing im Einsatz. © Landesfeuerwehrverband Südtirol/Facebook
Nach heftigen Gewittern mit Starkregen musste die Feuerwehr mit zahlreichen übergetretenen Bächen zurechtkommen.
Nach heftigen Gewittern mit Starkregen musste die Feuerwehr mit zahlreichen übergetretenen Bächen zurechtkommen. © Landesfeuerwehrverband Südtirol/Facebook
Zahlreiche Unterführungen füllten sich durch heftige Gewitter und Starkregen mit Wasser – die Polizei war über 100 Mal im Einsatz.
Zahlreiche Unterführungen füllten sich durch heftige Gewitter und Starkregen mit Wasser – die Polizei war über 100 Mal im Einsatz. © Landesfeuerwehrverband Südtirol/Facebook
Unwetter mit starken Regenfällen sorgten in einigen Gebieten Südtirols für überschwemmte Straßen.
Unwetter mit starken Regenfällen sorgten in einigen Gebieten Südtirols für überschwemmte Straßen. © Landesfeuerwehrverband Südtirol/Facebook
Starkregen und Hagel im Raum Sterzing führten zu zahlreichen Überflutungen von Straßen und Kellern.
Starkregen und Hagel im Raum Sterzing führten zu zahlreichen Überflutungen von Straßen und Kellern. © Landesfeuerwehrverband Südtirol /Facebook
Auch eine Kirche stand nach den schweren Unwettern im Bezirk Sterzing unter Wasser und musste von der Feuerwehr freigeräumt werden.
Auch eine Kirche stand nach den schweren Unwettern im Bezirk Sterzing unter Wasser und musste von der Feuerwehr freigeräumt werden. © Landesfeuerwehrverband Südtirol/Facebook
Aufgrund starker Gewitter waren im Bezirk Wipptal/Sterzing knapp 300 Feuerwehrleute im Einsatz.
Aufgrund starker Gewitter waren im Bezirk Wipptal/Sterzing knapp 300 Feuerwehrleute im Einsatz. © Landesfeuerwehrverband Südtirol /Facebook

Weitere Überflutungen und lokale Überschwemmungen laut Wetter-Prognose wahrscheinlich

In beiden Regionen bleibt die Wetterlage angespannt. Meteorologen von wetter.at prognostizieren für die kommende Woche kühlere Temperaturen, doch die Gefahr weiterer Unwetter bleibt bestehen. Für die nächsten 24 Stunden prognostiziert die österreichische Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) weitere kleinräumige Überflutungen und lokale Überschwemmungen. Im Süden Österreichs gilt für Regen die Warnstufe Orange. Erst vor zwei Wochen wurde der Süden von schweren Unwettern getroffen. (sv)

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Fulpmes/Csreenshot

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