- VonNatascha Heidenreichschließen
Eine junge Frau kann eine unglaubliche Szene an einem Strand in Australien einfangen. Ein Tigerhai ist auf der Jagd. Diese führt ihn bis an den Strand.
Bremen – Die meisten Menschen sind kaum noch ohne Smartphone in der Hand anzutreffen. Immerhin kann so in jedem Fall sichergestellt werden, dass außergewöhnliche Momente, festgehalten werden. Wie im Fall einer schottischen Facebook-Nutzerin, die kürzlich ein Video mit der Community teilte. Zu sehen ist neben dem traumhaften Ausblick auf den Pazifischen Ozean auch ein Meeresbewohner, den man eigentlich nicht außerhalb des Wassers am Strand antrifft.
Tödliche Meeresbewohner: Australien bietet Lebensraum für gefährliche Tiere
Das türkise Meer, vier Segelboote, die Szene, welche die Facebook-Nutzerin einfängt, ist geradezu idyllisch. Aber natürlich hat Australien seinen Ruf nicht ohne Grund. Die Küsten Australiens zählen zwar zu den schönsten der Welt, aber der Kontinent bietet auch den gefährlichsten Tieren der Welt ein Zuhause. Egal ob Seewespen, deren Gift 200 Menschen auf einmal töten könnte, Krokodile oder Seeschlangen, sie alle können im Wasser angetroffen werden.
Im Video der Facebook-Nutzerin ging es aber um ein anderes Tier. Und zwar um eines, das seinen Ruf im Grunde nicht wirklich verdient: der Hai. Es kommt in Australien immer wieder zu Hai-Attacken. Zuletzt überlebte ein junger Italiener knapp einen Angriff. Normalerweise landen Haie aber immerhin nicht am Strand.
Hai schießt aus dem Wasser: Strandbesucherin hat Smartphone im richtigen Moment parat
Anders war es im Video der Facebook-Nutzerin. Immer wieder werden seltsame Objekte an Australiens Küsten angespült. Mit dieser Strand-Begegnung hatte die Facebook-Nutzerin jedenfalls nicht gerechnet. Sie fokussiert in ihrem Video das Meer und kann eine unglaubliche Szene einfangen.
Ein Tigerhai taucht als größer werdender Schatten unter der Wasseroberfläche auf und steuert in unglaublicher Geschwindigkeit direkt auf den Strand zu. Ganz vorne, nur ein paar Meter von der Filmenden entfernt, genau dort wo die Wellen brechen, kann ein kleiner Schatten ausgemacht werden. Es handelt sich um eine Meeresschildkröte, die offenbar vor dem Tigerhai flieht.
Die Grüne Meeresschildkröte biegt unmittelbar vor dem Sandstrand wieder ab und schwimmt so schnell sie kann wieder zurück ins offene Meer. Der riesige Tigerhai wendet ebenfalls in letzter Sekunde und setzt seine wilde Jagd fort. Die Frau, die das Video drehte, schien er nicht einmal wahrgenommen zu haben.
Bekannte schnorchelte tags zuvor an Stelle des Hai-Angriffs
Die Facebook-Nutzerin schwärmt in einem Kommentar unter ihrem Video, nennt diesen Moment einen der besten ihres Lebens, und sendet noch ein weiteres Video dazu. Offenbar schnorchelte eine ihrer Bekannten am Vortag wohl an genau derselben Stelle, an der der Tigerhai aus dem Wasser geschossen kam. Da ist der gedankenlose Gang ins Meer einfach nicht mehr möglich.
Ich bin so geschockt im Moment. Einer der besten Momente meines Lebens! Tigerhai vs. Grüne Meeresschildkröte
Doch der Hai sollte nicht dämonisiert werden. Schließlich handelt es sich bei ihm vielmehr um ein Tier, das eher als gefährdet einzustufen ist, als wirklich für Menschen gefährlich zu sein. Besonders viele Haie sterben beim „Finning“. Obwohl „Finning“, also das gezielte Fischen nach Haiflossen, laut der Deutschen Stiftung Meeresschutz vielerorts verboten oder eingeschränkt ist, sterben immer noch zahllose Haie bei dieser verbotenen Praktik.
Immer filmbereit: Community staunt über Video des „nahezu bedrohten“ Tigerhais
In den sozialen Medien wird das Video der Frau rege diskutiert. Manche Facebook-Nutzer gratulieren der Urlauberin: „Du bist aber auch immer filmbereit“, schreibt jemand. Andere freuen sich einfach, dass da tatsächlich ein Tigerhai gefilmt werden konnte. Tigerhaie gelten auf der Roten Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten als „nahezu bedroht“. Sie können Menschen zwar durchaus gefährlich werden, wohl auch wegen ihrer Größe von durchschnittlich 5,5 Metern. Auf ihrer Beuteliste stehen Menschen aber nicht, sondern beispielsweise andere Haie oder Schildkröten, wie die im Video gejagte.
In Brasilien gab es zuletzt eine spektakuläre Entdeckung in freier Wildbahn zu verkünden: Seit über 100 Jahren wurde dort erstmals wieder ein Großer Ameisenbär gesichtet. (nhf)
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