Freiheitsindex Deutschland

64 Prozent der Deutschen wünschen sich staatlich gedeckelte Mietpreise

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Die deutliche Mehrheit der Deutschen wünscht sich staatliche Obergrenzen für Mietpreise. Das ergaben neue Umfragen des Allensbach Institutes.

Allensbach – Explodierende Mieten und überhöhte Nebenkostenabrechnungen – vor allem Großstadt-Mieten werden weiter teurer; eigentlich ist das Umfrageergebnis des neuen „Freiheitsindex 2023“ darum keine große Überraschung. Demnach wünschen sich 64 Prozent der Deutschen vom Staat festgelegte Obergrenzen für Mieten beziehungsweise Mietpreissteigerungen, wie aus dem aktuellen Bericht hervorgeht, den das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) und das Forschungsinstitut Media Tenor erstellt haben. 

Häuserblock in Düsseldorf: Nach der Reform der Grundsteuer ist vielen nicht klar, ob sie mehr zahlen müssen. Die Länder nutzen verschiedene Modelle (Symbolbild).

64 Prozent der Deutschen wollen feste Mietpreise

Das Forschungsprojekt, dessen Auswertung IPPEN.MEDIA vorliegt, und das seit 2011 regelmäßig veröffentlicht wird, setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Einer Inhaltsanalyse der führenden Massenmedien, durchgeführt von Media Tenor International, und einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach. 

Das sind die teuersten Mietwohnungen in Deutschland

Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Diese Penthouse-Wohnung im Viertel Prenzlauer Berg ist im Ranking das günstigste Angebot. Für „nur“ 11.500 Euro Kaltmiete im Monat kann man diese 5-Zimmer-Wohnung auf 384 m² mieten.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Die Wohnung ist teilmöbliert und liegt in einer ehemaligen Fabrikhalle.  © Immoscout24
Luxuswohnung in Berlin für 11.500 Euro/Monat
Die Wohnung kann ab 1. September gemietet werden. Zu den 11.500 Euro kommen noch ungefähr 1000 Euro hinzu - für die Warmmiete.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Frankfurt am Main
Eine der Top-Wohnungen in Frankfurt am Main kostet 12.000 Euro kalt. Hier sind ebenfalls 5 Zimmer inklusive auf 500 m² Fläche. Die Wohnung befindet sich im Viertel Sachsenhausen-Nord und liefert einen Blick auf die Skyline von Mainhatten.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese Berliner Luxuswohnung für 12.000 Euro im Monat steht in der Stresemannstraße. Die Wohnung hat zwar 185 m² – aber nur zwei Zimmer. Dafür ist die Wohnung vollmöbliert und hat gleich zwei Terrassen.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese 12.000-Euro-Wohnung liegt ebenfalls in Berlin in der Stresemannstraße. Das Penthouse im 16. Stock hat 188 m², die sich auf zwei Zimmer verteilen.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Die Wohnung ist vollmöbliert und richtet sich eher an Menschen, die Berlin einen Besuch abstatten wollen – eine langfristige Miete ist hier nicht gedacht.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Diese Wohnung kostet ebenfalls 12.000 Euro im Monat und ist ein Designobjekt in Berlin-Mitte. Das Townhouse erstreckt sich über vier Geschosse, dabei gibt es insgesamt fünf Zimmer – und einen begehbaren Kleiderschrank.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 12.000 Euro/Monat
Die Wohnung hat insgesamt 403 m² und drei Terrassen. Wer keine Lust hat, ständig die vier Geschosse auf und ab zu laufen, wird erfreut sein: Es gibt einen Aufzug.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Düsseldorf für 13.500 Euro/Monat
Diese Maisonette-Wohnung in Düsseldorf kostet schon etwas mehr: Für 13.500 Euro Kaltmiete im Monat gibt es zwei vollmöblierte Zimmer und zwei Dachterrassen. Insgesamt hat die Wohnung 198 m². © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Zurück in die Hauptstadt, wo der Preis nochmal angezogen wird. Diese Wohnung ist im Ranking auf Platz zwei der teuersten Mietwohnungen in Deutschland. Sie kostet 17.000 Euro kalt im Monat und steht in Berlin-Mitte.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Die 7-Zimmer-Wohnung hat über 700 m² Fläche und ist ein Penthouse mit einer spektakulären Dachterrasse.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 17.000 Euro/Monat
Diese Terrasse ist eine von zwei, die die Wohnung hat. Was bei so einer Luxuswohnung nicht fehlen darf, ist noch die eigene Sauna.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 19.500 Euro/Monat
Zu guter Letzt die Nummer 1: Das ist die teuerste Mietwohnung in Deutschland, die 19.500 Euro kalt im Monat kostet. Die Warmmiete kommt auf über 22.000 Euro.  © Immoscout 24
Luxuswohnung in Berlin für 19.500 Euro/Monat
Die Wohnung ist ziemlich ungewöhnlich: Auf 720 m² hat sich das Architekturbüro J. Mayer H. ausgetobt. Die Wohnung hat insgesamt acht Zimmer, die sich auf drei Geschosse verteilen.  © Immoscout 24
Wohnung in Berlin-Mitte für fast 20.000 Euro im Monat
Dem Inserat zufolge hat jeder Raum in dieser Luxus-Wohnung eine ganz bestimmte Funktion – nur dieser große „Ausstellungsraum“ kann individuell gestaltet werden. Die Wohnung befindet sich am Hausvogteiplatz.  © Immoscout 24

Umfrage zeigt: Mehrheit der Deutschen wünscht sich staatlich gedeckelte Mietpreisen

Die Fragebögen zum Freiheitsindex Deutschland enthalten neben den zur Berechnung des Freiheitsindexes notwendigen Fragen stets auch Fragen zu einem weiteren Themenschwerpunkt, der im Zusammenhang mit dem Thema Freiheit steht.

In diesem Jahr lag der Fokus auf der Einstellung der Bevölkerung zur Marktwirtschaft, auch zu staatlichen Preiskontrollen. Während staatlichen Obergrenzen für Grundnahrungsmitteln schon 46 Prozent zustimmten, waren es bei der Frage nach vom Staat festgelegten Obergrenzen für Mieten beziehungsweise Mietpreissteigerungen satte 64 Prozent.

Deutsche schätzen „ihre“ Soziale Marktwirtschaft – und meinen vor allem Sicherheit und Umverteilung

Die Forscher hatten die Bürger gefragt, in welchen Systemen sie den Eindruck haben, am freiesten seien zu können und wo ihre Bedürfnisse am besten befriedigt werden: Marktwirtschaft, Soziale Marktwirtschaft oder Sozialismus/Kommunismus. Das Rennen machte ganz klar unser aktuelles Wirtschaftssystem, die Soziale Marktwirtschaft, mit 73 Prozent. Die Mehrheit der Bevölkerung scheint dabei aber nicht an Leistung oder Wettbewerb zu denken. Bei vielen stehen Soziales, ein staatliches Sicherheitsnetz und Umverteilung im Fokus.

Der Aussage „Ich fände es gut, wenn der Staat Obergrenzen für Mieten bzw. für Mietsteigerungen festlegen würde“ stimmten 64 Prozent der Befragten zu, dem Satz „Ich glaube, dass es nicht gut wäre, wenn der Staat eine Obergrenze für Mieten bzw. Mietsteigerungen festlegen würde“, nur 16 Prozent.

Vielleicht haben einige der Befragten dabei unser Nachbarland Österreich im Kopf gehabt. Denn das geht diesen Weg. In Wien gehört bis heute jede vierte Wohnung der Stadt, es gibt rund 220.000 Gemeindewohnungen. Zusätzlich circa 200.000 geförderte Wohnungen, die von gemeinnützigen Trägern mithilfe der Wohnbauförderung gebaut und verwaltet werden. Alle 420.000 Objekte haben gedeckelte Mieten und unbefristete Verträge.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Gstettenbauer

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