Von Lennart Schwenck
schließen
Die Autoindustrie steckt in Schwierigkeiten. Unternehmen wenden sich nun der Rüstung zu. Doch ist das wirklich die Lösung?
Düsseldorf – Die deutsche Automobilindustrie steckt tief in der Krise – auch aufgrund des globalen Power-Players im in puncto Elektromobilität : China. Besonders betroffen sind Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen , einst Hochburgen des Autobaus. Mercedes, Porsche, Bosch und ZF bauen massiv Stellen ab, allein Bosch plant in Schwäbisch Gmünd 1.300 Jobs zu streichen. Laut ZDF -Berichten suchen viele Unternehmen nun in der boomenden Rüstungsindustrie nach neuen Geschäftsfeldern, um die wirtschaftlichen Verluste auszugleichen.
Peter Hodapp, Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, fertigte früher Türen und Werkstore für Mercedes und Porsche. Doch seit die Autobauer ihre Bestellungen eingestellt haben, fehlen Hodapp rund zehn Prozent seines Umsatzes. Er baut nun Türen für Bundeswehrkasernen und Rüstungsunternehmen. Gegenüber dem ZDF sagte Hodapp: „Weil es ganz klar ein Zukunftsmarkt ist.“
Krise zwingt Autobranche zur Umstrukturierung: Rheinmetall profitiert von Autokrise Auch Rheinmetall, einer der größten deutschen Rüstungskonzerne, profitiert von der Krise der Autobranche . In Nordrhein-Westfalen investiert Rheinmetall rund 200 Millionen Euro in ein neues Werk in Weeze bei Düsseldorf, wo künftig Rumpfteile für den US-Tarnkappenbomber F-35 produziert werden sollen. Rheinmetall prüft zudem, den Luftabwehrpanzer Skyranger im bisherigen Autozulieferwerk in Neuss zu fertigen, berichtete die Rheinische Post . Geschäftsführer Armin Papperger betonte: „Wir haben Wort gehalten und im Rheinmetall-Tempo eine Hightech-Fabrik für das Herzstück des modernsten Kampfjets der Welt errichtet.“
Die Politik unterstützt diesen Kurs ausdrücklich. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) begrüßt die Investitionen in einer Pressemitteilung Anfang Juli: „Strategische Projekte wie das F-35-Werk in Weeze stärken den Standort und leisten einen wichtigen Beitrag zur sicherheitspolitischen Infrastruktur Europas.“ Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) sieht die Entwicklung positiv. Im ZDF-Interview sagte er: „Wenn in Sparten, die jetzt gerade schrumpfen, Arbeitskräfte freigesetzt werden, dann ist das eine Chance für die Betriebe, diese Kräfte aufzufangen.“ Kretschmann erklärte zudem, Pazifismus heiße nun, verteidigungsbereit zu sein.
Leoparden statt Golfs? Die Zuwendung der Autoindustrie zur Rüstungsbranche wirft viele Fragen auf. Wirtschaftlich mag sie kurzfristig Sinn ergeben, doch langfristig drohen gesellschaftliche wie moralische Konflikte.
© IMAGO / photothek
Politik begrüßt Wechsel zur Rüstungsindustrie: Moralische Bedenken bei Unternehmern Doch die Umstellung ist nicht unumstritten. Viele Unternehmer scheuen sich, öffentlich über ihre neuen Rüstungsaktivitäten zu sprechen – aus Angst, als Kriegsgewinnler zu gelten. Viacheslav Gromov, Geschäftsführer des Offenburger Unternehmens AITAD, hat sich dennoch entschieden, offen damit umzugehen. Seine Firma stellt KI-Chips her, die nun Drohnen abwehren sollen . Gegenüber dem ZDF erklärte Gromov, dass diese KI „nicht angreifen und nicht zwischen Leben und Tod entscheiden, sondern im Zweifel vielleicht ein Leben retten“ solle.
Der Politikökonom Patrick Kaczmarczyk sieht die Entwicklung kritisch. Er bezeichnet den Rüstungsboom als „risikoreiche Wette mit niedriger gesamtwirtschaftlicher Rendite“. Laut Kaczmarczyk bringe jeder Euro, der in die Rüstungsindustrie investiert werde, nur zusätzliche 50 Cent zum Bruttoinlandsprodukt, während Investitionen in öffentliche Infrastruktur wesentlich höhere Renditen erzielen könnten. Er kritisierte zudem intransparente Vergabeverfahren, die vor allem großen Konzernen zugutekämen – Mittelständler sowie Steuerzahler hätten das Nachsehen.
Spitzenreiter mit fast 19 Millionen Euro – so viel verdienen Chefs der DAX-Unternehmen Deutschland erlebt wirtschaftlich turbulente Zeiten. Wie wirkt sich das auf die Chefs der DAX-Konzerne aus? Hier kommt die Übersicht mit den Top 30. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand Platz 30: Der Rückversicherer Hannover Rück verbuchte 2024 einen Rekordgewinn von rund 2,3 Milliarden Euro. Das Gehalt des scheidenden Vorstandsvorsitzenden Jean-Jacques Henchoz kletterte um etwa ein Drittel auf 2,7 Mio. Euro. © localpic/Imago Platz 29: DHL und die Deutsche Post erlitten 2024 einen deutlichen Gewinneinbruch. Auch die Vergütung mitsamt Boni des Vorstandschefs ist merklich gesunken: die Vergütung von Tobias Meyer schrumpfte auf 2,9 Mio. Euro. © IMAGO/Zhang Fan Platz 28: Der größte deutsche Immobilien-Konzern Vonovia sieht sich immer wieder Kritik ausgesetzt, angesichts von vermeintlich ungerechtfertigter Mieterhöhungen. 2024 schloss die Vonovia SE das Geschäftsjahr positiv ab. Vorstandschef Rolf Buch erhält aktuell Bezüge in Höhe von ca. 3,9 Mio. Euro. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON Platz 27: Die Rüstungsindustrie boomt und Rheinmetall ist (abgesehen vom pan-europäischen Airbus-Konzern) Deutschlands größtes Unternehmen. CEO Armin Papperger kassierte 2024 rund 4,2 Mio. Euro Platz 27: Die Rüstungsindustrie boomt und Rheinmetall ist (abgesehen vom pan-europäischen Airbus-Konzern) Deutschlands größtes Unternehmen. CEO Armin Papperger kassierte 2024 rund 4,2 Mio. Euro. © Funke Foto Services/Imago Platz 25: Gute Geschäfte bei Deutschlands größter Klinikkette Helios und mit Arzneien haben Fresenius 2024 ein dickes Umsatzplus auf 21,5 Mrd. Euro gebracht. Ex-Siemens-Manager Michael Sen steht an der Spitze des Konzerns – und erhält für seine Dienste eine Vergütung von ca. 4,4 Mio. Euro. Platz 25: Gute Geschäfte bei Deutschlands größter Klinikkette Helios und mit Arzneien haben Fresenius 2024 ein dickes Umsatzplus auf 21,5 Mrd. Euro gebracht. Ex-Siemens-Manager Michael Sen steht an der Spitze des Konzerns – und erhält für seine Dienste eine Vergütung von ca. 4,4 Mio. Euro. © IMAGO/STAR-MEDIA Platz 25: Fresenius Medical Care (FMC) ist ein weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen und legte im vergangenen Jahr ein Ergebniswachstum von rund 18 Prozent hin. Vorstandschefin Helen Giza erhielt ebenfalls 4,4 Mio. Euro an Vergütung Platz 25: Fresenius Medical Care (FMC) ist ein weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen und legte im vergangenen Jahr ein Ergebniswachstum von rund 18 Prozent hin. Vorstandschefin Helen Giza erhielt ebenfalls 4,4 Mio. Euro an Vergütung. © IMAGO/Sepp Spiegl Platz 24: Zwar sank der Gesamtumsatz von Continental 2024 um 4,1 Prozent auf 39,7 Milliarden Euro. Dennoch blieb der Konzerngewinn mit 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil. Vorstandschef Nikolai Setzer (2. v. l.) erhält eine Vergütung von etwa 4,5 Mio. Euro Platz 24: Zwar sank der Gesamtumsatz von Continental 2024 um 4,1 Prozent auf 39,7 Milliarden Euro. Dennoch blieb der Konzerngewinn mit 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil. Vorstandschef Nikolai Setzer (2. v. l.) erhält eine Vergütung von etwa 4,5 Mio. Euro. © IMAGO Platz 23: Die MTU Aero Engines AG erzielte im Geschäftsjahr 2024 neue Rekordwerte: Der bereinigte Umsatz stieg um 18 Prozent auf den neuen Höchstwert von 7,5 Mrd. Euro. Der bereinigte Gewinn erreichte mit 764 Mio. einen neuen Höchststand. CEO Lars Wagner erhält eine Vergütung von 4,7 Mio. Euro Platz 23: Die MTU Aero Engines AG erzielte im Geschäftsjahr 2024 neue Rekordwerte: Der bereinigte Umsatz stieg um 18 Prozent auf den neuen Höchstwert von 7,5 Mrd. Euro. Der bereinigte Gewinn erreichte mit 764 Mio. einen neuen Höchststand. CEO Lars Wagner erhält eine Vergütung von 4,7 Mio. Euro. © IMAGO/Arnulf Hettrich Platz 22: Der US-Amerikaner Bill Anderson ist seit Sommer 2023 an der Spitze der Bayer AG. Im vergangenen Jahr erlitt der Chemie- und Pharmakonzern jedoch einen Gewinnrückgang. Dementsprechend schrumpften die Bezüge des Managers von 6,5 auf 4,8 Mio. Euro Platz 22: Der US-Amerikaner Bill Anderson ist seit Sommer 2023 an der Spitze der Bayer AG. Im vergangenen Jahr erlitt der Chemie- und Pharmakonzern jedoch einen Gewinnrückgang. Dementsprechend schrumpften die Bezüge des Managers von 6,5 auf 4,8 Mio. Euro. © IMAGO/Christoph Hardt Platz 21: BASF muss nach einem schwachen Jahr 2024 seinen Gewinn im laufenden Jahr steigern. Belastungen aus Investitionen in China trüben laut Manager Magazin jedoch den Ausblick. CEO Markus Kamieth (r.) übernahm im Frühjahr von Martin Brudermüller. Die Bezüge sind mit 5,3 Mio. Euro angegeben Platz 21: BASF muss nach einem schwachen Jahr 2024 seinen Gewinn im laufenden Jahr steigern. Belastungen aus Investitionen in China trüben laut Manager Magazin jedoch den Ausblick. CEO Markus Kamieth (r.) übernahm im Frühjahr von Martin Brudermüller. Die Bezüge sind mit 5,3 Mio. Euro angegeben. © IMAGO/STAR-MEDIA Platz 20: Interessante Statistik über die Deutsche Bank: 647 der knapp 90.000 Mitarbeiter sollen 2024 mehr als eine Million Euro verdient haben. Vorstandschef Christian Sewing war mit 5,5 Mio. Euro nicht mal Spitzenverdiener. Wie das Unternehmen mitteilte, verdiente ein Manager sogar mehr als 17 Mio. Euro Platz 20: Interessante Statistik über die Deutsche Bank: 647 der knapp 90.000 Mitarbeiter sollen 2024 mehr als eine Million Euro verdient haben. Vorstandschef Christian Sewing war mit 5,5 Mio. Euro nicht mal Spitzenverdiener. Wie das Unternehmen mitteilte, verdiente ein Manager sogar mehr als 17 Mio. Euro. © Political-Moments/IMAGO Platz 19: Stromversorger RWE legte 2024 ein besseres Geschäftsjahr hin als erwartet. Insgesamt hat der Essener Energiekonzern Umsatzerlöse von 24,2 Mrd. Euro erzielt. Vorstandschef Markus Krebber erhält Bezüge von etwa 5,6 Mio. Euro Platz 19: Stromversorger RWE legte 2024 ein besseres Geschäftsjahr hin als erwartet. Insgesamt hat der Essener Energiekonzern Umsatzerlöse von 24,2 Mrd. Euro erzielt. Vorstandschef Markus Krebber erhält Bezüge von etwa 5,6 Mio. Euro. © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON Platz 18: BMW trotzt dem schwierigen Marktumfeld in China und Problemen beim Umstieg auf E-Mobilität. Mit einer Vergütung von über 5,7 Millionen Euro (inklusive Boni und Versorgungsleistungen) verpasst Oliver Zipse, Chef des Autobauers, klar die Top Ten Platz 18: BMW trotzt dem schwierigen Marktumfeld in China und Problemen beim Umstieg auf E-Mobilität. Mit einer Vergütung von über 5,7 Millionen Euro (inklusive Boni und Versorgungsleistungen) verpasst Oliver Zipse, Chef des Autobauers, klar die Top Ten. © FrankHoermann/SVEN SIMON/Imago Platz 17: Seit Monaten gibt es einen Übernahmekampf mit der italienischen Großbank Unicredit. Im vergangenen Jahr konnte die Commerzbank ein Rekordergebnis einfahren: Das Institut steigerte den Nettogewinn um knapp 20 Prozent auf 2,68 Milliarden Euro. Bettina Orlopp löste zum Oktober 2024 Vorgänger Manfred Knof an der Spitze des Kreditinstituts ab. Der Vorgänger erhielt Bezüge in Höhe von ca. 5,8 Mio. Euro Platz 17: Seit Monaten gibt es einen Übernahmekampf mit der italienischen Großbank Unicredit. Im vergangenen Jahr konnte die Commerzbank ein Rekordergebnis einfahren: Das Institut steigerte den Nettogewinn um knapp 20 Prozent auf 2,68 Milliarden Euro. Bettina Orlopp löste zum Oktober 2024 Vorgänger Manfred Knof an der Spitze des Kreditinstituts ab. Der Vorgänger erhielt Bezüge in Höhe von ca. 5,8 Mio. Euro. © IMAGO/STAR-MEDIA Platz 16: Im Geschäftsjahr 2024 betrug der weltweite Gewinn von Siemens Healthineers rund zwei Milliarden Euro. Das bedeutet ein Wachstum von etwa 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ex-Basketball-Profi und CEO Bernd Montag (r.) erhält aktuell Bezüge von 6,6 Millionen Euro. Platz 16: Im Geschäftsjahr 2024 betrug der weltweite Gewinn von Siemens Healthineers rund zwei Milliarden Euro. Das bedeutet ein Wachstum von etwa 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ex-Basketball-Profi und CEO Bernd Montag (r.) erhält aktuell Bezüge von 6,6 Millionen Euro. © IMAGO/Dwi Anoraganingrum Platz 14: Henkel lieferte im vergangenen Jahr eine starke Geschäftsentwicklung hin. Der Umsatz stieg auf 21,6 Milliarden Euro, das organische Wachstum betrug 2,6 Prozent. Das EBIT-Ergebnis des Multikonzerns wurde um 20,9 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro vergrößert. CEO Carsten Knobel erhielt eine Vergütung von rund 6,8 Mio. Euro Platz 15: Henkel lieferte im vergangenen Jahr eine starke Geschäftsentwicklung hin. Der Umsatz stieg auf 21,6 Milliarden Euro, das organische Wachstum betrug 2,6 Prozent. Das EBIT-Ergebnis des Multikonzerns wurde um 20,9 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro vergrößert. CEO Carsten Knobel erhielt eine Vergütung von rund 6,8 Mio. Euro. © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON Platz 14: Merck ist ein Pharma- und Technologiekonzern Merck aus Darmstadt. 2024 hatte der Konzern mit dem Vertrieb von Medikamenten und Elektronikmaterialien Erfolg. Vorstandschefin Belén Garijo musste laut Capital.de dennoch eine Minderung um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen, verdiente inklusive Boni 6,8 Mio. Euro Platz 14: Merck ist ein Pharma- und Technologiekonzern Merck aus Darmstadt. 2024 hatte der Konzern mit dem Vertrieb von Medikamenten und Elektronikmaterialien Erfolg. Vorstandschefin Belén Garijo musste laut Capital.de dennoch eine Minderung um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen, verdiente inklusive Boni und Vorsorgeleistungen jedoch 6,8 Mio. Euro. © IMAGO/Sepp Spiegl Platz 13: Leonhard Birnbaum ist der Chef von Deutschlands größtem Stromversorger und -netzbetreiber. 2024 durfte sich der CEO von Eon über 7,1 Millionen Euro inklusive Boni freuen Platz 13: Leonhard Birnbaum ist der Chef von Deutschlands größtem Stromversorger und -netzbetreiber. 2024 durfte sich der CEO von Eon über 7,1 Millionen Euro inklusive Boni freuen. © Funke Foto Services /Imago Platz 12: Der Umsatz von Adidas stieg um zwölf Prozent, den Gewinn konnte der deutsche Sportartikelriese verfünffachen. Der norwegische CEO Bjørn Gulden wird dafür mit 7,4 Mio. Euro belohnt Platz 12: Der Umsatz von Adidas stieg um zwölf Prozent, den Gewinn konnte der deutsche Sportartikelriese verfünffachen. Der norwegische CEO Bjørn Gulden wird dafür mit 7,4 Mio. Euro belohnt. © IMAGO/Dai Tianfang Platz 11: Daimler-Truck-Chef Martin Daum (2. v. l.) wurde im Herbst 2024 durch die Schwedin Karin Radström (2 v. r.) an der Spitze des Nutzfahrzeugherstellers abgelöst. Der Manager kassierte eine Gesamtvergütung von ca. 8,1 Millionen Euro Platz 11: Daimler-Truck-Chef Martin Daum (2. v. l.) wurde im Herbst 2024 durch die Schwedin Karin Radström (2 v. r.) an der Spitze des Nutzfahrzeugherstellers abgelöst. Der Manager kassierte eine Gesamtvergütung von ca. 8,1 Millionen Euro. © IMAGO/Bernhard Herrmann Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re befindet sich auf einem finanziellen Höhenflug. 2024 gelang dem Dax-Konzern ein Rekordergebnis von 5,67 Milliarden Euro, im laufenden Jahr soll dies nochmal getoppt werden. CEO Joachim Wenning freut sich zudem über eine Vergütung von ca. 8,6 Millionen Euro Platz 10: Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re befindet sich auf einem finanziellen Höhenflug. 2024 gelang dem Dax-Konzern ein Rekordergebnis von 5,67 Milliarden Euro, im laufenden Jahr soll dies nochmal getoppt werden. CEO Joachim Wenning freut sich zudem über eine Vergütung von ca. 8,6 Millionen Euro. © IMAGO/FrankHoermann/SVEN SIMON Heidelberg Materials blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Obwohl die Nachfrage 2024 gesunken ist, stieg der Gewinn des Baustoffkonzerns aus Baden-Württemberg. CEO Dominik von Achten erhält eine Vergütung von etwa 8,7 Mio. Euro Platz 9: Heidelberg Materials blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Obwohl die Nachfrage 2024 gesunken ist, stieg der Gewinn des Baustoffkonzerns aus Baden-Württemberg. CEO Dominik von Achten (r.) erhält eine Vergütung von etwa 8,7 Mio. Euro. © IMAGO/Ole Berg-Rusten Platz 8: Der neue Chef der Deutsche Börse AG, Stephan Leithner, blickt nach einem Rekordjahr 2024 optimistisch in die Zukunft. Im vergangenen Jahr gab es an der Spitze zwischenzeitlich eine Doppellösung mit Theodor Weimer. An Vergütung flossen laut der Auswertung des HRI 9,0 Mio. Euro Platz 8: Der Chef der Deutsche Börse AG, Stephan Leithner, blickt nach einem Rekordjahr 2024 optimistisch in die Zukunft. Kein Wunder: Der CEO erhielt an Bezügen einen Betrag in Höhe von etwa 9,0 Mio. Euro. © IMAGO/RAINER UNKEL Platz 6: Die Anteilseigner der Deutschen Telekom wurden 2024 mit Erfolg verwöhnt. Die Aktie des größten europäischen Telekommunikationskonzerns stieg um fast 38 Prozent. Vorstandschef Tim Höttges kassiert dafür 9,4 Mio. Euro Platz 6: Die Anteilseigner der Deutschen Telekom wurden 2024 mit Erfolg verwöhnt. Die Aktie des größten europäischen Telekommunikationskonzerns stieg um fast 38 Prozent. Vorstandschef Tim Höttges kassiert dafür 9,4 Mio. Euro. © IMAGO/Marc John Platz 6: Für Siemens läuft es wirtschaftlich momentan eher mittelmäßig. Eine Veräußerung von Anteilen an Siemens Energy spülte dennoch viel Geld in die Kassen und sorgte für einen Rekordgewinn. Siemens-Chef Roland Busch wurde mit einer Steigerung der Bezüge auf 9,4 Mio. Euro belohnt Platz 6: Für Siemens läuft es wirtschaftlich momentan eher mittelmäßig. Eine Veräußerung von Anteilen an Siemens Energy spülte dennoch viel Geld in die Kassen und sorgte für einen Rekordgewinn. Siemens-Chef Roland Busch wird mit einer Steigerung der Bezüge auf 9,4 Mio. Euro belohnt. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON Die Allianz-Versicherung hat im vergangenen Jahr das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren. Die Vergütung des Allianz-Chefs stieg in der Folge um 44 Prozent auf 10,2 Mio. Euro. Hauptgrund sei die Auszahlung eines Langfrist-Bonus, der im 2019 gewährt wurde Platz 5: Die Allianz-Versicherung hat im vergangenen Jahr das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren. Die Vergütung des Allianz-Chefs Oliver Bäte stieg in der Folge um 44 Prozent auf rund 9,2 Mio. Euro. Hauptgrund sei die Auszahlung eines Langfrist-Bonus, der im 2019 gewährt wurde. © Sepp Spiegl/Imago Oliver Blume führt mit VW und Porsche zwei DAX-Unternehmen an. Der Manager kommt insgesamt auf etwa 10,3 Mio. Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus in Höhe von fünf Prozent entspricht Platz 4: Oliver Blume führt mit VW und Porsche zwei DAX-Unternehmen an. Der Manager kommt insgesamt auf etwa 9,2 Mio. Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus in Höhe von fünf Prozent entspricht. © IMAGO/Jens Schicke Bei Mercedes-Benz lief es 2024 nicht allzu gut, so hat CEO Ola Källenius folgerichtig den Spitzenplatz im Ranking eingebüßt. Der Chef des Autobauers muss sich für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 11,9 Mio. Euro begnügen Platz 3: Bei Mercedes-Benz lief es 2024 nicht allzu gut, so hat CEO Ola Källenius folgerichtig den Spitzenplatz im Ranking eingebüßt. Der Chef des Autobauers muss sich für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 12,5 Mio. Euro begnügen. © Political Moments/IMAGO Der Kosmetik-Konzern Beiersdorf umfasst bekannte Marken wie Nivea, Eucerin und Labello. Chef des Unternehmens ist Vincent Warnery, der Franzose erhielt für das Jahr 2024 eine Vergütung von etwa 13,2 Mio. Euro. Platz 2: Der Kosmetik-Konzern Beiersdorf umfasst bekannte Marken wie Nivea, Eucerin und Labello. Chef des Unternehmens ist Vincent Warnery, der Franzose erhielt für das Jahr 2024 eine Vergütung von etwa 13,2 Mio. Euro.
© Beiersdorf Spitzenverdiener bei den DAX-Unternehmen war im Jahr 2024 SAP-Chef Christian Klein mit fast 19 Millionen Euro Platz 1: Spitzenverdiener bei den DAX-Konzernen war im Jahr 2024 SAP-Chef Christian Klein (r.). Beim wertvollsten Unternehmen Europas verdiente der Manager fast 19 Millionen Euro. © IMAGO/STAR-MEDIA Krise bei Bosch und Co.: Auswirkungen auf Auszubildende und junge Fachkräfte Auch auf junge Menschen wirkt sich die Krise aus. Laut SWR gibt es zwar trotz Krise genügend Ausbildungsplätze in der Automobilindustrie , doch die Unsicherheit wächst. Leon Zeller, Azubi bei Bosch in Schwäbisch Gmünd, macht sich Sorgen um seine berufliche Zukunft. Gegenüber dem SWR erklärte er Anfang März 2025: „Es lässt einen nicht los, in der Arbeit genauso wie privat.“ Dennoch würde er eine Ausbildung in der Automobilindustrie weiterempfehlen, da man viele Chancen zur Weiterbildung habe.
Die Entscheidung der Autoindustrie, in die Rüstungsbranche zu wechseln, betrifft nicht nur wirtschaftliche Aspekte, sondern wirft auch gesellschaftliche und moralische Fragen auf. Die Bundesregierung unterstützt diese Entwicklung durch milliardenschwere Investitionen mithilfe des Sondervermögens Bundeswehr . Für viele mittelständische Unternehmen stellt die Umstellung auf Rüstungsproduktion jedoch eine große Herausforderung dar. Anfang Juli kamen laut ZDF mehr als 350 Interessierte zu einer Infoveranstaltung der IHK Stuttgart, um sich über die Zusammenarbeit mit Bundeswehr und NATO zu informieren – vor wenigen Jahren waren es gerade mal zehn. Stefan Bogenrieder, Geschäftsführer von Campus Schwarzwald, erklärte gegenüber dem ZDF : „Die Unternehmen wollen sich an den Ecken beteiligen, wo man dann auch sinnvoll Geld verdienen kann.“ (ls )
Rubriklistenbild: © IMAGO / photothek