IAA mit „Modellfeuerwerk“: Mehr China-Produzenten 2025 – US-Konzern ersetzt Tesla
VonPatrick Freiwah
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Was bietet die diesjährige IAA in München? Ein „Modellfeuerwerk“, neue Softwarestrukturen und einen harten Wettbewerb mit internationalen Herstellern.
München – Die IAA 2025 (ab 9. September) steht vor der Tür und wird im Vergleich zur vergangenen Ausgabe vor zwei Jahren größer. Über 700 Aussteller und 30 Autohersteller machen die Automesse wieder zum internationalen Hotspot der Branche. München wird dann zum Treffpunkt für jene, die sich für Mobilität der Zukunft und die deutsche Autoindustrie interessieren.
Die Zahl der Aussteller aus China wird um rund 40 Prozent steigen, gaben die Veranstalter im Vorfeld bekannt. Neben BYD sind weitere Hersteller aus der Volksrepublik zum ersten Mal dabei, während Tesla durch Abwesenheit „glänzt“. Dafür gibt sich ein anderer US-Großkonzern die Ehre.
IAA 2025: Neue Namen, mehr Wettbewerb – reine Verbrenner fehlen
Die chinesische Autoindustrie leidet in der Heimat dem Vernehmen nach unter Überproduktion, Preiskämpfe zwingen die Wettbewerbsteilnehmer zu mehr Effizienz und neuen Ideen. Seit geraumer Zeit setzen Hersteller aus der Volksrepublik verstärkt auf Europa und buchen in diesem Jahr große Stände in München. Das Ziel: Den Durchbruch auf dem europäischen Automarkt vorantreiben.
In der zweiten September-Woche öffnet die Automesse IAA 2025 ihre Pforten. Für Auto-Fans und andere Enthusiasten der Mobilität gibt es wieder eine Menge zu sehen (Symbolbild).
Die IAA 2025 steht ganz im Zeichen der E-Mobilität und Antriebswende. Besucher können 231 verschiedene Automodelle testen, die meisten davon Elektroautos oder Hybride. Reine Verbrenner sind nicht mehr dabei; auch Fahrräder können vom Publikum getestet werden. Der amerikanische Tech-Gigant Google wird neben dem Schwerpunkt künstliche Intelligenz Einblicke in die Partnerschaft mit Mercedes-Benz geben.
Auf der IAA gibt es ein „Modellfeuerwerk“ der deutschen Automarken
Die deutschen Hersteller stehen unter Druck, mitunter wegen Absatzrückgängen auf dem Automarkt China. Sie wollen mit Innovationen und neuen Modellen gegen die erstarkten Herausforderer punkten. VDA-Geschäftsführer Mindel spricht von einem „Signal der Stärke und Zuversicht“.
Jens Sulek von Capgemini erwartet von Volkswagen und Co. ein regelrechtes „Modellfeuerwerk“. „Die Premium-OEMs wetteifern um die Vorherrschaft im gehobenen Elektro-Crossover-Segment“, sagt der Experte des IT-Beratungsunternehmens. Kunden dürfen sich bei den Auto-Neuheiten der IAA auf kürzere Ladezeiten, hohe Reichweiten und neue Softwarestrukturen freuen. Dazu gehört auch eine „Oktopus-Strategie“ von Lokalmatador BMW.
Erstmals wird auf der internationalen Automobil-Ausstellung zudem der türkische Hersteller Togg vertreten sein.
Premiumhersteller setzen bei der IAA auf Innovation – Preiskampf in Deutschland?
Die China-Hersteller bringen zahlreiche neue Modelle mit nach München. „Für die deutschen Premiumhersteller wird sich entscheiden, ob sie ihren technischen Führungsanspruch behaupten können“, so Sulek. Die Konkurrenz aus Asien sei immens, doch viele China-Hersteller erleben Ernüchterung, da die Expansion in Europa schwierig ist. Der Verdrängungswettbewerb ist in vollem Gange, was für Kunden attraktive Preise bedeutet.
Konzeptautos der Extreme: Zehn spektakuläre Einzelstücke, die nie in Serie gingen
Die IAA 2025 bringt nicht nur die Automärkte in Bewegung, sondern soll dies auch mit der ansässigen Wirtschaft tun: Bei der Auflage im Jahr 2023 sorgten nach Angaben von Messemanager Christian Vorländer knapp eine halbe Million Besucher für 160 Millionen Euro zusätzliche Kaufkraft. Neben Autos und Innovationen bietet die Automesse ein buntes Rahmenprogramm: Konzerte, Lichtkunst und Angebote für Familien stehen auf dem Plan. (PF)