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Mercedes setzt ein weitreichendes Sparprogramm um, das auch einen Stellenabbau beinhaltet. Der Chef äußert sich zu den Ausgaben und „Angriffen“ der Wettbewerber.
Stuttgart/München – Mercedes-Benz hat sich mit dem Gesamtbetriebsrat auf ein umfangreiches Sparprogramm geeinigt, das darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern.
Dieses Programm umfasst nach einem Bericht der Wirtschaftswoche verschiedene Maßnahmen, darunter ein Personalabbau-Programm mit verbesserten Konditionen im Vergleich zu vorherigen Initiativen.
Mercedes streicht Stellen mit sozialverträglichen Maßnahmen
Ein zentraler Bestandteil des Sparprogramms bei Mercedes-Benz ist der Personalabbau in den indirekten Bereichen, wovon ausdrücklich nicht die Produktion betroffen ist. Dabei betont der Autobauer die doppelte Freiwilligkeit: Sowohl das Unternehmen als auch die betroffenen Mitarbeiter müssen dem Ausscheiden zustimmen.
Betriebsbedingte Kündigungen sind übereinstimmenden Medienberichten zufolge nicht vorgesehen. Konkrete Zahlen zum Stellenabbau wurden seitens Unternehmen bislang nicht veröffentlicht. Sowohl in Deutschland als auch in China sollen jedoch Tausende Jobs wegfallen.
Angestellte bei Mercedes profitieren von längerer Beschäftigungssicherung
Auch Outsourcing spielt bei der Schrumpfung von Mercedes eine Rolle. „Die Spar- und Flexibilisierungsmaßnahmen reichen von Einsparungen bei Vergütungsbestandteilen bis hin zu einer Erhöhung der Personalflexibilität mit mehr Zeitarbeit in der Produktion“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa) eine Sprecherin des Konzerns.
Im Rahmen der aktuellen Vereinbarungen wurde die bestehende Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, bis Ende 2034 verlängert. Die Regelung betrifft den Angaben zufolge rund 91.000 Beschäftigte in Deutschland und bietet eine langfristige Arbeitsplatzsicherheit.
Der Designchef der Traditionsmarke ist derweil überzeugt, dass er bald von künstlicher Intelligenz ersetzt wird.
Mercedes vollzieht Anpassungen bei Vergütung und Ergebnisbeteiligung
Die Sparmaßnahmen im Hause Mercedes-Benz beinhalten zudem finanzielle Anpassungen:
- Tariferhöhungen: Die im jüngsten Tarifabschluss der Metall- und Elektroindustrie vereinbarten Gehaltserhöhungen werden nur zur Hälfte angerechnet, indem Teile von der übertariflichen Zulage abgezogen werden.
- Ergebnisbeteiligung: Es sind Abstriche bei der Beteiligung der Beschäftigten am Unternehmensergebnis geplant.
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Die beschlossenen Sparmaßnahmen sind eine Reaktion auf gesunkene Verkaufszahlen und eine geringere Rendite. Mercedes-Benz strebt an, durch diese Maßnahmen die Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Zudem plant das Unternehmen, bis 2027 die Produktionskosten um zehn Prozent zu reduzieren.
Mercedes-Chef über „Angriffe“ der Konkurrenz und Lohnkosten in Deutschland
In einem internen Statement an die Belegschaft nimmt Mercedes-Chef Ola Källenius Stellung zum wirtschaftlichen Abschwung bei Mercedes. „Wir spielen in der automobilen Champions League“, wird der Deutsch-Schwede von der dpa zitiert. Der Autobauer habe die richtigen Produkte und die richtige Mannschaft, jedoch gebe eine ganze Reihe neuer Teams. „Die sind hungrig und greifen uns an“, erklärt Källenius über die Konkurrenz. Auch das Thema Lohnkosten findet Erwähnung:
Mercedes könne in dieser Situation nicht so weitermachen wie bisher. „Wir müssen stärker, schneller und hungriger werden. Wir müssen selbst angreifen. Und genau das tun wir“, sagte der Mercedes-Chef. Hierzulande würden sehr hohe Löhne gezahlt und auch nach den aktuellen Sparmaßnahmen würden diese hoch bleiben. (PF)
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