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Oliver Schmitz
Sok Eng Lim
Nils Tillmann
Die Deutsche Bahn will in den nächsten Jahren die wichtigsten Zugstrecken komplett sanieren. 40 Abschnitte werden dafür nach und nach monatelang gesperrt.
Köln – Für die geplante Verkehrswende gibt es bei der Deutsche Bahn noch einiges zu tun. Um einerseits die zunehmende Nachfrage bedienen zu können und andererseits die in den letzten Jahren schlechte Pünktlichkeit zu verbessern, steht nun eine große Generalsanierung an. Von 2024 bis 2030 werden deutschlandweit 40 wichtige Zugstrecken rundum erneuert. Dafür werden diese Gleisabschnitte jeweils fünf bis sechs Monate komplett gesperrt. 24RHEIN zeigt, wo diese liegen und wann sie betroffen sind.
Generalsanierung: Diese Bahnstrecken werden in den nächsten Jahren komplett gesperrt werden
- Frankfurt am Main – Mannheim (Riedbahn): Sanierung vom 15. Juli bis 14. Dezember 2024
- Hamburg – Berlin: Sanierung von August 2025 bis April 2026
- Emmerich – Oberhausen: Sanierung vom 15. Februar bis 13. Dezember 2025
- Hagen – Wuppertal – Köln: Sanierung vom 6. Februar bis 10. Juli 2026
- Nürnberg – Regensburg: Sanierung vom 6. Februar bis 10. Juli 2026
- Obertraubling – Passau: Sanierung von Juni bis Dezember 2026
- Troisdorf – Koblenz: Sanierung vom 10. Juli bis 11. Dezember 2026
- Koblenz – Wiesbaden: Sanierung vom 10. Juli bis 11. Dezember 2026
- Lübeck – Hamburg: Sanierung 2027
- Bremerhaven – Bremen: Sanierung 2027
- Lehrte–Berlin: Sanierung 2027
- Hamm – Düsseldorf – Köln: Sanierung 2027
- Frankfurt am Main – Heidelberg: Sanierung 2027
- München – Rosenheim: Sanierung 2027
- Rosenheim – Salzburg: Sanierung 2027
- Bremen – Hamburg: Sanierung 2028
- Nordstemmen – Göttingen: Sanierung 2028
- Uelzen – Stendal: Sanierung 2028
- Stendal – Magdeburg: Sanierung 2028
- Hagen – Unna – Hamm: Sanierung 2028
- Köln – Bonn – Koblenz: Sanierung 2028
- Koblenz – Mainz: Sanierung 2028
- Bebra – Fulda: Sanierung 2028
- Würzburg – Nürnberg: Sanierung 2028
- Hamburg – Hannover: Sanierung im ersten Halbjahr 2029
- Bremen/Rotenburg – Wunstorf: Sanierung 2029
- Lehrte – Groß-Gleidingen: Sanierung 2029
- Aachen – Köln: Sanierung 2029
- Bebra – Erfurt: Sanierung 2029
- Forbach – Ludwigshafen: Sanierung 2029
- Stuttgart – Ulm: Sanierung 2029
- Bremen – Osnabrück: Sanierung 2030
- Osnabrück – Münster: Sanierung 2030
- Münster – Recklinghausen: Sanierung 2030
- Minden – Wunstorf: Sanierung 2030
- Weddel – Magdeburg: Sanierung 2030
- Kassel – Friedberg: Sanierung 2030
- Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen: Sanierung 2030
- Mannheim – Karlsruhe: Sanierung 2030
- Ulm – Augsburg: Sanierung 2030
- Hinweis: Stand vom 16. Februar 2024; Quelle: Deutsche Bahn
Da die Deutsche Bahn weit im Voraus planen muss, stehen noch nicht für alle Sanierungen die genauen Daten fest. Es kann zudem auch noch zu Änderungen kommen. Klar ist jedoch, dass es allein in NRW zu insgesamt zehn monatelangen Sperrungen kommen wird. Eine Grafik zeigt, welche Strecken der Bahn in NRW betroffen sind. Die Generalsanierung macht vor allem die zusätzliche Unterstützung des Bundes möglich, der dafür weitere knapp 40 Milliarden Euro bereitstellen möchte.
Welche Bahnsperrungen gibt es aktuell in NRW?
Immer wieder werden etliche Bahnstrecken, teils wochenlang, für den Zugverkehr gesperrt. 24RHEIN zeigt, welche Bahnsperrungen es aktuell in NRW gibt und welche bald kommen.
Busfahrer für Ersatzverkehr fehlen – Bahngewerkschaft befürchtet Verkehrs-Chaos
Da die betroffenen Zugstrecken vor allem für Pendler sehr wichtig sind, soll es jeweils umfassenden Ersatzverkehr mit Bussen geben. Jedoch befürchtet die Gewerkschaft EVG, dass es durch die Vollsperrungen einiger Bahnstrecken zu einem Verkehrs-Chaos kommen könnte. Laut der Bahngewerkschaft gebe es teils viel zu wenig Personal für die extra Busse.
Für die allererste Maßnahme der Sanierung, die Vollsperrung der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim, ist die Deutsche Bahn tatsächlich noch auf der Suche nach mehr als 100 Busfahrern. „Wir wollen alle Fahrer für den Schienenersatzverkehr selbst rekrutieren. Aktuell liegen wir bei einer Quote von 60 Prozent“, sagte Evelyn Palla, im Bahnvorstand für den Regionalverkehr zuständig, zur Deutschen Presse-Agentur. Ein großer weiterer Teil an Einstellungen sei „in der Anbahnung“. Die Bahn braucht für die Riedbahn-Sanierung nach eigenen Angaben 400 Busfahrerinnen und -fahrer plus Reserve. Wie es bei den anderen Strecken aussieht, ist aktuell noch nicht bekannt. (os mit dpa)
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