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E-Riese aus China boomt: Hersteller nimmt Tesla und BYD ins Visier

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Elektroauto-Erfolg für Xiaomi: Der bekannte Smartphone-Hersteller aus China schreibt erstmals schwarze Zahlen – keine zwei Jahre nach dem Start seines Autogeschäfts.

Peking/München – Xiaomi hat es geschafft: Der Technologiekonzern, bislang vor allem für seine Smartphones bekannt, erreichte mit seiner Autosparte einen wichtigen Meilenstein. Für das dritte Quartal 2025 meldete der chinesische Hersteller erstmals einen Gewinn mit Elektroautos – und das weniger als zwei Jahre nach dem Start des ersten Modells.

Der Bereich „EV, KI und neue Initiativen“ von Xiaomi erzielte von Juli bis September einen Bruttogewinn von rund 98,5 Millionen US-Dollar. Die Umsätze in diesem Segment erreichten ein Rekordhoch von vier Milliarden US-Dollar – vor allem dank starker Nachfrage nach neuen Modellen und dem Ausbau des Geschäfts rund um E-Fahrzeuge.

Xiaomi-Autos: Elektromodelle, Gewinn und rasantes Wachstum

Mit der Limousine SU7 landete Xiaomi im März 2024 einen Volltreffer: Das elegante Auto überzeugte viele Käufer – im ersten Jahr wurden mehr als 130.000 Fahrzeuge verkauft. Das zweite Modell, der YU7, ist ein direkter Konkurrent zum Tesla Model Y und sorgte im Juni 2025 mit 240.000 Vorbestellungen innerhalb von 24 Stunden für Furore.

Smartphone-Hersteller Xiaomi startet auch mit Elektroautos durch. Für 2027 plant der China-Anbieter den Deutschland-Start.

Trotz einzelner Rückschläge, wie einem tödlichen Unfall mit einem SU7, stiegen die Verkaufszahlen weiter. Im dritten Quartal 2025 lieferte Xiaomi über 100.000 Elektroautos aus – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen hat damit bewiesen, dass es nicht nur Smartphones, sondern auch Autos erfolgreich bauen und verkaufen kann.

Gewinn mit Elektroautos: Xiaomi gelingt, woran andere scheitern

Mit dem schnellen Sprung in die Gewinnzone hebt sich Xiaomi von vielen Wettbewerbern ab. Geld mit Elektroautos zu verdienen, daran scheitern bis dato andere Hersteller. Dazu würden Start-ups oft im sogenannten „Tal des Todes“ scheitern, erklärt das Portal BusinessInsider. Gemeint ist die frühe Phase, in der hohe Verluste und Unsicherheit dominieren.

Zum Vergleich: Tesla meldete erst fünf Jahre nach den ersten Auslieferungen ein profitables Quartal – und brauchte insgesamt zehn Jahre bis zum ersten Gewinn. BYD, Chinas größter Verkäufer von E-Autos, arbeitet schon länger profitabel, verkauft aber auch Verbrennermodelle und hat damit ein stabileres Geschäft. Xiaomi gehört nun zu den wenigen reinen EV-Herstellern, die profitabel wirtschaften.

Chinas-Hersteller setzen den internationalen Markt unter Druck

Dabei ist Xiaomi aktuell nicht der einzige chinesische Hersteller, der für Furore sorgt: Auch Leapmotor, Partner des Autobauers Stellantis, meldete zuletzt zwei profitable Quartale in Folge. BYD überholte Tesla derweil beim Umsatz und bleibt Marktführer in China.

Ranking: Auf diese Automarken und Modelle fahren Deutsche am meisten ab

Deutschland, das Land der Dichter, Denker und namhafter Automarken. Welche Hersteller liegen in der Gunst des Volkes vorne? Hier kommen die Top Ten sowie die beliebtesten Modelle
Deutschland, das Land der Dichter, Denker und namhafter Automarken. Welche Hersteller liegen in der Gunst des Volkes vorne? Hier kommen die Top Ten sowie die beliebtesten Modelle. © Sven Simon/Imago
Platz zehn der beliebtesten Automarken in Deutschland: Toyota
Platz zehn der beliebtesten Automarken in Deutschland: Toyota mit 87.578 Neuzulassungen. © Thales Antonio/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Toyota Yaris (und Yaris Cross, im Bild) mit 29.985 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Toyota Yaris (und Yaris Cross, im Bild) mit 29.985 Neuzulassungen. © Pond5 Images/Imago
Platz neun der beliebtesten Automarken in Deutschland: Hyundai mit 93.839 Neuzulassungen
Platz neun der beliebtesten Automarken in Deutschland: Hyundai mit 93.839 Neuzulassungen. © NurPhoto/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Hyundai Tucson mit 20.907 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Hyundai Tucson mit 20.907 Neuzulassungen. © Hyundai
Platz acht der beliebtesten Automarken in Deutschland: Ford mit 108.299 Neuzulassungen
Platz acht der beliebtesten Automarken in Deutschland: Ford mit 108.299 Neuzulassungen. © Ford
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Ford Transit Custom mit 22.329 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Ford Transit Custom mit 22.329 Neuzulassungen. © Ford
Platz sieben der beliebtesten Automarken in Deutschland: Opel mit 136.189 Neuzulassungen
Platz sieben der beliebtesten Automarken in Deutschland: Opel mit 136.189 Neuzulassungen. © NurPhoto/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt: Opel Corsa mit 48.581 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut Kraftfahrt-Bundesamt: Opel Corsa mit 48.581 Neuzulassungen. © Opel
Platz sechs der beliebtesten Automarken in Deutschland: Seat mit 162.566 Neuzulassungen
Platz sechs der beliebtesten Automarken in Deutschland: Seat mit 162.566 Neuzulassungen. © NurPhoto/Imago
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Seat Leon mit 38.425 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Seat Leon mit 38.425 Neuzulassungen. © Seat
Platz fünf der beliebtesten Automarken in Deutschland: Audi mit 205.862 Neuzulassungen
Platz fünf der beliebtesten Automarken in Deutschland: Audi mit 205.862 Neuzulassungen. © Audi
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Audi A6 mit 37.505 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Audi A6 mit 37.505 Neuzulassungen. © Audi
Platz vier der beliebtesten Automarken in Deutschland: Skoda mit 226.472 Neuzulassungen
Platz vier der beliebtesten Automarken in Deutschland: Skoda mit 226.472 Neuzulassungen. © Skoda
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Skoda Octavia mit 44.890 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Skoda Octavia mit 44.890 Neuzulassungen. © Skoda
Platz drei der beliebtesten Automarken in Deutschland: BMW mit 253.712 Neuzulassungen
Platz drei der beliebtesten Automarken in Deutschland: BMW mit 253.712 Neuzulassungen. © BMW
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: BMW X1 mit 47.143 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: BMW X1 mit 47.143 Neuzulassungen. © BMW
Platz zwei der beliebtesten Automarken in Deutschland: Mercedes-Benz mit 260.415 Neuzulassungen
Platz zwei der beliebtesten Automarken in Deutschland: Mercedes-Benz mit 260.415 Neuzulassungen. © Mercedes-Benz
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Mercedes GLC/GLK mit 37.146 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: Mercedes GLC/GLK mit 37.146 Neuzulassungen. © Mercedes-Benz
(Traditionell) Platz eins der beliebtesten Automarken in Deutschland: VW mit 560.796 Neuzulassungen
(Traditionell) Platz eins der beliebtesten Automarken in Deutschland: VW mit 560.796 Neuzulassungen. © Volkswagen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: VW Golf mit 85.023 Neuzulassungen
Beliebtestes Herstellermodell im Jahr 2025 laut KBA: VW Golf mit 85.023 Neuzulassungen. © Volkswagen

Der internationale Wettbewerb verschärft sich, und Xiaomi will weiter wachsen. Das Unternehmen hat jüngst zudem sein Auslieferungsziel für 2025 auf mehr als 400.000 Fahrzeuge erhöht. CEO Lei Jun bestätigte, dass das ursprüngliche Ziel von 350.000 Autos bereits erreicht wurde – und feierte vergangene Woche das 500.000ste produzierte Xiaomi-Auto.

Xiaomi auf Erfolgskurs: Herausforderungen und Chancen in Europa

Trotz der Erfolge steht Xiaomi vor neuen Herausforderungen. Eine weltweite Knappheit bei Speicherchips verteuert die Produktion, und die schrittweise Abschaffung von Steuervergünstigungen in China könnte die Nachfrage nach Elektroautos bremsen, berichtet wallstreetONLINE.

Xiaomi setzt daher auf Innovation, weitere E-Neuheiten und eine schnelle Skalierung. Mit frischen Ideen, technologischem Vorsprung und einem größeren Modellangebot will der Hersteller seine Position im chinesischen und internationalen Markt weiter stärken. Für 2027 ist der Europa-Start vorgesehen – in München wurde bereits ein Entwicklungszentrum eingerichtet. (PF)

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