Aktueller Stand

Deutschlandticket soll nicht teurer werden – zumindest vorerst

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Das Deutschlandticket soll auch 2024 49 Euro pro Monat kosten. Niedersachsens Verkehrsminister Lies sieht darin ein klares Signal an die Kunden.

  • Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) zufolge soll das 49-Euro-Ticket auch 2024 monatlich 49 Euro kosten.
  • Die Verkehrsministerkonferenz hat am Montag (22. Januar) in einer Sondersitzung mit der Zukunft des Deutschlandtickets beraten.
  • Der aktuelle Stand zum Deutschlandticket im Überblick.

Update vom 22. Januar, 21:30 Uhr: Auch in diesem Jahr können Reise mit einem stabilen Preis beim Deutschlandticket für bundesweite Fahrten im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr rechnen. Das haben die Verkehrsminister der Länder den Fahrgästen am Montag nach einer Online-Sonderkonferenz zugesagt. Als wichtiger Punkt gilt dabei, dass zusätzlich zu den drei Milliarden Euro von Bund und Ländern unverbrauchte Gelder zum Ausgleich des Defizits aus dem Jahr 2023 auf 2024 übertragen werden können. Weiterhin besteht die Hoffnung, dass weitere Neukunden hinzukommen und so den Preis stabilisieren. Ob der Preis von 49 Euro pro Monat auch 2025 gehalten werden kann, ist allerdings noch offen.

Preis für Deutschlandticket bleibt bei 49 Euro

Update vom 22. Januar, 17:54 Uhr: Der Preis für das Deutschlandticket bleibt bis Jahresende 2024 unverändert bei 49 Euro, heißt es bei der Sonderkonferenz der Verkehrsminister der Länder. „Die Verkehrsministerkonferenz hat für 2024 Klarheit geschaffen: Auch wenn in der Öffentlichkeit über Preiserhöhungen ab Mai diskutiert wird, bleibt der Einführungspreis von 49 Euro für das Gesamtjahr stabil“, sagte der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Ressortchef Oliver Krischer (Grüne), der Deutschen Presse-Agentur nach Beratungen der Länderminister. Krischer sagte, das Deutschlandticket sei schon jetzt ein Erfolgsmodell: Millionen Menschen nutzten es täglich.

Deutschlandticket: „Der Preis kann also auch in diesem Jahr stabil bleiben“

Update vom 22. Januar, 17:40 Uhr: Das Deutschlandticket wird 2024 laut Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) voraussichtlich weiterhin 49 Euro pro Monat kosten. „Wir sind uns als Länder einig, dass wir in diesem Jahr keine Preissteigerung beim Deutschlandticket brauchen“, sagte Lies am Montag der dpa. Zuvor hatten er und seine Länderkollegen in einer Sondersitzung über die Zukunft des Deutschlandtickets beraten.

Auf Grundlage der vorliegenden Daten brauche man für 2024 keine Preiserhöhung, denn die Finanzierung sei auskömmlich, betonte der Minister. „Der Preis kann also auch in diesem Jahr stabil bleiben“, so Lies. Dies sei ein Signal der Verlässlichkeit für die Nutzerinnen und Nutzer und schaffe die notwendige Klarheit für die Verkehrsunternehmen und die Kommunen, erklärte der Minister. Außerdem hätten sich die Länder laut Lies darauf verständigt, mit dem Bund Lösungen zu erarbeiten, die eine flexible Finanzierung des Tickets auch über die Jahresgrenze hinaus sicherstellten.

Verkehrsminister beraten über Deutschlandticket – es könnte teurer werden

Update vom 22. Januar, 14 Uhr: Am Montag (22. Januar) beraten die Verkehrsminister der Länder in einer Sondersitzung der Verkehrsministerkonferenz über die Zukunft des Deutschlandtickets. Die Sitzung findet online unter dem Vorsitz von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) statt. Dabei geht es auch um den Preis des 49-Euro-Tickets. Offen ist, ob und wenn ja, wann der Preis von 49 Euro pro Monat angehoben wird. Ob in der Sondersitzung eine Entscheidung fällt, ist unklar. Mehrere Länderverkehrsminister der SPD hatten sich vor der Konferenz gegen eine Preiserhöhung im Jahr 2024 ausgesprochen.

Die Nahverkehrsbranche zeigte sich offen für eine mögliche Preiserhöhung beim Deutschachtticket. „Wenn Bund und Länder zur Deckelung der öffentlichen Co-Finanzierung des Tickets eine solche Preiserhöhung beschließen, dann ist das aus Sicht der Branche nachvollziehbar“, sagte ein Sprecher des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) der dpa. Zudem bestünde die Möglichkeit, dem generell wachsenden Finanzbedarf durch Steigerungen bei Personal-, Energie- und Betriebskosten im öffentlichen Personennahverkehr gerecht zu werden.

Deutschlandticket könnte teurer werden – Entscheidung soll bald fallen

Erstmeldung vom 17. Januar, 14:12 Uhr: Köln – Wie geht es mit dem Deutschlandticket weiter? Diese Frage stellen sich viele Menschen in Deutschland. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Diskussionen um die Zukunft des 49-Euro-Tickets gegeben. Im November hatte sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidenten der Länder auf ein weiteres Vorgehen beim Deutschlandticket geeinigt. Nun soll sich die Verkehrsministerkonferenz im Januar mit der Zukunft des Deutschlandtickets auseinandersetzen. Dabei soll es auch um den Preis des Tickets gehen. Das Ticket könnte teurer werden. Doch auch andere Lösungsvorschläge stehen zur Debatte. Ein Überblick zum aktuellen Stand beim Deutschlandticket.

Zukunft des Deutschlandtickets: Das ist der aktuelle Stand

Nach dem Treffen von Kanzler Scholz und den Ministerpräsidenten der Länder galt die Zukunft des Deutschlandtickets zunächst als gesichert. Wie genau diese aussehen wird, ist allerdings noch unklar. Neben einem Preisanstieg ist auch ein gleichbleibender Preis beim 49-Euro-Ticket denkbar. Die Verantwortung dafür sieht der Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bei den Bundesländern. Diese könnten die Strukturen beim Deutschlandticket günstiger gestalten „und müssten stärker für das Ticket und um neue Abonnenten werben, um den Preis günstig zu halten“, sagte Wissing im November 2023 gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Hilfe bei der Finanzierung des Deutschlandtickets gibt es 2024 auch vom Bund. Darauf hatten sich Kanzler Scholz und die Ministerpräsidenten geeinigt. Der Bund beteiligt sich dazu an der Hälfte der Kosten und stellt insgesamt 1,5 Milliarden Euro bereit. Zusätzlich sollen im Jahr 2023 nicht verwendete Mittel für 2024 eingesetzt werden.

Eine Erhöhung des monatlichen Preises ist beim Deutschlandticket dennoch nicht ausgeschlossen – schließlich handelt es sich beim monatlichen Preis von 49 Euro nur um einen „Einführungspreis“. Ein Aspekt, der dabei mit hineinspielen könnte, sind dabei die finanziellen Einbußen der Verkehrsverbünde. Da andere Tickets weniger gekauft werden, nehmen diese durch das Deutschlandticket weniger ein. Deswegen forderten die Verkehrsverbünde, dass die finanziellen Einbußen beim 49-Euro-Ticket auch in Zukunft ausgeglichen werden müssen.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hatte angekündigt, mit seinen Kollegen in der Verkehrsministerkonferenz ein Konzept für eine langfristige Finanzierung des Deutschlandtickets zu erarbeiten. Dieses soll laut dem Beschluss von Kanzler Scholz und den Regierungschefs der Länder „rechtzeitig vor dem 1. Mai 2024“ vorgelegt werden.

Deutschlandticket kompakt

► Das Deutschlandticket ist ein Abo-Ticket für Busse und Bahnen in Deutschland

► Das 49-Euro-Ticket gilt bundesweit für Fahrten im Nah- und Regionalverkehr

► Ausgenommen ist der ÖPNV im Kreis Stendal (Sachsen-Anhalt)

► Mit dem Deutschlandticket dürfen Fahrgäste in der zweiten Klasse reisen

► Monatlich kostet das Deutschlandticket 49 Euro, es gibt allerdings auch Ermäßigungen, wie etwa das Deutschlandticket sozial

► Wer sein Deutschlandticket kündigen will, muss dies immer bis zum zehnten Tag eines Monats kündigen. Danach endet das Abo am Monatsende

Preiserhöhung beim Deutschlandticket? – Minister Lies will Preis 2024 gleich lassen

Das Deutschlandticket könnte bald teurer werden (Symbolfoto).

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) mahnte beim weiteren Vorgehen in Sachen Deutschlandticket zur Vorsicht. „Ich plädiere dafür, den Preis in 2024 da zu belassen, wo er ist. Mit Verlässlichkeit können wir noch mehr Nutzerinnen und Nutzer für das Deutschlandticket gewinnen“, sagte Lies der dpa.

Aktuelle Zahlen würden zeigen, dass es eine Erhöhung des Preises für das Deutschlandticket nicht brauche, so Lies. „Was wir brauchen, ist Vertrauen für die Kundinnen und Kunden in das hervorragende Angebot Deutschlandticket“, so der SPD-Politiker weiter. Lies forderte dazu ein klares Bekenntnis von allen Beteiligten, sowie klare Rahmenbedingungen. In Sachsen-Anhalt sieht man das allerdings anders. Dort gilt in Stendal das Deutschlandticket seit Januar 2024 nicht mehr.

Für die weitere Zukunft des Deutschlandtickets brachte Niedersachsens Verkehrsminister Lies die Entwicklung eines transparenten Mechanismus bis zum Sommer ins Spiel. Dieser solle den notwendigen Inflationsausgleich schaffen und moderate Preisanpassungen ermöglichen. „Dieser könnte dann ab dem 1. Januar 2025 greifen. Die Kundinnen und Kunden können sich dann mit gutem Vorlauf darauf einstellen. Das wäre für mich das beste Modell, weil es verlässlich und berechenbar ist“, so Lies.

Deutschlandticket: Verkehrsminister Herrmann fordert dauerhafte Absicherung

Unterstützung erhielt Lies auch von seinem Kollegen Winfried Hermann (Grüne) aus Baden-Württemberg. Zuletzt hatte Herrmann ein Aus des Deutschlandtickets befürchtet. Nun sprach sich Hermann für eine dauerhafte Absicherung des Deutschlandtickets aus. „Die Kosten müssen auch weiterhin zur Hälfte vom Bund und von den Ländern in gleichen Teilen getragen werden“, so der Grünen-Politiker. „Dieser Kurs darf nicht durch die Sparbeschlüsse der Koalition im Bund aufgeweicht werden“, sagte Hermann deutlich.

Ob es zu einer Preiserhöhung beim Deutschlandticket kommt, oder der Preis gleich bleibt, bleibt abzuwarten. Bis sich Bund und Länder über die weitere Finanzierung des Deutschlandtickets geeinigt haben, könnte es allerdings noch etwas dauern. (jr mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Christian Ohde/Imago

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