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Rohstoffe wie Silber & Öl: Starke Alternativen zu Bitcoin und herkömmlichen Investments

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Mit schwächelnden ETFs und Bitcoin-Verlusten von tausenden Dollar empfehlen Marktkenner Rohstoffe als stabilisierende Komponente für risikobewusste Portfolios.

Frankfurt a. M. – 2025 fühlt sich für viele Anleger an wie ein Minenfeld. Die KI-Euphorie ist verflogen, Bitcoin pendelt unberechenbar, und selbst breit gestreute ETFs bieten keinen Schutz mehr und schwanken heute wie ein Segelboot im Sturm. Während Zentralbanken jonglieren, Unternehmen Budgets zusammenstreichen und die Märkte nervös auf jeden Wirtschaftsindikator reagieren, stellen sich immer mehr Anleger die Fragen: Was bleibt, wenn die digitale Finanzwelt ins Wanken gerät? Und gibt es überhaupt noch stabile Häfen für Geldanleger? Die kurze Antwort darauf lautet: Ein klares Nein. Man muss ja ehrlich sein. Aber es gibt dennoch interessante Alternativen zum üblichen Börsen-Poker. Ein Blick zurück könnte der Weg nach vorn sein – zu Anlageformen, die bereits Generationen durch Krisen getragen haben.

Kryptowährungen unter Druck und ein ETF-Markt mit strukturellen Problemen

Nach dem Rekordhoch von 124.000 US-Dollar im Oktober 2025 ist der Bitcoin-Kurs um über 20.000 Dollar auf aktuell etwa 95.000 US-Dollar gefallen. Besonders beunruhigend ist die zunehmende Ermüdung und der Rückzug institutioneller Investoren. Spot-Bitcoin-ETFs haben laut Bloomberg-Daten etwa 2,8 Milliarden US-Dollar abgestoßen. Diese Entwicklung nimmt dem Markt die Unterstützung, die Bitcoin Anfang des Jahres auf Rekordhöhen getrieben hatte.

Doch auch traditionelle ETF-Investments stehen unter Druck. Der MSCI World, lange als sicherer Hafen für Privatanleger gepriesen, entwickelt sich zunehmend zu einem US-Tech-Index im globalen Kostüm. Der Anteil amerikanischer Aktien stieg von 58 Prozent (2015) auf 74 Prozent (Ende 2024). Die zehn größten Positionen machen fast ein Viertel des Index aus. Diese Entwicklung wurde maßgeblich von den Tech-Aktien getragene Outperformance der US-Aktien angetrieben. Zudem bildet der Index nur 23 Industrienationen ab – Schwellenländer fehlen vollständig. Verstärkt wird diese Problematik durch prominente Warnungen aus der Finanzwelt. Michael Burry, der legendäre Investor, platzierte Put-Optionen im Wert von 912 Millionen US-Dollar gegen Palantir und 187 Millionen US-Dollar gegen Nvidia. Parallel dazu erwägt die Deutsche Bank laut Financial Times Strategien zur Absicherung ihrer milliardenschweren Kredite an Rechenzentren-Betreiber.

Rohstoffe als Portfoliobeimischung: Steigende Nachfrage beim Industriemetall Silber treibt Preisentwicklung

In diesem volatilen Umfeld rücken Rohstoff-Investments zunehmend in den Fokus. Öl, Gold, Silber, Lithium oder Agrarrohstoffe gehören neben Aktien und Anleihen zu den wichtigsten Assetklassen. Oft werden sie als sinnvolle Ergänzung für ein ausgewogenes Portfolio genannt. Doch auch hier drohen Risiken. Olaf Stotz von der Frankfurt School of Finance and Management warnt im ARD-Finanzformat 50k: „Rohstoffe für den Privatanleger sind aus verschiedenen Gründen vorsichtig zu betrachten.“ Um das zu verdeutlichen, führt er den Ölpreis an, der besonders in den vergangenen Jahren – getrieben durch Faktoren wie die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine – extrem geschwankt hat. „Diese exogenen Faktoren sind eher unvorhersehbar, sie lassen sich sehr schlecht prognostizieren, sodass ein Engagement in diesen Märkten mit einem sehr spekulativen Charakter verbunden ist“, so der Experte.

Eine interessante Alternative bietet Silber. Im Oktober 2025 markierte das Edelmetall mit mehr als 50 US-Dollar beziehungsweise 45 Euro je Feinunze (31,1 Gramm) ein neues Allzeithoch. Das ist ein Zuwachs von rund 85 Prozent seit Jahresbeginn. Damit sind die Spekulationsspitzen von 1980 und das Hoch von 2011 übertroffen. Der entscheidende Unterschied zu Gold liegt in der industriellen Nachfrage. Mehr als die Hälfte des weltweiten Silberverbrauchs entfällt laut dem Silver Institute auf industrielle Anwendungen. Im Jahr 2024 entfielen etwa 34 Prozent der weltweiten Nachfrage auf die Elektronikindustrie, 15 Prozent wurden für die Herstellung von Solarzellen verwendet. Silber wird zudem zunehmend in Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und Medizintechnik eingesetzt. Auch KI-gesteuerte Hochleistungsbatterien und Kühlungssysteme für Hochleistungs-Computer benötigen das Edelmetall. Diese breite industrielle Verwendung macht Silber zu einem interessanten Investment – birgt aber auch Risiken.

Volatile Märkte, nervöse Anleger: Während Tech-Aktien abstürzen und Bitcoin Kapriolen schlägt, rücken alternative Investments in den Fokus.

Wie man in Silber oder Gold investiert – Physisch, ETF oder Aktien?

Privatanleger können auf verschiedene Arten in Rohstoffe investieren: etwa über physische Barren und Münzen, über Wertpapiere wie ETCs oder ETFs oder über Aktien von Minengesellschaften. Physisches Silber bietet zwar unmittelbaren Besitz, bringt aber Mehrwertsteuer, An- und Verkaufsspannen sowie mögliche Lagerkosten mit sich. ETCs und ETFs sind dagegen leicht handelbar und meist sehr liquide – allerdings bestehen je nach Konstruktion Emittentenrisiken, da viele ETCs nicht als Sondervermögen gelten. Minenaktien wiederum reagieren nicht nur auf den Metallpreis, sondern auch auf Managementqualität, Förderkosten und geopolitische Faktoren – und schwanken dadurch häufig stärker als der Spotpreis.

Union Investment weist bei Rohstofffonds darauf hin, dass vielfach über Derivate investiert wird. Die Wertentwicklung ist oft nur gering mit klassischen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen korreliert und kann so zur Diversifikation beitragen – teilweise fungieren Rohstoffe auch als Inflationspuffer. Gleichzeitig bleiben marktbedingte Kursschwankungen, Emittenten- und Währungsrisiken bestehen, und der Einsatz von Derivaten kann die Volatilität zusätzlich erhöhen.

Öl bleibt ein Kernelement für Energie- und Chemiebranchen, reagiert aber sensibel auf Konjunkturverlauf, OPEC-Entscheidungen, geopolitische Spannungen und Lagerbestände. Für viele Anleger eignen sich daher eher Future-basierte ETFs oder breit gestreute Rohstofffonds als direkte Einzel-Futures, auch wenn diese Konstruktionen wiederum eigene Roll- und Strukturthemen mitbringen.

Rohstofffonds und ETFs: Chancen und Risiken für Privatanleger

Für viele wichtige Rohstoffe ist der Handel mit den Rohstoffen selbst aus rechtlichen oder logistischen Gründen nicht möglich, erklärt Union Investment. Ein Rohstofffonds investiert daher in der Regel in Derivate. Dabei handelt es sich beispielsweise um Verträge, bei denen die Lieferung der Ware erst zu einem späteren Zeitpunkt beziehungsweise ein Barausgleich erfolgt.
Stotz warnt vor den Hebelrisiken beim Future-Handel: „Man muss den Future-Preis nicht direkt bezahlen, sondern nur einen kleinen Anteil – sozusagen als Sicherheitsleistung. Das kann Investoren dazu verführen, eine zu große Position zu kaufen." Wenn die Preise nicht in die erwartete Richtung laufen, müsse unter Umständen Geld nachgeschossen werden.

Auch bei Future-ETFs lauern Gefahren. Wird ein Future im ETF gerollt – also gegen einen neuen ausgetauscht – kann es zu sogenannten Rollverlusten kommen. Es kann passieren, dass der Preis vom ETF steigt, man selbst aber trotzdem keinen Gewinn erzielt, weil der ETF Rollverluste macht.

Diese Länder besitzen die wertvollsten Rohstoffe der Erde

Platz 20: Peru ist reich an Bodenschätzen, insbesondere an mineralischen Rohstoffen wie Kupfer, Silber, Gold, Zink, Blei und Zinn. Weltweit gehört das südamerikanische Land zu den größten Förderern dieser Metalle. Darüber hinaus verfügt Peru über Vorkommen an Erdöl, Erdgas, Holz und landwirtschaftlichen Produkten. Geschätzter Wert: 1,10 Billionen US-Dollar
Platz 20: Peru ist reich an Bodenschätzen, insbesondere an mineralischen Rohstoffen wie Kupfer, Silber, Gold, Zink, Blei und Zinn. Weltweit gehört das südamerikanische Land zu den größten Förderern dieser Metalle. Darüber hinaus verfügt Peru über Vorkommen an Erdöl, Erdgas, Holz und landwirtschaftlichen Produkten. Geschätzter Wert: 1,10 Billionen US-Dollar. © tifonimages via imago-images.de
Platz 19: Chile ist reich an Rohstoffen, insbesondere an Kupfer und Lithium – und weltweit ein führender Produzent dieser Materialien, die für die Energiewende entscheidend sind. Weitere wichtige Rohstoffe sind Molybdän, Gold, Silber, Eisen und Nitrate. Die tragende Säule der chilenischen Wirtschaft ist der Bergbau. Geschätzter Wert: 1,5 Billionen US-Dollar.
Platz 19: Chile ist reich an Rohstoffen, insbesondere an Kupfer und Lithium – und weltweit ein führender Produzent dieser Materialien, die für die Energiewende entscheidend sind. Weitere wichtige Rohstoffe sind Molybdän, Gold, Silber, Eisen und Nitrate. Die tragende Säule der chilenischen Wirtschaft ist der Bergbau. Geschätzter Wert: 1,5 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Lucas Aguayo Araos
Platz 18: Norwegen verfügt über reiche Rohstoffvorkommen an Erdöl und Erdgas sowie mineralische Rohstoffe wie Eisenerz, Kupfer, Zink und Titan. Das Land hat auch bedeutende Vorkommen an kritischen Rohstoffen für die Energiewende, wie Kobalt, Lithium, Nickel und Seltene Erden. Geschätzter Wert: 1,98 Billionen US-Dollar
Platz 18: Norwegen verfügt über reiche Rohstoffvorkommen an Erdöl und Erdgas sowie mineralische Rohstoffe wie Eisenerz, Kupfer, Zink und Titan. Das Land hat auch bedeutende Vorkommen an kritischen Rohstoffen für die Energiewende, wie Kobalt, Lithium, Nickel und Seltene Erden. Geschätzter Wert: 1,98 Billionen US-Dollar. © Uwe Moser/Imago
Platz 17: Indonesien verfügt über reiche Rohstoffvorkommen, darunter Kohle, Kupfer, Gold, Zinn und Bauxit. Das asiatische Land ist besonders als Weltmarktführer bei der Nickelproduktion (im Bild) und für die Batterieherstellung wichtig. Geschätzter Wert: 2,13 Billionen US-Dollar
Platz 17: Indonesien verfügt über reiche Rohstoffvorkommen, darunter Kohle, Kupfer, Gold, Zinn und Bauxit. Das asiatische Land ist besonders als Weltmarktführer bei der Nickelproduktion (im Bild) und für die Batterieherstellung wichtig. Geschätzter Wert: 2,13 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Hariandi Hafid
Platz 16, Kasachstan: Der Rohstoffreichtum ist ein zentraler Pfeiler der Wirtschaft. Das Land verfügt über eine reiche Auswahl an Rohstoffen, darunter Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran und eine Vielzahl von Metallen wie Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Chrom und Silber. Geschätzter Wert: 9,10 Billionen US-Dollar
Platz 16, Kasachstan: Der Rohstoffreichtum ist ein zentraler Pfeiler der Wirtschaft. Das Land verfügt über eine reiche Auswahl an Rohstoffen, darunter Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran und eine Vielzahl von Metallen wie Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Chrom und Silber. Geschätzter Wert: 9,10 Billionen US-Dollar. © Cavan Images/IMAGO
Platz 15, Südafrika: Große Muldenkipper transportieren Platin-Palladium-Erz zur Verarbeitung. Das Land besitzt die weltweit größten Vorkommen an Platinmetallen, Chrom, Mangan und Vanadium. Weitere wichtige Rohstoffe sind Gold, Kohle, Diamanten, Eisenerz und Titan. Geschätzter Wert: 9,50 Billionen US-Dollar.
Platz 15, Südafrika: Große Muldenkipper transportieren Platin-Palladium-Erz zur Verarbeitung. Das Land besitzt die weltweit größten Vorkommen an Platinmetallen, Chrom, Mangan und Vanadium. Weitere wichtige Rohstoffe sind Gold, Kohle, Diamanten, Eisenerz und Titan. Geschätzter Wert: 9,50 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Zoonar.com
Platz 14: DR Kongo. Wichtigste Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und der Bergbau. Der Kongo verfügt über reichhaltige Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Dazu zählen Kobalt, Kupfer, Zink, Silber, Diamanten, Germanium, Uran sowie die sogenannten Konfliktminerale Zinn, Tantal/Coltan, Wolfram und Gold. Geschätzter Wert: 10,8 Billionen US-Dollar
Platz 14: DR Kongo. Wichtigste Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und der Bergbau. Der Kongo verfügt über reichhaltige Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Dazu zählen Kobalt, Kupfer, Zink, Silber, Diamanten, Germanium, Uran sowie die sogenannten Konfliktminerale Zinn, Tantal/Coltan, Wolfram und Gold. Geschätzter Wert: 10,8 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Zheng Yangzi
Platz 13, Nigeria: Ölplattform in der Hauptstadt Lagos. Das afrikanische Land verfügt über viele Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas, aber auch große Vorkommen landwirtschaftlicher Güter (Soja, Kakao, Sesam) und mineralischer Bodenschätze (Diamanten, Gold, Eisenerz, Bauxit, Tantal). Geschätzter Wert: bis zu 11,2 Billionen US-Dollar
Platz 13, Nigeria: Ölplattform in der Hauptstadt Lagos. Das afrikanische Land verfügt über viele Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas, aber auch große Vorkommen landwirtschaftlicher Güter (Soja, Kakao, Sesam) und mineralischer Bodenschätze (Diamanten, Gold, Eisenerz, Bauxit, Tantal). Geschätzter Wert: bis zu 11,2 Billionen US-Dollar. © Joerg Boethling/Imago
Platz 12: Vereinigte Arabische Emirate (VAE). Die wichtigsten Rohstoffe sind Erdöl und Erdgas, die für den Großteil des Wohlstands des arabischen Landes verantwortlich sind. Daneben verfügen die Emirate über weitere Ressourcen wie Sand, Gestein, Kalkstein, Mergel und Gips, die vor allem im Baugewerbe eingesetzt werden. Geschätzter Wert: 12,6 Billionen US-Dollar
Platz 12: Vereinigte Arabische Emirate (VAE). Die wichtigsten Rohstoffe sind Erdöl und Erdgas, die für den Großteil des Wohlstands des arabischen Landes verantwortlich sind. Daneben verfügen die Emirate über weitere Ressourcen wie Sand, Gestein, Kalkstein, Mergel und Gips, die vor allem im Baugewerbe eingesetzt werden. Geschätzter Wert: 12,6 Billionen US-Dollar. © Pond5 Images/Imago
Platz 11: Katar verfügt hauptsächlich über die drittgrößten Erdgas- und Erdölreserven der Welt und ist ein führender Exporteur von Flüssigerdgas (LNG). Die Wirtschaft des arabischen Landes ist stark von fossilen Brennstoffen abhängig, die rund 85 % der Exporterlöse ausmachen. Geschätzter Wert: bis zu 13,5 Billionen US-Dollar
Platz 11: Katar verfügt hauptsächlich über die drittgrößten Erdgas- und Erdölreserven der Welt und ist ein führender Exporteur von Flüssigerdgas (LNG). Die Wirtschaft des arabischen Landes ist stark von fossilen Brennstoffen abhängig, die rund 85 Prozent der Exporterlöse ausmachen. Geschätzter Wert: bis zu 13,5 Billionen US-Dollar. © IMAGO/NOUSHAD
Platz 10, Venezuela: Ölplattform in Maracaibo. Das südamerikanische Land verfügt über reichhaltige Rohstoffe, wobei Erdöl und Erdgas die wichtigsten sind und den Großteil der Exporte ausmachen. Darüber hinaus besitzt das Land beträchtliche, aber oft ungenutzte Vorkommen an Eisenerz, Bauxit, Gold und Lithium. Geschätzter Wert: 14,300 Billionen US-Dollar
Platz 10, Venezuela: Das südamerikanische Land verfügt über reichhaltige Rohstoffe, wobei Erdöl und Erdgas die wichtigsten sind und den Großteil der Exporte ausmachen. Darüber hinaus besitzt das Land beträchtliche, aber oft ungenutzte Vorkommen an Eisenerz, Bauxit, Gold und Lithium. Geschätzter Wert: 14,300 Billionen US-Dollar. © ZUMA Press Wire/Imago
Platz 9, Irak: Ein vom norwegischen Unternehmen DNO in der Nähe des Distrikts Zakho betriebenes Ölfeld. Der Irak ist reich an Rohstoffen, die hauptsächlich auf Erdöl und Erdgas konzentriert sind und den Großteil der Staatseinnahmen ausmachen. Geschätzter Wert: 15,900 Billionen US-Dollar
Platz 9, Irak: Ein vom norwegischen Unternehmen DNO in der Nähe des Distrikts Zakho betriebenes Ölfeld. Der Irak ist reich an Rohstoffen, die hauptsächlich auf Erdöl und Erdgas konzentriert sind und den Großteil der Staatseinnahmen ausmachen. Geschätzter Wert: 15,900 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Ismael Adnan Yaqoob
Platz 8: Australien (im Bild die Super-Pit-Goldmine in Westaustralien) verfügt laut der deutschen Rohstoffagentur über die weltweit größten Reserven an Blei, Zink, Nickel und Gold sowie an Rutil und Zirkon. Große Reserven an weiteren Bodenschätzen liegen ebenfalls in Australien. Geschätzter Wert: 19,900 Billionen US-Dollar
Platz 8: Australien (im Bild die Super-Pit-Goldmine in Westaustralien) verfügt laut der deutschen Rohstoffagentur über die weltweit größten Reserven an Blei, Zink, Nickel und Gold sowie an Rutil und Zirkon. Große Reserven an weiteren Bodenschätzen liegen ebenfalls in Australien. Geschätzter Wert: 19,900 Billionen US-Dollar. © McPHOTO/B. Leitner/Imago
Platz 7, Brasilien: Güterzug mit Eisenerz nahe Cacapava (Staat São Paulo). Das Land zählt zu den weltweit größten Produzenten von Erzen und Mineralien wie Eisenerz, Niob und Mangan. Zudem gibt es bedeutende Vorkommen an Graphit, Kupfer, Zinn, Gold und seltenen Erden. Geschätzter Wert: 21,800 Billionen US-Dollar.
Platz 7, Brasilien: Güterzug mit Eisenerz nahe Cacapava (Staat São Paulo). Das Land zählt zu den weltweit größten Produzenten von Erzen und Mineralien wie Eisenerz, Niob und Mangan. Zudem gibt es bedeutende Vorkommen an Graphit, Kupfer, Zinn, Gold und seltenen Erden. Geschätzter Wert: 20 Billionen US-Dollar. © Fotoarena/Imago
Platz 6, China: Yuncheng-Salzsee, eine der größten Quellen für Natriumsulfat. China verfügt über reiche Vorkommen an weiteren Rohstoffen wie Kohle, Erdöl, Erdgas und metallischen Erzen. Dazu kommen Seltene Erden. Geschätzter Wert: 23,000 Billionen US-Dollar
Platz 6, China: Yuncheng-Salzsee, eine der größten Quellen für Natriumsulfat. China verfügt über reiche Vorkommen an weiteren Rohstoffen wie Kohle, Erdöl, Erdgas und metallischen Erzen. Dazu kommen Seltene Erden. Geschätzter Wert: 23,000 Billionen US-Dollar. © IMAGO/CFOTO
Platz 5, Iran: South-Pars-Gasfeld in Assaluyeh in der Provinz Buschehr. Erdöl und Erdgas sind die wichtigsten Einnahmequellen. Zudem gibt es Vorkommen an Kohle, Kupfer, Chrom, Eisen, Blei, Zink und Uran. Geschätzter Wert: 27,300 Billionen US-Dollar
Platz 5, Iran: South-Pars-Gasfeld in Assaluyeh in der Provinz Buschehr. Erdöl und Erdgas sind die wichtigsten Einnahmequellen. Zudem gibt es Vorkommen an Kohle, Kupfer, Chrom, Eisen, Blei, Zink und Uran. Geschätzter Wert: 27,300 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Iranian Presidency
Platz 4, Kanada: Ölquelle im Südwesten von Saskatchewan. Uran, Zink und Gas sind weitere Bodenschätze des nördlichen US-Nachbarn. Geschätzter Wert: 33,200 Billionen US-Dollar
Platz 4, Kanada: Ölquelle im Südwesten von Saskatchewan. Uran, Zink und Gas sind weitere Bodenschätze des nördlichen US-Nachbarn. Geschätzter Wert: 33,200 Billionen US-Dollar. © IMAGO/imageBROKER/Cliff LeSergent
Platz 3: Saudi-Arabien ist reich an Rohstoffen, Erdöl und Erdgas bilden die wirtschaftliche Grundlage und machen rund ein Fünftel der weltweiten Reserven aus. Auch Gold, Phosphat, Kupfer und Zink spielen eine Rolle. Geschätzter Wert: 34,400 Billionen US-Dollar
Platz 3, Saudi-Arabien: Das Land ist reich an Rohstoffen. Erdöl und Erdgas bilden die wirtschaftliche Grundlage und machen rund ein Fünftel der weltweiten Reserven aus. Auch Gold, Phosphat, Kupfer und Zink spielen eine Rolle. Geschätzter Wert: 34,400 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Zoonar.com/Maksym Yemelyanov
Platz 2, USA: Erdgas-Bohranlage mit amerikanischer Flagge – auch Kupfer und Gold zählen zu den wichtigsten Rohstoffen des Landes. Geschätzter Wert: 45,000 Billionen US-Dollar
Platz 2, USA: Erdgas-Bohranlage mit amerikanischer Flagge – auch Kupfer und Gold zählen zu den wichtigsten Rohstoffen des Landes. Geschätzter Wert: 45,000 Billionen US-Dollar. © IMAGO/Zoonar.com/Michael Turner
Platz 1 geht an Russland: Die Lagerstätten von Jakowlewskoje enthalten schätzungsweise über neun Milliarden Tonnen eisenreiches Erz. Auch mit Zink, Gold und Gas verdient Russland viel Geld. Geschätzter Gesamtwert: 75,700 Billionen US-Dollar
Platz 1 geht an Russland: Die Lagerstätten von Jakowlewskoje enthalten schätzungsweise über neun Milliarden Tonnen eisenreiches Erz. Auch mit Zink, Gold und Gas verdient Russland viel Geld. Geschätzter Gesamtwert: 75,700 Billionen US-Dollar. © Anton Vergun/IMAGO

Diversifikation versus Rendite: Kritische Bewertung von Rohstoff-Investments

Rohstoffe bieten aufgrund ihrer geringen Korrelation zu Aktien und Anleihen durchaus Diversifikationseffekte für das Portfolio. Für Investoren, die breit diversifiziert in einen Weltaktienindex investieren, spielt laut Stotz ein direktes Rohstoffinvestment jedoch keine so große Rolle. „Denn in diesen großen weltweiten Indizes sind bereits Rohstoffunternehmen enthalten“, betont der Experte – im FTSE All Share etwa sieben Prozent. Obwohl Rohstoffe zur Risikostreuung beitragen und als Inflationspuffer fungieren können, haben sie „deutliche Renditenachteile gegenüber dem Aktienindex. Die Renditenachteile machen den Diversifikationsvorteil also zunichte“, so Stotz.

Ein besonders problematischer Aspekt ist allerdings die Spekulation mit Agrarrohstoffen. Wenn viele Investoren – etwa Banken oder Hedgefonds – massiv Futures auf Rohstoffe wie Weizen oder Öl kaufen, entsteht eine künstlich hohe Nachfrage nach diesen Verträgen. Diese zusätzliche Nachfrage treibt die Futures-Preise nach oben.

Spekulation treibt Preise: Kritik an künstlicher Verteuerung von Grundnahrungsmitteln

Das Besondere beim Handel mit Rohstoffen ist, dass die Futures-Preise sich direkt auf die echten Rohstoffpreise auswirken. In einem normalen Jahr könnte ein Weizen-Future etwa 200 Dollar pro Tonne kosten. Kaufen nun viele Spekulanten Futures und erwarten eine mögliche Dürre, dann steigt der Preis vielleicht auf 250 Dollar – obwohl die Ernte gut auszufallen scheint. Höhere Lebensmittelpreise treffen besonders hart Menschen in ärmeren Ländern, wo ein großer Teil des Einkommens für Essen draufgeht.

Union Investment sieht Rohstofffonds dennoch als sinnvolle Ergänzung. Die häufig wenig korrelierte Entwicklung zu den Entwicklungen an den Aktien- und Anleihemärkten biete Vorteile. Rohstoffe können zur Absicherung gegen eine steigende Inflation dienen und ermöglichen eine breite Risikostreuung des Anlagekapitals. Allerdings warnt das Unternehmen vor erhöhten Kursschwankungen und Verlustrisiken. Wer sein Portfolio diversifizieren möchte, sollte Rohstoffe als Beimischung von maximal fünf bis zehn Prozent betrachten. Eine breite Streuung über verschiedene Assetklassen – inklusive Tagesgeld, Anleihen und regionaler ETFs – bleibt entscheidend für einen langfristigen Erfolg. In Zeiten, in denen sowohl Kryptowährungen als auch Tech-lastige ETFs unter Druck stehen, können Rohstoffe eine stabilisierende Funktion erfüllen – allerdings nur für Anleger, die sich der Risiken bewusst sind. (ls)

Disclaimer: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung, keine sonstige Empfehlung und kein Angebot zum Kauf von Wertpapieren oder zur Vornahme bestimmter Investitionen dar.

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