24. bis 29. Januar

Nächster Bahnstreik ab Mittwoch – was bereits bekannt ist

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Der Bahnverkehr in Deutschland und NRW wird noch in dieser Woche lahmgelegt. Die Lokführergewerkschaft GDL ruft ab Mittwochmorgen zum Streik auf.

Köln – Jetzt ist klar: Nachdem bereits vom 10. bis zum 12. Januar der Verkehr lahmgelegt wurde, droht nun der nächste Streik bei der Deutschen Bahn. Dieser werde im Personenverkehr am frühen Mittwochmorgen (24. Januar) um 2 Uhr beginnen und bis Montag (29. Januar) 18 Uhr andauern. Das teilte die Lokführergewerkschaft GDL in der Nacht zu Montag mit. Für Pendler stehen erneut schwierige Tage mit Ausfällen und langen Wartezeiten bevor. Es wäre der bislang mit Abstand längste Streik im aktuellen Tarifkonflikt.

Nächster Bahnstreik droht ab Mittwoch – für mehrere Tage

Die GDL ruft für Ende Januar zu einem sechstägigen Bahnstreik auf – bereits der zweite diesen Monat. (IDZRNRW-Montage).

Bereits kurz nach Ende des letzten Streiks drohte GDL-Chef Claus Weselsky mit einem weiteren Arbeitskampf, falls die Deutsche Bahn kein verbessertes Angebot macht. Der nächste Streik sollte laut GDL dann „länger und härter“ werden. Nun macht die GDL ernst: Der Bahnverkehr wird ab Mittwochmorgen für gleich sechs Tage lahmgelegt. Die Gewerkschaftsmitglieder bei der für Güterverkehr zuständigen DB Cargo sind bereits ab Dienstag (23. Januar) 18 Uhr zum Streik aufgerufen.

Erst am Freitag (19. Januar) hatte die Deutsche Bahn ein neues Tarifangebot vorgelegt, um die GDL wieder an den Verhandlungstisch zu holen. Darin ist unter anderem auch eine Option zu einer Stunde weniger Arbeitszeit für Lokführer und Zugbegleiter ab dem 1. Januar 2026 enthalten. Für neue Verhandlungen reichte dies aber offenbar nicht aus. „Mit dem dritten und angeblich verbesserten Angebot hat die Deutsche Bahn AG erneut gezeigt, dass sie ihren bisherige Verweigerungs- und Konfrontationskurs unverdrossen weiter verfolgt – von Einigungswillen keine Spur“, hieß es in der GDL-Mitteilung.

Streik bei der Deutschen Bahn: Das fordert die Gewerkschaft

Die GDL fordert 555 Euro mehr pro Monat sowie eine Inflationsausgleichsprämie bei 12 Monaten Laufzeit. Viel wichtiger ist der Gewerkschaft den öffentlichen Aussagen zufolge aber eine Arbeitszeitreduzierung für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich. Die Forderung hält die Deutsche Bahn in diesem Umfang für unerfüllbar, auch weil dann zu viel neues Personal gebraucht werde. Schon jetzt gibt es bei Lokführern und auch in anderen Bahn-Berufen einen Fachkräftemangel.

Der Tarifkonflikt zwischen der Bahn und der GDL läuft bereits seit Anfang November. Die GDL erklärte die Gespräche bereits nach der zweiten Verhandlungsrunde für gescheitert. Seit dem 24. November wurde daher nicht mehr verhandelt. Nach einer Urabstimmung unter den GDL-Mitgliedern sind auch unbefristete Streiks möglich. Bislang schloss die GDL das aber aus. (spo/dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Daniel Kubirski/Imago & Steinach/Imago

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