Neuer Lufthansa-Streik noch in dieser Woche – Ausfälle auch in NRW
VonBenjamin Stroka
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Erneut wird die Lufthansa an zwei Tagen bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi ruft am Donnerstag und Freitag zum Streik beim Lufthansa-Bodenpersonal auf.
Köln – Die Streikwelle rollt weiter: Nachdem die Gewerkschaft Verdi bereits neue ÖPNV-Streiks für Dienstag (5. März) und Mittwoch (6. März) in NRW angekündigt hatte, folgt nun auch ein erneuter Streikaufruf von Verdi bei der Lufthansa. Wieder wird das Bodenpersonal der Airline zum Warnstreik aufgerufen. Der Streik ist für Donnerstag (7. März) und Freitag (8. März) geplant, teilte Verdi am Montagmorgen mit.
Im Gegensatz zum jüngsten Verdi-Streik bei der Lufthansa, Ende letzter Woche, soll es diesmal auch wieder Auswirkungen auf den Passagierverkehr geben. So hat der Flughafen Düsseldorf inzwischen angekündigt, dass während des Streiks alle Lufthansa-Flüge nach München und Frankfurt annulliert wurden. Am Mittwochabend will die Lufthansa demnach noch einen Flug nach München durchführen. Am Donnerstag und Freitag gibt es dann aber auch in Düsseldorf Ausfälle bei der Airline. Konkrete Ausfälle am Flughafen Köln/Bonn wurden bislang noch nicht mitgeteilt.
Neuer Lufthansa-Streik – wichtigste Daten
► Wann beginnt der Streik? Donnerstag, 7. März 2024, ab 4:00 Uhr
► Wann endet der Streik? Samstag, 9. März 2024, um 7:10 Uhr
► Wer wird zum Streik aufgerufen? Das Bodenpersonal der Lufthansa.
► Welche Auswirkungen hat der Streik? Viele Lufthansa-Flüge werden voraussichtlich annulliert. Am Flughafen Düsseldorf fallen Lufthansa-Flüge nach München und Frankfurt aus.
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Verdi verhandelt aktuell mit der Lufthansa für rund 25.000 Beschäftigte des Bodenpersonals. Es geht unter anderem um mehr Geld. So fordert Verdi für das Bodenpersonal 12,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro mehr pro Monat. „Es ist niemanden vermittelbar, dass dieser Konzern diese Woche ein Rekordjahresergebnis verkünden wird, die Boni für Vorstände ordentlich anhebt und Beschäftigte am Boden mit Stundenlöhnen von teils 13 Euro nicht einmal mehr wissen, wie sie in den teuersten Städten Deutschlands über die Runden kommen sollen“, klagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky.
Der Gewerkschaft zufolge seien die Verhandlungen zuletzt ins Stocken geraten. Die Lufthansa habe bei den zweitägigen Verhandlungen am 21. und 22. Februar ihr Angebot „lediglich an zwei Stellen verbessert“, heißt es von Verdi. Von einer Einigung sind beide Seiten daher noch deutlich entfernt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 13. und 14. März angesetzt. Verdi möchte vor diesen Gesprächen den Druck mit neuen Streiks nochmal deutlich erhöhen. Weitere Informationen folgen. (bs)