Erdtrabant im Fokus

„Blumenmond“ oder „Wonnemond“ – Wann der Vollmond im Mai vom Himmel strahlt

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Der Mai-Vollmond trägt die Spitznamen „Wonnemond“ oder „Blumenmond“, die aus zwei unterschiedlichen Regionen stammen. Wann der Vollmond im Mai zu sehen ist.

Frankfurt – Am 12. Mai erreicht der Mond seine nächste Vollmond-Phase und zeigt sich in seiner vollen Pracht am Frühlingshimmel. In der deutschen Tradition wird der Mai-Vollmond auch als „Wonnemond“ bezeichnet. „Der Begriff ‚Wonne‘ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und wurde früher als Ausdruck für Freude verwendet. Und zu dieser gibt es bei dem milden Wetter und der erwachenden Natur im Mai natürlich jede Menge Anlass“, erklärt Björn Voss, Leiter des Planetariums Hamburg.

Der Mond – Ein Himmelskörper, viele Facetten

Kein Himmelskörper verändert sein Aussehen so häufig wie der Mond an unserem Himmel. Mal strahlt er als Vollmond so hell, dass die Nacht erleuchtet wird, mal scheint er nur eine schmale Sichel zu sein, die kaum noch sichtbar ist. Die Faszination Mond in Bildern.
Kein Himmelskörper verändert sein Aussehen so häufig wie der Mond an unserem Himmel. Mal strahlt er als Vollmond so hell, dass die Nacht erleuchtet wird, mal scheint er nur eine schmale Sichel zu sein, die kaum noch sichtbar ist. Die Faszination Mond in Bildern. © Imago/MiS
Der Mond bewegt sich recht schnell am Himmel. Im Osten geht er auf und bewegt sich im Laufe der Zeit über den Himmel, bis er im Westen wieder untergeht.
Der Mond bewegt sich recht schnell am Himmel. Im Osten geht er auf und bewegt sich im Laufe der Zeit über den Himmel, bis er im Westen wieder untergeht. © Imago/Alan Dyer
Diese Aufnahme zeigt den Mond etwa zur Hälfte beleuchtet. Der Mond nimmt zu – in den kommenden Tagen wird er immer voller werden, bis er als heller Vollmond am Himmel strahlt.
Diese Aufnahme zeigt den Mond etwa zur Hälfte beleuchtet. Der Mond nimmt zu – in den kommenden Tagen wird er immer voller werden, bis er als heller Vollmond am Himmel strahlt. © Imago/Gottfried Czepluch
In den Tagen rund um Vollmond kann man bei Mondauf- und -untergang ein eindrucksvolles Phänomen beobachten: die Mondtäuschung. Befindet sich der Mond tief am Horizont und in der Nähe von Objekten, erscheint er deutlich größer, als er tatsächlich ist.
In den Tagen rund um Vollmond kann man bei Mondauf- und -untergang ein eindrucksvolles Phänomen beobachten: die Mondtäuschung. Befindet sich der Mond tief am Horizont und in der Nähe von Objekten, erscheint er deutlich größer, als er tatsächlich ist. © Imago/Riccardo Fabi
Ein anderes Phänomen – der sogenannte Supermond – macht den Vollmond am Himmel tatsächlich etwas größer. Der Vollmond befindet sich dann auf seiner Umlaufbahn etwas näher an der Erde als sonst, was regelmäßige Mond-Beobachter am Himmel erkennen können. Auch das Licht des Mondes erscheint dann heller.
Ein anderes Phänomen – der sogenannte Supermond – macht den Vollmond am Himmel tatsächlich etwas größer. Der Vollmond befindet sich dann auf seiner Umlaufbahn etwas näher an der Erde als sonst, was regelmäßige Mond-Beobachter am Himmel erkennen können. Auch das Licht des Mondes erscheint dann heller. © Imago/Pixsell
Das wohl spannendste Phänomen rund um den Mond ist jedoch die Mondfinsternis. Auf diesem Bild ist die Mondfinsternis aus dem November 2022 zu sehen. Der Mond wandert dabei durch den Schatten der Erde im Weltraum und wird von diesem teilweise verdeckt. Verschwindet der Mond komplett im Schatten, wird er zum sogenannten „Blutmond“ – er strahlt für kurze Zeit rostrot.
Das wohl spannendste Phänomen rund um den Mond ist jedoch die Mondfinsternis. Auf diesem Bild ist die Mondfinsternis aus dem November 2022 zu sehen. Der Mond wandert dabei durch den Schatten der Erde im Weltraum und wird von diesem teilweise verdeckt. Verschwindet der Mond komplett im Schatten, wird er zum sogenannten „Blutmond“ – er strahlt für kurze Zeit rostrot. © Imago/ANE Edition
Auch die schmale Mondsichel ist ein interessanter Anblick. Wer den Mond täglich beobachtet sieht, wie sie langsam wächst, bis sie zum Halb- und dann zum Vollmond wird.
Auch die schmale Mondsichel ist ein interessanter Anblick. Wer den Mond täglich beobachtet sieht, wie sie langsam wächst, bis sie zum Halb- und dann zum Vollmond wird. © imago/Silas Stein
An manchen Tagen kann man neben der schmalen Mondsichel auch den sogenannten „Erdschein“ sehen. Obwohl nur die schmale Sichel vom Licht der Sonne beleuchtet ist, sieht man auch den unbeleuchteten Teil des Mondes ganz schwach. Er wird vom Licht, das die Erde reflektiert, beleuchtet.
An manchen Tagen kann man neben der schmalen Mondsichel auch den sogenannten „Erdschein“ sehen. Obwohl nur die schmale Sichel vom Licht der Sonne beleuchtet ist, sieht man auch den unbeleuchteten Teil des Mondes ganz schwach. Er wird vom Licht, das die Erde reflektiert, beleuchtet. © Imago/Jon G. Fuller
Die abnehmende Mondsichel. In wenigen Tagen wird der Mond vom Himmel komplett verschwunden sein, um kurz darauf wieder als schmale Mondsichel aufzutauchen. Die Mondsichel erscheint dann gespiegelt.
Die abnehmende Mondsichel. In wenigen Tagen wird der Mond vom Himmel komplett verschwunden sein, um kurz darauf wieder als schmale Mondsichel aufzutauchen. Die Mondsichel erscheint dann gespiegelt. © Imago/imagebroker
Auf dem Mond gut zu erkennen sind unter anderem Krater und die Mare, Mondmeere – die großen dunklen Flecken auf der Mondoberfläche.
Auf dem Mond gut zu erkennen sind unter anderem Krater und die Mare, Mondmeere – die großen dunklen Flecken auf der Mondoberfläche. © imago/Deutzmann
Der Mond umkreist die Erde, was man auf diesem Bild namens „Earthrise“ besonders eindrücklich erkennen kann. Aufgenommen wurde es von der Crew der Nasa-Mission „Apollo 8“, die den Mond an Weihnachten 1968 umkreiste.
Der Mond umkreist die Erde, was man auf diesem Bild namens „Earthrise“ besonders eindrücklich erkennen kann. Aufgenommen wurde es von der Crew der Nasa-Mission „Apollo 8“, die den Mond an Weihnachten 1968 umkreiste. © imago/Nasa
Die Mondoberfläche ist staubig, wie die Nasa-Astronauten, die dort in den Jahren 1969 bis 1972 landeten, herausfinden mussten. Ein Teil der Astronauten konnte mit Rovern über die Mondoberfläche fahren.
Die Mondoberfläche ist staubig, wie die Nasa-Astronauten, die dort in den Jahren 1969 bis 1972 landeten, herausfinden mussten. Ein Teil der Astronauten konnte mit Rovern über die Mondoberfläche fahren. © Imago/UIG
Auf dem Mond ist die Schwerkraft geringer als auf der Erde, weshalb die Astronauten dort unter anderem große Sprünge machen konnten. Auf dieser Aufnahme untersucht der Nasa-Astronaut Harrison H. Schmitt im Dezember 1972 einen großen Gesteinsbrocken auf dem Mond.
Auf dem Mond ist die Schwerkraft geringer als auf der Erde, weshalb die Astronauten dort unter anderem große Sprünge machen konnten. Auf dieser Aufnahme untersucht der Nasa-Astronaut Harrison H. Schmitt im Dezember 1972 einen großen Gesteinsbrocken auf dem Mond. © imago
Diese Aufnahme der Nasa-Raumsonde „Orion“ zeigt es noch einmal sehr schön: Der Mond umkreist die Erde. Bei der nächsten Mission einer „Orion“-Kapsel sollen sich Menschen an Bord befinden und den Mond umkreisen. Frühestens 2025 sollen wieder Menschen den Mond betreten, plant die Nasa.
Diese Aufnahme der Nasa-Raumsonde „Orion“ zeigt es noch einmal sehr schön: Der Mond umkreist die Erde. Bei der nächsten Mission einer „Orion“-Kapsel sollen sich Menschen an Bord befinden und den Mond umkreisen. Frühestens 2025 sollen wieder Menschen den Mond betreten, plant die Nasa. © Imago/Cover-Images

Vollmond im Mai: Die Sonne beleuchtet den Mond am 12. Mai komplett

Während die Entstehung eines Vollmonds ein wissenschaftliches Thema ist – der Mond wird auf seiner Bahn um die Erde komplett von der Sonne beleuchtet – zeigt sein umgangssprachlicher Name „Wonnemond“ die enge Verbindung zwischen der Natur und den kulturellen Bräuchen. Der Mai gilt traditionell als „Wonnemonat“, eine Zeit, in der die Natur erblüht und das Leben im Freien wieder an Bedeutung gewinnt. Diese positiven Assoziationen wurden in der Vergangenheit auf den Vollmond im Mai übertragen.

OrtAufgang am 12.5. | Untergang am 13.5.
Hamburg21.36 Uhr | 5.03 Uhr
Berlin21.15 Uhr | 4.55 Uhr
Köln21.34 Uhr | 5.30 Uhr
Leipzig21.13 Uhr | 5.06 Uhr
Frankfurt21.22 Uhr | 5.27 Uhr
Nürnberg21.09 Uhr | 5.21 Uhr
Stuttgart21.14 Uhr | 5.32 Uhr
München21.01 Uhr | 5.25 Uhr
Quelle: TimeandDate

„Wonnemond“ oder „Blumenmond“ – woher der Mai-Vollmond seine Namen hat

Voss erklärt weiter: „Da die Menschen dem Vollmond im Jahreslauf schon immer gerne Namen gaben, die im Zusammenhang mit ihren Bräuchen und ihrer Lebenswelt standen, nannten sie den vollen Erdtrabanten im Mai entsprechend ‚Wonnemond‘. Indigene Völker Nordamerikas bezeichneten ihn stattdessen aus ganz ähnlichen Gründen als ‚Blumenmond‘.“ Kein Wunder, schließlich ist der Mai die Blütezeit vieler Pflanzen. „Beide Bezeichnungen haben ihren Weg in den umgangssprachlichen Wortschatz gefunden, haben jedoch keinerlei astronomische Bedeutung“, betont der Astrophysiker.

Der Vollmond im Mai heißt auch „Blumenmond“ oder „Wonnemond“. (Archivbild)

Wann der Mai-Vollmond am Himmel zu sehen ist

Der Mai-Vollmond, „Wonnemond“ oder „Blumenmond“ erreicht seine Vollmond-Position am 12. Mai 2025 um genau 18.55 Uhr. Doch der Vollmond geht erst später, gegen 21.15 Uhr, am Himmel auf. Auch dann wird er noch voll von der Sonne beschienen und erstrahlt in seiner ganzen Pracht am Himmel. Dort bleibt er die ganze Nacht zu sehen und geht erst am nächsten Morgen gegen 5.30 Uhr wieder unter.

Tatsächlich hat der Vollmond manchmal auch Auswirkungen auf das reale Leben: Beispielsweise, wenn es um das Datum für Ostern geht. Das legt der Frühlings-Vollmond fest – und danach richten sich auch einige weitere christliche Feiertage. Auch einen Zusammenhang zwischen dem Vollmond und Schlafproblemen kann es geben – die Wissenschaft ist sich bei diesem Thema jedoch uneins. (tab)

Rubriklistenbild: © Peter Byrne/dpa

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