Vollmond im April: Ostermond 2025 hat ganz besonderes Merkmal
VonTanja Banner
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Der Vollmond im April heißt im Volksmund „pink moon“ – dabei leuchtet er gar nicht rosa. Woher der Name kommt und was der April-Vollmond mit Ostern zu tun hat.
Traditionell heißt der April-Vollmond „pink moon“, also „rosa Mond“. Doch dieser Name bedeutet nicht, dass der Vollmond tatsächlich pink gefärbt am Himmel steht. Der Name stammt von der Blume Phlox, die im Frühling rosa blüht und indigene Völker Nordamerikas dazu inspirierte, den Mond nach ihnen zu benennen. „Selbst wenn uns ein farbenfrohes Lichtspiel verwehrt bleibt, ist dieser erste Frühlingsvollmond doch ein Grund zur Freude“, betont jedoch der Astrophysiker Björn Voss, der Direktor des Planetariums in Hamburg.
Vollmond im April heißt „Pink Moon“ und ist der Ostermond
Das hat einen Grund, zumindest wenn man christlichen Glaubens ist: „Schließlich ist der ‚Pink Moon‘ gleichzeitig der sogenannte Ostermond, der das christliche Osterfest einläutet. Denn der Ostersonntag fällt traditionell auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond nach der Tag-und-Nacht-Gleiche. Diese ereignet sich normalerweise am 20. oder 21. März“, erklärt Voss.
Tatsächlich ist das Datum des Osterfests eng an den Vollmond geknüpft: „Wenn wir den regelmäßigen Lauf des Mondes um die Erde berücksichtigen, kommen zahlreiche verschiedene Tage zwischen dem 21. März und dem 19. April als mögliches Datum für den ersten Frühlingsvollmond infrage. Entsprechend groß ist dann auch die Spanne für den Termin des Osterfestes“, erläutert Voss. „Frühestens feiern wir es am 22. März, spätestens am 25. April. Somit gibt es 35 verschiedene Osterdaten.“ In diesem Jahr fällt der Ostersonntag auf den 20. April. Am 50. Ostertag, 49 Tage später, ist Pfingsten. 2025 ist das der 8. Juni.
Ostermond im April ist ein „Minimond“
Der „Pink Moon“, der nicht rosa leuchtet, aber ein Ostermond ist, ist dieses Jahr im April noch dazu besonders klein. Als „Minimond“ wird er auch bezeichnet. Das liegt am Abstand des Mondes zur Erde. Der schwankt zwischen 356.000 und 406.000 Kilometern. Der Oster-Vollmond befindet sich dieses Jahr in Erdferne, dem sogenannten Apogäum, ganze 406.000 Kilometer entfernt von der Erde. Deshalb gilt er als „Minimond“ – ein Begriff, der das Gegenteil des „Supermonds“ bezeichnet, aber genau wie der Mond in Erdnähe keine astronomische Bedeutung hat. Er wird nur umgangssprachlich verwendet.
Trotzdem haben sowohl „Supermond“ als auch „Minimond“ Einfluss auf Ebbe und Flut: Der erdferne Vollmond hat eine niedrigere Anziehungskraft, wodurch die Gezeitenkräfte schwächer und die Flut niedriger ausfallen kann. Und der „Minimond“ im April hat auch noch andere Namen, die sich alle auf die Landwirtschaft beziehen: Grasmond, Eimond und Fischmond. (tab)