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Im Herbst 2024 rücken zwei Supermonde in den Fokus. Der Vollmond zeigt sich zweimal in voller Größe – einmal im September und einmal im Oktober.
Frankfurt – Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Supermond nicht alleine auftritt. Wenn der Mond sich in Erdnähe befindet, bleibt er dort meist für eine Weile. Dies wird auch im Herbst 2024 der Fall sein, wenn der Supermond am 18. September von einem weiteren Supermond am 17. Oktober gefolgt wird. Der Oktober-Vollmond nähert sich der Erde sogar noch etwas mehr als der September-Supermond. Im September beträgt der minimale Abstand zwischen Erde und Mond 357.286 Kilometer, während es im Oktober „nur“ 357.175 Kilometer sind.
Zwei Supermonde nacheinander: Im September und Oktober kommt der Vollmond der Erde nah
In der Astronomie gibt es keine genaue Definition für einen Supermond, da der Begriff ursprünglich aus der Astrologie stammt und in der Wissenschaft eher ungern verwendet wird. Der Astrologe Richard Nolle prägte den Begriff Supermond 1979 und definierte ihn als einen Vollmond, der höchstens 367.600 Kilometer von der Erde entfernt ist. Diese recht vage Definition ermöglicht mehrere Supermonde pro Jahr.
Heutzutage wird meist der Vollmond, der der Erde im gesamten Jahr am nächsten ist, als Supermond bezeichnet. Im Jahr 2024 wäre das der Vollmond im Oktober. Aber auch die Vollmonde im August und November kommen der Erde relativ nahe und würden Nolles Definition entsprechen: Am 19. August war der Vollmond 361.969 Kilometer von der Erde entfernt, im November sind es 361.866 Kilometer.
Ein Supermond wirkt heller und größer am Himmel
Ein Vollmond, der der Erde nahe ist, kann ein beeindruckendes Schauspiel am Himmel sein, da er tatsächlich größer und heller als ein durchschnittlicher Vollmond erscheint. „Ein ‚Supermond’ wirkt etwa 7 Prozent größer und 15 Prozent heller als ein durchschnittlicher Vollmond. Im Vergleich zu einem ‚Minimond‘ ist er rund 14 Prozent größer und 30 Prozent heller“, erklärt Björn Voss, der Direktor des Planetariums Hamburg. Allerdings ist der Unterschied am Himmel nur schwer zu erkennen, da man keinen normal großen Vollmond zum Vergleich hat.
Besonders kurz nach dem Aufgang und kurz vor dem Untergang kann der Supermond jedoch ein beeindruckendes Bild abgeben. Nicht nur, weil er dann möglicherweise gelb oder leicht rötlich leuchtet, sondern vor allem aufgrund der Mondtäuschung. Diese lässt den Vollmond, der tief am Himmel steht, deutlich größer erscheinen. Dies gilt jedoch für jeden Vollmond, nicht nur für den Supermond. (tab)
Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

