Viele helle Planeten

„Planetenparade“ im Januar: So können Sie heute bis zu sechs Planeten sehen

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Hell strahlen gleich mehrere Planeten am Januarhimmel. Wie man sie am Firmament findet und wodurch man sie unterscheiden kann.

Frankfurt – Im Januar strahlen gleich mehrere Planeten hell und auffällig am Abend- und Nachthimmel. Denn zu Jupiter und Venus, die bereits im Dezember gut zu sehen waren, gesellt sich der rote Planet Mars und auch die Sichtbarkeitsperiode des Ringplaneten Saturn ist noch nicht zu Ende. Wann und wo man die Planeten sehen kann und wie man die hellen Lichtpunkte voneinander unterscheidet.

Im August 2024 kamen sich die Planeten Mars (links) und Jupiter (rechts) am Himmel nahe. Im Januar 2025 passiert das Venus und Saturn – eine sogenannte Konjunktion. (Archivbild)

Anfang Januar: Wo die Planeten Mars, Jupiter, Saturn und Venus am Himmel zu finden sind

Wer Anfang Januar um 19 Uhr zum sternenklaren Himmel blickt, kann sie bereits alle sehen: Mars, Jupiter, Saturn und Venus. Ganz im Nordosten, noch relativ tief am Himmel, steht zu diesem Zeitpunkt der Planet Mars. Im Osten und deutlich höher als der Mars hält sich der Gasriese Jupiter auf. Etwa auf der anderen Seite des Himmels kann man die verbleibenden Planeten Saturn und Venus finden. Die Venus wird Anfang Januar von der zunehmenden Mondsichel besucht. Am Abend des 4. Januar bedeckt der Mond für kurze Zeit den Saturn. Am Abend zuvor kann man die Sternschnuppen der Quadrantiden bewundern.

Mitte Januar: Wo sich die Planeten Mars, Jupiter, Saturn und Venus am Himmel befinden

Im Laufe des Monats verändert sich der Anblick am Abendhimmel etwas. Mitte Januar befindet sich der rötlich leuchtende Mars ein Stück weiter östlich und deutlich höher am Himmel. Er erreicht am 16. Januar seine Oppositions-Stellung und befindet sich der Sonne genau gegenüber. Er geht dann auf, wenn die Sonne untergeht und unter, wenn die Sonne aufgeht. Die Zeit um die Opposition ist die beste Gelegenheit, den Mars zu beobachten: Er ist quasi die ganze Nacht am Himmel zu sehen und leuchtet hell. Auch Jupiter ist am Himmel ein Stück höher geklettert.

Mars, Jupiter, Saturn und Venus – so erkennen Sie die Planeten am Abendhimmel

Mars: Der Planet wird im Januar immer heller. Er ist der östlichste der Planeten, die im Januar 2025 am Abendhimmel zu sehen sind. Seine rötliche Farbe verrät ihn als den „roten Planeten“ Mars.

Jupiter: Der größte Planet unseres Sonnensystems ist der zweithellste Planet am Nachthimmel – heller leuchtet nur die Venus. Wer Jupiter eindeutig identifizieren will, sollte ihn mit einem Fernglas oder Teleskop beobachten – dann kann man nämlich seine vier größten Monde erkennen, die Galileischen Monde Io, Europa, Kallisto und Ganymed.

Saturn: Die Sichtbarkeit des Ringplaneten Saturn ist im Januar 2025 bereits am Nachlassen. Er ist nur noch am Abend für einige Stunden im Südwesten zu sehen und leuchtet auch längst nicht mehr so hell wie noch vor einiger Zeit. Dadurch ist er auch leicht mit einem Stern zu verwechseln. Wer Saturn eindeutig identifizieren will, sollte nach seinem Ringsystem Ausschau halten, das bereits mit kleinen Teleskopen zu erkennen ist. Allerdings werden die Ringe durch einen optischen Effekt derzeit immer schmaler.

Venus: Sie ist nach Merkur der sonnennächste Planet, der im Januar 2025 am Himmel zu sehen ist. Deshalb ist die Venus auch immer in der Nähe der Sonne zu sehen – mal als „Abendstern“ im Westen, mal als „Morgenstern“ im Osten. Derzeit befindet sie sich abends im Südwesten und ist dort nach Sonnenuntergang einige Stunden zu bewundern. Die Venus ist der hellste Planet an unserem Nachthimmel.

Neptun: Der äußerste Planet unseres Sonnensystems ist derzeit auch am Abendhimmel zu sehen – wenn man ein Teleskop nutzt und weiß, wohin man es richten soll. Neptun befindet sich im Januar im Südwesten, ein Stück oberhalb des Planeten Saturn. Mit dem nackten Auge kann man ihn allerdings nicht sehen.

Uranus: Auch der Eisriese Uranus steht derzeit am Abendhimmel, ganz in der Nähe von Jupiter und den Plejaden beim Sternbild Stier. Für ihn gilt genau wie für Neptun, dass er nur mit einem Teleskop zu beobachten ist. Für das bloße Auge ist er unsichtbar.

Merkur: Der sonnennächste Planet kann mit etwas Geschick Anfang Januar kurz vor Sonnenaufgang im Osten am Himmel gesehen werden. Der kleine Planet wird jedoch recht schnell vom Licht der aufgehenden Sonne überblendet.

Saturn und Venus kommen sich bis Mitte Januar immer näher

Besonders auffällig ist, was Saturn und Venus Mitte Januar tun: Sie sind sich im Laufe der Zeit immer näher gekommen und werden um den 18. Januar herum ihre größte Annäherung erreichen (so können Sie die Konjunktion von Venus und Saturn beobachten). Von der Erde aus sieht es aus, als befänden sie sich unmittelbar nebeneinander – tatsächlich liegen im Weltall viele Millionen Kilometer zwischen den beiden Planeten.

Im Januar 2025 sind zahlreiche Planeten am Himmel zu sehen. (Archivbild)

Ende Januar um 19 Uhr hat sich der Anblick des Abendhimmels wieder verändert: Venus und Saturn sind wieder weiter voneinander entfernt – Saturn ist nur noch sehr tief über dem Horizont zu sehen und geht bald im Südwesten unter. Mars und Jupiter befinden sich noch höher im Osten beziehungsweise Südosten und sind einen Großteil der Nacht zu sehen.

Mit etwas mehr Mühe kann man im Januar auch die restlichen Planeten unseres Sonnensystems bewundern: Merkur ist Anfang Januar für einige Zeit kurz vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen. Und auch die beiden äußeren Planeten Neptun und Uranus stehen am Abendhimmel – wenn man mit einem Teleskop in die richtige Richtung schaut, kann man sie sehen. (tab)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Silas Stein

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