Sternschnuppen im Juli: Kleine Meteor-Ströme bieten ein Himmelsschauspiel
VonTanja Banner
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Der Sommer bringt Sternschnuppen. Bevor die Perseiden sich ihrem Maximum nähern, bieten mehrere kleine Meteor-Ströme ein beeindruckendes Schauspiel.
Frankfurt – Die Sommermonate sind bekannt für ihre Sternschnuppen-Aktivität, und das nicht nur wegen des berühmten Perseiden-Meteorstroms, der am 12. August seinen Höhepunkt erreicht. Schon im Juli sind mehrere kleinere Meteorströme aktiv. Das bedeutet, dass Nachtschwärmer, die in diesem Monat den Himmel beobachten, gute Aussichten haben, eine oder mehrere Sternschnuppen zu entdecken. Besonders vielversprechend ist der Meteorschauer der Delta-Aquariiden.
Sternschnuppen-Strom
Aktivitätszeitraum und Maximum
Juli-Pegasiden
4. Juli bis 14. Juli, Maximum am 10. Juli
Juli-Gamma-Draconiden
25. Juli bis 31. Juli, Maximum am 28. Juli
Delta-Aquariiden
12. Juli bis 23. August, Maximum am 31. Juli
Alpha-Capricorniden
3. Juli bis 15. August, Maximum am 31. Juli
Eta-Eridaniden
31. Juli bis 19. August, Maximum am 8. August
Perseiden
17. Juli bis 24. August, Maximum am 12. August
Quelle: 2024 Meteor Shower Calender der International Meteor Organization (IMO)
Sternschnuppen im Juli: Vor allem die Delta-Aquariiden sorgen für Meteore
Die Delta-Aquariiden bestehen tatsächlich aus zwei Meteorströmen: den südlichen und den nördlichen Delta-Aquariiden, die beide aus dem Sternbild Wassermann (lateinisch: Aquarius) zu strömen scheinen. Wer sich rund um den Höhepunkt der Delta-Aquariiden am 31. Juli im Süden aufhält, kann mit Sternschnuppensichtungen rechnen, da der Meteorstrom umso besser sichtbar ist, je weiter südlich man ihn betrachtet. Befindet man sich weiter nördlich, wird man weniger Sternschnuppen der Delta-Aquariiden am Himmel sehen können.
Dies liegt daran, dass das Sternbild Wassermann in nördlicheren Regionen sehr niedrig am Himmel steht, was die Sichtbarkeit der Meteore einschränkt. Je höher Aquarius am Himmel steht, desto mehr Sternschnuppen sollten sichtbar sein. Eine Besonderheit der Delta-Aquariiden ist, dass ihr Maximum relativ breit ist – in den Nächten rund um den 31. Juli sind die meisten Sternschnuppen zu sehen.
Der Juli 2024 ist besonders günstig für die Sternschnuppen der Delta-Aquariiden
Das Jahr 2024 bietet besonders günstige Bedingungen für die Beobachtung der Delta-Aquariiden: Der abnehmende Mond ist rund um den Höhepunkt bereits eine recht schmale Sichel und am 4. August ist Neumond. Sein Licht wird die Sternschnuppen-Suche am Himmel also kaum beeinträchtigen.
Mit etwas Glück können neben den Delta-Aquariiden auch Sternschnuppen anderer Meteorströme am Himmel beobachtet werden. Im Juli überschneiden sich die Aktivitätszeiträume mehrerer Meteorströme, sodass am Himmel immer etwas los sein sollte. Keiner der Meteorströme verspricht so viele Sternschnuppen wie die Perseiden, aber wer eine Weile in den dunklen Himmel schaut, wird fast sicher fündig werden.
Zeit für Wünsche: Sternschnuppen flitzen über den Nachthimmel
Im Juli überschneiden sich einige Sternschnuppen-Ströme
Insbesondere Ende Juli lohnt es sich, den Himmel zu beobachten – dann erreichen mehrere Meteorströme ihren Höhepunkt: Die Juli-Gamma-Draconiden haben am 28. Juli ihr Maximum, bei den Delta-Aquariiden und Alpha-Capricorniden ist es am 31. Juli so weit. Vor allem die letzteren sind bekannt für ihre überraschend hellen Feuerkugeln, die mit 23 km/s (entspricht 82.800 km/h) relativ langsam über den Himmel ziehen. Die Sternschnuppen der Delta-Aquariiden hinterlassen hingegen eine recht lange Spur am Himmel und sind deutlich schneller unterwegs (41 km/s, das entspricht 147.600 km/h).